Kopftuch im Koran vorgeschrieben?

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Im Koran steht, dass Frauen ihre Reize bedecken sollen. Viele Muslima sehen das als Aufforderung, auch die Haare zu bedecken, andere sehen darin nur die Aufforderung sich nicht zu reizvoll zu kleiden. Wörtlich ist das Kopftuch im Koran nicht vorgeschrieben. Was auch wichtig zu wissen ist, dass es schon in vorislamischer Zeit für Frauen auf der Arabischen Halbinsel üblich war sich zu verschleiern, das war auch bei diesen klimatischen Verhältnissen ratsam. Letztendlich muss jede Muslima für sich selbst entscheiden wie sie die Aufforderung, ihre Reize zu bedecken, interpretiert. Ein Kopftuch bzw. das fehlende Kopftuch macht noch lange keine gute oder schlechte Muslima aus.

Wenn das nirgends so direkt vorgeschrieben sondern eher Tradition ist, warum ticken die Männer in muslimischen Staaten (Iran etc) so gnadenlos aus, wenn eine Frau unverschleiert (westlich) bei ihnen auf der Straße rumläuft? Das kann denen dann doch egal sein, oder wie? Sind die einfach nur intolerant?

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@Obstinatia

es gibt nunmal viele Regime die Kultur/Tradition und Religion nicht auseinanderhalten können. Die missbrauchen die Religion um Macht auszuüben.

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@Obstinatia

Hast du schon mal einer Frau ins Gesicht geschaut und gedacht: "Wau, die ist aber hübsch!"? Eben - Gesicht und Kopf gehören eben auch zu den Reizen einer Frau und gehören damit - wenn man es so interpretieren will - bedeckt.

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@plamms

wer das so sieht und sich dabei wohl fühlt soll es von mir aus machen. Ich bin aber dagegen, diejenigen Frauen die es nicht als Aufforderung sich zu verschleiern sehen, als Schlampe oder schlechte Muslima zu bezeichnen

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@latifa86

Oh, ich hoffe du hast meinen Kommentar nicht so verstanden dass ich das befürworte. Ich versuche nur, zu verstehen was da passiert. Letzten Endes gibt es meiner Ansicht nach in jeder Religion Hardliner mit nicht unterstützenswerten Ansichten.

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@plamms

Im Glauben kommt es immer auf die Intention an. Wenn man sich in Großstädten manche muslimischen Mädels mit Kopftuch aber knackig engen Jeans und stark geschminkt ansieht zweifelt man daran, dass sie mit dem Kopftuch erreichen wollten ihre Reize zu verdecken. Da entspricht eine nicht-kopftuchtragende Frau mit gedeckter Kleidung viel eher den Vorschriften. Laut dem Koran gibt es im Glauben keinen Zwang, also muss jede Muslima für sich selbst entscheiden ob sie sich verschleiern möchte oder nicht.

