Korrektur erwünscht zum Thema Lehnswesen und Grundherrschaft?

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2 Antworten

Nur ein paar Kleinigkeiten:

-  Was sind denn "Amtsdienste"?

-  Lehnsnehmer bedeutender Reichslehen brauchten den König nicht um Erlaubnis für ihre Ehen zu fragen, auch die Lehnsnehmer dieser Reichsvasallen (Reichsfürsten oder -grafen) nicht, es sei denn, dass sie zu unfreien Ministerialen gehörten, die aber allmählich in den Adel aufstiegen und dann auch über ihre Ehen selbst bestimmten.

-  Ein Lehen brauchte nicht nur aus Land oder einem "Amt" zu bestehen, sondern konnte auch in Form von Geld- oder anderen Einkünften ausgegeben werden.

-  Bäuerliche Grundholde waren im Rahmen ihrer Frondienste auch zu Wegearbeiten verpflichtet.

-  Noch ein Stichwort für dich: Mehrfachvasallität.

MfG

Arnold

ArnoldBentheim 09.11.2015, 19:40

Nachtrag: Ich empfehle zum Thema dieses sehr gute, kompakte Büchlein: 

Steffen Patzold: Das Lehnswesen. 2012.

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Die Bauern waren auch vollständig abhängig von ihrem Grundherrn. Sie durften nicht selbst heiraten und ihr Gut verlassen. Der Grundherr durfte sie auch festnehmen, bestrafen, Leute mit von ihm bestimmteb Personen verheiraten und andere Maßnahmen ergreifen. Bei jeder wichtigen Entscheidung musster er um Erlaubnis gefragt werden, während er Frondienste, Abgaben und Steuern verlangen konnte. Er durfte über sie bestimmen. Im Gegensatz hatte er die Aufgabe, sie zu schützen.

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