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Das „Kopftuch“

In Deutschland wird oft und gern über das Tragen des Kopftuches der muslimischen Frau diskutiert, wobei jedoch vergessen wird, dass das Kopftuch an sich nicht der Islam ist. Im Zuge solcher Diskussionen wird dieses kleine Stück Stoff zum Symbol der Frauenunterdrückung und gleichbedeutend damit zum Symbol der (natürlich schlechten) Religion Islam hochstilisiert. Es ist jedoch lediglich ein Detail dieser Religion und wird von den Frauen, die es tragen, weder als Mittel ihrer Unterdrückung noch als politisches Zeichen betrachtet. Vielmehr ist es die Verdeutlichung und Veranschaulichung ihrer Gläubigkeit und ihrer Liebe zu Gott, dem allmächtigen Schöpfer. Interessant anzumerken ist sicherlich auch, dass der Qur’an aus mehr als 6.000 Versen besteht, von denen nur drei von der Verhüllung der Frau handeln. Leider kommen bei öffentlich geführten Diskussionen zu diesem Thema im Regelfall Nichtmuslime oder allenfalls Muslime, die ihre Religion nicht praktizieren, zu Wort. Diese vertreten eine Meinung, die von den Ansichten der breiten Masse der Muslime sowie von den Lehren der orthodoxen Gelehrten des Islams vollständig abweicht. In den seltensten Fällen wird ein praktizierender Muslim, der authentisches islamisches Wissen besitzt, hinzugezogen, wobei dieser dann zumeist tief greifende islamwissenschaftliche Fragen innerhalb weniger Minuten beantworten soll. Dabei ist es zunächst einmal wichtig, die Grundlagen des Islams zu vermitteln, dann auf diesem Basiswissen aufzubauen und sich so der Detailfrage „Kopftuch“ anzunähern. Es ist schließlich auch einleuchtend, dass jemand, der noch nicht einmal das kleine Einmaleins beherrscht, nicht in höherer Mathematik unterrichtet werden kann. Ebenso wenig wird jemand, der von den grundlegenden Gegebenheiten des Islams keine Ahnung hat, kein Verständnis für die Kleidervorschriften dieser Religion aufbringen. Auch spielen hierbei die persönlichen Vorlieben, Vorurteile und Denkweisen, die sich im Unterbewusstsein des Menschen verbergen, eine Rolle. Durch diese wird die individuelle Wahrnehmung beeinflusst und es werden unterschiedliche Prioritäten gesteckt. Dies führt dazu, dass manch einer die Beweise für das Verhüllungsgebot der Frau sowie die dahinter stehenden Weisheiten und Tatsachen nicht erkennen kann und will. Um solche Vorurteile jedoch aus einer sachlichen Diskussion herauszuhalten, muss der Kopf des Gesprächspartners erst einmal geleert und für die Argumente des Islams geöffnet werden. In ein umgedrehtes Glas kann bekanntlich auch kein Wasser eingefüllt werden ebenso wenig in eines, das bereits gefüllt ist. Nur ein leeres und geöffnetes Glas kann befüllt werden.

Ist das Kopftuch Pflicht im Islam?

Es ist im Islam sowohl für die Frau als auch für den Mann unbestreitbare Pflicht, bestimmte Kleidungsvorschriften zu beachten. Dies wird von allen islamischen Gelehrten übereinstimmend bestätigt und davon abweichende Meinungen von Muslimen, die lediglich über ein unzureichendes Wissen verfügen und die ihre Religion selber nicht praktizieren, sind abzulehnen. Wer also tatsächlich nach einer Antwort auf die Frage, ob das Kopftuch für die muslimische Frau verpflichtend ist, sucht, sollte sich nicht an solche Personen wenden, die die islamischen Gebote offensichtlich nicht befolgen. Auch sind so genannte Orientalisten denkbar schlechte Ansprechpartner, da diese nicht dem Islam angehören und infolgedessen auch nicht versuchen sollten, den Muslimen ihre Religion zu erklären. Solche Personen können nicht religiöse Gebote außer Kraft setzen, die von den Muslimen und ihren Gelehrten seit über 1.400 Jahren anerkannt, respektiert und vor allem auch befolgt werden. Im Gegensatz zum Christentum steht es im Islam keinem Gläubigen zu, sich die ihm passend und gut erscheinenden Gebote herauszusuchen und diese zu praktizieren und alles andere außer Acht zu lassen.

Im Qur’an steht:

„Alif-Lam-Mim – Dieses Buch, an dem es keinen Zweifel gibt, ist eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen, …“ (2:1-2)

Diese Buch ist demzufolge eine Rechtleitung für die Gottesfürchtigen und es stammt vom allmächtigen Gott, dem Schöpfer aller Dinge und Lebewesen, Demjenigen, Der am besten über Seine Schöpfung Bescheid weiß. Aus diesem Grund darf kein Mensch basierend auf seiner eigenen Meinung, die wiederum seinem beschränkten menschlichen Verstand entspringt, etwas an Gottes Buch uminterpretieren oder es gar ändern. Denn Ihm allein gehört die unbeschränkte Weisheit und das unendliche Wissen über alles, während der Mensch lediglich Teil der Schöpfung ist und viele Dinge gar nicht begreifen kann. Daher vertraut der Gläubige auf den allmächtigen Gott und hält Dessen Gebote ein, selbst wenn er sie nicht versteht. Denn jede der gottgegebenen Vorschriften bringt entweder im Diesseits oder im Jenseits einen Nutzen mit sich, sei er offensichtlich oder verborgen, und ist es deshalb wert, befolgt zu werden. Der Islam muss so akzeptiert werden, wie Allah ihn für die Menschen perfektioniert hat. Wenn dem nicht so wäre, wäre die Offenbarung einer Rechtleitung mit ihren Ge- und Verboten überflüssig und unsinnig. Der Mensch kann von sich aus nicht bestimmen, was gut und was schlecht ist; eine subjektive Betrachtungsweise führt nicht zu einem zufrieden stellenden Ergebnis. Schließlich ist sich auch ein Kannibale sicher, das Richtige zu tun, wenn er andere Menschen verspeist.

„Diejenigen, die Allah und Seine Gesandten verleugnen und zwischen Allah und Seinen Gesandten einen Unterschied machen wollen und sagen: Wir glauben an das eine und verleugnen das andere, und einen Weg dazwischen einschlagen wollen, das sind die wahren Ungläubigen. Und für die Ungläubigen haben wir schmachvolle Strafe bereitet.“ (4:150-151)

Im Folgenden zwei der (so genannten) Argumente gegen das Verhüllungsgebot:

  1. Die Behauptung, die Vorschriften des Islam seien veraltet. Dabei behält das, was Gott bestimmt hat, seine Gültigkeit bis zum Jüngsten Tag. Wären ein Anpassung der Gebote an die so genannte „moderne Zeit“ notwendig, so hätte Gott es den Menschen mitgeteilt. Schließlich hat Er der Menschheit auch in früheren Zeiten neue Offenbarungsschriften gesandt. Dies ist die Sicht der Muslime und die allein ist ausschlaggebend im Islam. Davon einmal abgesehen, kann die muslimische Frau von heute ebenso ein Kopftuch tragen wie die muslimische Frau von vor 1.400 Jahren. Welche Änderungen sollten sich denn hinsichtlich ihrer Köpfe ergeben haben? Sämtliche Ge- und Verbote, die zu Beginn des Islams praktiziert werden konnten, können auch heute noch praktiziert werden.

  2. Die Behauptung, man könne die Aussagen des Qur’an, der in einer „alten“ Sprache verfasst sei, anders verstehen bzw. interpretieren. Mit welchem Recht sollte denn eine solche Neuinterpretation durchgeführt werden? Und für wen? Sollte der Qur’an vielleicht solange neu interpretiert werden, bis seine Aussagen in das westlich-materialistische Weltbild passen und die muslimische Frau ihr Kopftuch abnimmt? Wie weit sollte eine solche Neuinterpretation vorangetrieben werden und würde sie dann überhaupt noch Gottes Gebote widerspiegeln? Eine deutliche Absage an eine solche Argumentation erteilt folgender Vers im Qur’an:

„Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gunst an euch vollendet, und Ich bin mit dem Islam als Religion für euch zufrieden. …“#(5:3)

Diesem Vers ist eindeutig zu entnehmen, dass die Religion perfekt ist, da sie von Allah vervollkommnet wurde. Kein Mensch hat demzufolge das Recht, etwas an dieser perfekten Religion zu ändern, denn Gott weiß es besser als Seine Schöpfung. Eine Änderung der göttlichen Vorschriften mit absurden Argumenten ist von jedem Menschen mit gesundem Verstand und reinem Herzen abzuweisen. Wohin eine ständige Neuauslegung der heiligen Schriften führt, ist am Christentum zu erkennen. Die Bibel ist unzählige Male verändert und neu gestaltet worden, so dass bei dem uns heute vorliegenden Buch nicht mehr von einer göttlich offenbarten Schrift gesprochen werden kann. Um den Islam vor demselben Schicksal zu bewahren, ist es den Menschen verboten, eigene Interpretationen und Deutungen anzustellen. Der Prophet Muhammad saws sagte diesbezüglich, dass derjenige, der den Qur’an nach seiner eigenen Meinung interpretiert, selbst dann falsch liegt, wenn er eigentlich richtig interpretiert hat. Die Auslegung des Qur’ans obliegt nur dem Propheten Muhammad saws und sonst niemandem:

„Er ist es, Der unter den Schriftunkundigen einen Gesandten von ihnen hat erstehen lassen, der ihnen Seine Zeichen verliest, sie läutert und sie das Buch und die Weisheit lehrt, …“

(62:2)

Jeder Muslim richtet sich daher nach dem Verständnis, das der Prophet Muhammad vom Qur’an besaß, bzw. nach dem seiner Gefährten. Denn hätten diese Menschen etwas falsch gemacht, dann hätte der Gesandte Allahs ihnen widersprochen und sie berichtigt. Interpretationsspielraum gibt es lediglich bei den Qur’anversen, die von wissenschaftlichen Tatsachen sprechen und somit zur Zeit des Propheten Muhammad noch nicht verstanden werden konnten. Das jedoch sind dann keine Aussagen, die heutzutage anders interpretiert werden als damals, sondern es sind Aussagen, die in der heutigen Zeit und mit den gegenwärtigen Erkenntnissen erstmalig gedeutet werden konnten.

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@gottergeben70

Oftmals wird den Muslimen mit Verweis auf die vier Rechtsschulen vorgeworfen, sie seien sich selbst nicht über ihre Angelegenheiten einig. Doch diese auf vier bedeutende islamische Gelehrte zurückgehenden Rechtsschulen unterscheiden sich lediglich in speziellen Detailfragen und sind außerdem, was das Kopftuch anbelangt, einer Meinung, nämlich dass es verpflichtend ist. Auch wenn es im Islam keinen Klerus gibt, der die Gesamtheit der Gläubigen leitet und führt, so gibt es doch Gelehrte, an die sich der Muslim in religiösen Fragen wenden kann und im Qur’an findet sich folgende Aussage:

„Oh, die ihr glaubt, gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten und den Befehlshabern unter euch! Wenn ihr miteinander über etwas streitet, dann bringt es vor Allah und Seinen Gesandten, wenn ihr wirklich an Allah und den Jüngsten Tag glaubt.“# (4:59)

Hier wird Bezug genommen auf die Gelehrten des Islams, denen die Gläubigen folgen sollen. Jeder der Gelehrten muss aber wiederum Bezug nehmen auf den Qur’an und auf die Sunnah, damit seine Meinung Anerkennung findet. Eine Meinung oder vielmehr Behauptung ohne Beweis aus diesen beiden islamischen Quellen wird nicht akzeptiert. Die Gelehrten des Islams werden also von den Gläubigen selbst immer wieder überprüft und beurteilt und besitzen nicht uneingeschränkte oder unanfechtbare Befehlsgewalt. Daher sagte auch der Prophet Muhammad :

„Meine Ummah gelangt zu keinem Konsens, wenn es sich um einen Irrtum handelt.“

Dieser Hadith untermauert die übereinstimmende Meinung der Gelehrten bezüglich des Kopftuches der Frau und beweist deren Richtigkeit.

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@gottergeben70
Wird das Kopftuch explizit im Qur’an erwähnt?

Zunächst einmal ist die Aussage:

„Das steht aber nicht im Qur’an.“

eine Aussage, an der grundsätzlich ein Mensch zu erkennen ist, der nichts über den Islam weiß. Denn es werden für alle Fragen und Angelegenheiten immer beide islamische Quellen herangezogen, nämlich Qur’an und Sunnah. Eindeutig ist im Qur’an zu lesen:

„Wer dem Gesandten gehorcht, der gehorcht Allah, und wer sich abkehrt, - so haben Wir dich nicht als Hüter über sie entsandt.“ (4:80)

„Sag: Gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten. Doch wenn sie sich abkehren, so liebt Allah die Ungläubigen nicht.“ (3:32)

Es ist demnach nicht möglich, sich ausschließlich an den Qur’an zu halten und die Sunnah außer Acht zu lassen. Behauptet jemand, dass dies möglich sei, so leugnet er Qur’an und Sunnah gleichzeitig. Außerdem wird eine solche Person von Allah im Qur’an (siehe oben) als Ungläubiger beschrieben. Die Sunnah umfasst alles, was der Prophet Muhammad saws getan, gesagt oder was er erlaubt hat und auch sie ist Teil der Offenbarung und nicht Muhammads saws eigenen Gedanken und Vorstellungen entsprungen:

„und er redet nicht aus (eigener) Neigung. Es ist nur eine Offenbarung, die eingegeben wird.“ (53:3-4)

Es gibt viele Angelegenheiten, die im Qur’an zwar nicht beschrieben werden, die aber dennoch religiöse Pflicht sind. So ist es dem Mann beispielsweise verboten Goldschmuck zu tragen, der Frau hingegen ist es erlaubt. Auch die für den Mann verpflichtende Beschneidung geht nur aus der Sunnah hervor und ist nicht im Qur’an verzeichnet.

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@gottergeben70

So gibt es auch authentische Überlieferungen des Propheten Muhammad saws, aus denen hervorgeht, dass die damaligen Frauen sich zu verhüllen pflegten und diese Überlieferungen stehen ergänzend zu den entsprechenden Qur’anversen. Beispielhaft sollen hier die Berichte genannt werden, in denen der Prophet Muhammad saws den Frauen während der Pilgerfahrt das Tragen eines Gesichtsschleiers und das Tragen von Handschuhen untersagte und in denen Aisha ( r. a. ) die sie begleitenden Frauen anwies, ihre Tücher (vom Kopf aus) vor das Gesicht zu ziehen, wenn Männer ihren Weg kreuzten. An diesen beiden Überlieferungen ist deutlich zu erkennen, dass es für die Frauen der Normalfall war, sich zu bedecken. Weiterhin wies der Prophet saws einen Mann an, einen bestimmten Anteil von mitgebrachtem Stoff als Schleier für seine Frau zu verwenden und er hob noch einmal hervor, dass von ihrem Körper nichts zu sehen sein dürfe. Aus dem gleichen Grund geschah es auch, dass Aisha ( r. a. ) den zu dünnen Schleier einer Frau gegen einen dickeren austauschte.

Doch auch im Qur’an finden sich Beweise über die die Frau betreffenden Kleidungsvorschriften:

„Und sag zu den gläubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham hüten, ihren Schmuck nicht offen zeigen, außer dem, was (sonst) sichtbar ist. Und sie sollen ihre Kopftücher auf den Brustschlitz ihres Gewandes schlagen und ihren Schmuck nicht offen zeigen, …“ (24:31)

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@gottergeben70

Dieser Vers aus dem Qur’an muss so verstanden werden, wie ihn die ersten Muslime zur Zeit des Propheten Muhammad saws verstanden haben. Diese Vorgehensweise wurde weiter oben bereits eingehend erläutert. Die Behauptung, der Vers könnte anders verstanden werden, als es die Muslime tun, ist aus diesem Grunde schlichtweg inakzeptabel. Selbst ohne Beachtung der Aussagen des Propheten Muhammad saws und nur mit dem reinem Menschenverstand kann die Behauptung, der Vers könne dahingehend interpretiert werden, dass die Frau ihren Busen bedecken soll, abgelehnt werden. Denn zunächst einmal ergibt sich aus dem grammatikalischen Konstrukt dieses Verses im arabischen Originaltext ein direkter Befehl an die Frauen. Ein Befehl wäre aber überflüssig, wenn es sich nicht um etwas Neues handeln würde, das die Frauen bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht praktiziert haben. Da die Frauen der damaligen Zeit jedoch nicht grundsätzlich mit freiem Oberkörper auf die Straße gingen, ist eine solche Interpretation völlig abwegig. Sie würde den Sinn einer Offenbarung mit Geboten an die Menschen ad absurdum führen, wenn diese sich ohnehin entsprechend verhielten. Ebenso wäre es in Deutschland überflüssig, ein neues Gesetz einzuführen, durch das es den Menschen verboten wäre, nackt über die Straße zu spazieren, weil ein solches Verhalten ohnehin unüblich ist.

Alternativ bleibt nur die Interpretation der Muslime übrig, die von den nicht-muslimischen Interpreten ja auch nicht direkt abgestritten sondern lediglich in Frage gestellt wird. Aus dieser Erläuterung der Qur´anverse, die beispielsweise auf ibn Abbas (r.a.), dem Cousin des Propheten , zurückzuführen ist, geht hervor, dass die Frau alles bedecken muss, bis auf Gesicht und Hände. Weiterhin wurde von Aisha (r.a.), einer der Ehefrauen des Propheten Muhammad , überliefert, dass die Frauen der damaligen Muslime sich, als der oben genannte Vers offenbart wurde, ihre Köpfe sofort mit von ihren Unterkleidern abgetrennten Stoffstreifen bedeckten.

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@gottergeben70

Schon allein aus diesen Erklärungen geht eindeutig eine Pflicht zur Verhüllung der Frau hervor, doch es gibt noch weitere Beweise:

„… Und wenn ihr sie um einen Gegenstand bittet, so bittet sie hinter einem Vorhang (Hijab).“ (33:53)

Auch hier wird wieder eine Missdeutung des Verses versucht, indem das Wort Hijab als „eine gedachte Distanz, durch die Schutz entsteht“ übersetzt wird. Durch das Einsetzen dieses Ausdrucks in den oben genannten Vers, ergibt der jedoch keinen Sinn mehr. Die einzig richtige Deutung ist die von den zur Zeit der Offenbarung lebenden Frauen praktizierte und durch den Propheten Muhammad saws bestätigte.

Weiterhin steht im Qur’an:

„Oh Prophet, sag deinen Gattinnen und deinen Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen etwas von ihrem Überwurf über sich herunterziehen.“ (33:59)

Das in diesem Vers verwendet Wort Jilbab ist nach Aussage der Gefährten des Propheten Muhammad saws ein Kleidungsstück, das die Frau von Kopf bis Fuß komplett bedeckt. Laut dem Arabisch – Wörterbuch von Langenscheidt ist ein Jilbab ein Schleier oder Vorhang und das Wort Khimar (das in Vers 24:31 verwendet wird) wird ebenfalls als (Gesichts-) Schleier übersetzt. Wie nun deutlich herausgestellt wurde, müssen zwingend beide Quellen ergänzend nebeneinander betrachtet werden. Selbst, wenn das Kopftuch nicht wortwörtlich im Qur’an erwähnt wird, so wird doch von der Verhüllung der Frau gesprochen und wie diese auszusehen hat, geht aus der Sunnah des Propheten Muhammad saws hervor. Dies sind Beweise, die jeder gläubige Muslim akzeptiert.

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@gottergeben70
Die Arroganz des Westens

Die Diskussion über die Bekleidung der Frau ist an sich erst vor einigen Jahren aufgekommen, bis zu diesem Zeitpunkt sind die islamischen Vorschriften nicht in Frage gestellt worden. Die sich verbreitende Nacktheit der westlichen Frau soll sich nach deren Auffassung auch auf die muslimische Frau erstrecken und somit wird versucht, ihre religiöse Überzeugung in Zweifel zu ziehen und erst dadurch ist der Ruf nach einer Neuinterpretation des nun nicht mehr als zeitgemäß geltenden Qur’an laut geworden. Wie bereits ausführlich erläutert, gilt aber nicht das Verständnis der westlichen Frau als Maßstab für den Qur’an und seine Bedeutung, sondern das Verständnis der Propheten Muhammad saws und seiner Gefährten sowie deren Frauen. Eine Diskussion unter dem häufig verwendeten Begriff „Leitkultur“ sollte grundsätzlich abgelehnt werden, da dieser immer eine Abwertung und Erniedrigung anderer Kulturen beinhaltet und somit nicht zu einem sachlichen Austausch führen kann. Resultierend aus solchen Schlagworten wird leider auch immer wieder die Forderung nach „Anpassung“ erhoben. Kann unter solchen Voraussetzungen tatsächlich noch von Religionsfreiheit und dem Schutz der persönlichen Rechte des Individuums gesprochen werden? Sind Muslime in Deutschland und Europa tatsächlich nur dann willkommen, wenn sie als Muslime gar nicht mehr zu erkennen sind? Mit welchem Recht wird dann noch die viel gelobte „Freiheit“ des Westens hervorgehoben, wenn diese Freiheit im Grunde genommen nur dann besteht, wenn Andersgläubige, Andersdenkende etc. sich der Masse anpassen oder ansonsten fortgejagt werden?

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@gottergeben70

Auch Mitleid ist völlig unangebracht, denn die meisten muslimischen Frauen tragen ihr Kopftuch aus religiöser Überzeugung und mit Stolz.

Möglicherweise können nicht-gläubige Frauen eine solche Liebe zu Gottes Geboten nicht nachvollziehen, doch gibt es sicherlich im Leben der überwiegenden Mehrheit der Menschen etwas, dem sie sich hingeben und für das sie gerne Schwierigkeiten in Kauf nehmen und für das sie sich gerne anstrengen. Warum steht der muslimischen Frau dieses Recht nicht zu? Warum wird sie aufgrund eines Stück Stoffs für unterdrückt erklärt oder als dumm und ungebildet abgestempelt? Beweist nicht vielmehr derjenige einen Mangel an Bildung und Intelligenz, der eine Frau aufgrund ihrer Kopfbedeckung aburteilt und glaubt, daraus ihre Bildung, ihre Denkfähigkeit und Klugheit – kurz ihren Charakter an sich sowie ihre familiäre Situation ableiten zu können? Der Verzicht auf das, was in europäischen Ländern als Freiheit betrachtet wird (wechselnde Geschlechtspartner, Diskotheken, und Ähnliches) spielen im Leben einer solchen Frau keine Rolle und sie ist trotzdem glücklich, selbst wenn eine nicht-gläubige Frau dies vielleicht nicht nachvollziehen kann, denn sie hat einen völlig anderen Lebensstil und verfolgt andere Ziele.

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@gottergeben70
Abschließend

lässt sich noch sagen, dass das Tragen des Kopftuches keine Provokation innerhalb der europäischen Gesellschaften darstellen soll, es ist kein politisches Symbol oder Ähnliches, es ist eine religiöse Pflicht, die die muslimische Frau ihrem Schöpfer zuliebe erfüllt. Daher muss sie auch nicht davon befreit werden und

falls ihr jemand helfen möchte,dann kann er dies tun, indem er sie unterstützt und dazu beiträgt, dass sie ohne Einschränkungen in diesem demokratischen Land ihrer Religion nachgehen kann, wobei das Kopftuch ein Teil davon ist.

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Salam, ja es ist vorgeschrieben. Trotzdem kann man daraus nicht schliessen das auch Frauen, die ihren Kopf bedecken auch immer gute Muslima sind. Ich kenne einige tiefgläubige Muslima ohne Kopftuch mit sehr sauberem Glauben und andererseits Kopftuch tragende Frauen, die sich nicht sehr muslimisch verhalten, leider.

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