Kopftuch für Muslime in der Schule?

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Das Ergebnis besteht aus 23 Abstimmungen

Jeder wie er mag. 47%
Kopftuch - nein! 26%
Kopftuch - ja! 17%
Nur solange Deutsche es auch dürfen. 8%

21 Antworten

Jeder wie er mag.

Zunächst mal: Der Gegensatz Muslime/Deutsche ist falsch. Das eine ist eine Religionszugehörigkeit, das andere eine Staatsangehörigkeit. Das darf man nicht vermischen.

Jeder wie er mag, ich bin gegen Verbote! Aber ich lehne das Kopftuch in der Schule trotzdem ab und warne davor.

Mir geht es bei meiner Anwort nicht um die Ablehnung religiöser Zeichen, erst recht nicht um die Diskriminierung von Muslimas.

Es geht mir um die Missverständlichkeit des Kopftuches als Symbol in Europa, also eigentlich um eine praktische Frage.

Das Abnehmen der Kopfbedeckung beim Betreten eines Gebäudes ist eine
Frage des Respektes von anderen. Das gilt für Kopftücher und Schleier
genau so wie für Baseballkäppis. Es gibt da nur sehr wenige
traditionelle Ausnahmen.

Das Kopftuch ist eine Kopfbedeckung für draußen. Wer in deinem Gebäude eine Kopfbedeckung trägt, sagt damit "ich bin nicht angekommen" oder "ich bin gleich wieder weg."

Wer die Ohren bedeckt hält, schirmt sich damit ab. Er/sie zeigt damit, dass er/sie nicht angesprochen werden will. Das gilt für den Mönch in der Kirche, der zu seinem persönlichen Gebet die Kaputze seines Habits über den Kopf zieht genau so, wie für den pubertierenden Teenager, der im Unterricht die Kaputze seines Kaputzen-T-shirts auf hat und damit zeigt, dass er nicht am Unterricht interessiert ist. Und es gilt auch für Kopftuch und Schleier. Durchaus im ursprünglichen Sinne, nämlich damit die Frauen auf der Straße(!) nicht von Fremden angsprochen wurden.

Um zu zeigen, dass man nach den Regeln seiner Religion lebt, kann man andere Mittel wählen. Der im Koran für Frauen außerhalb von Gebäuden(!) vorgesehene Überwurf soll ja nur zeigen, dass die Frau weder Sklavin noch Luder ist. Dazum genügt aber der Verzicht auf tiefen Ausschnitt, bauchfreie Kleidung und Mini-Mode. Ich selbst zeige auch nicht merh haut als unbedingt nötig.

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Kommentar von Bodybuilder99
03.05.2016, 10:14

gleicher Meinung

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Jeder wie er mag.

Mir ist es total egal, solange die Mädchen es freiwillig tragen und nicht von ihren Eltern gezwungen werden. Ist natürlich schwer zu kontrollieren...

Ich bin ja auch mit meiner Kreuzkette in der Schule rum gelaufen, natürlich wir sind ein christliches Land, aber das hätte die Muslime in meiner Klasse ja auch stören können, genau so wie der Buddha auf der Federtasche meiner Lehrerin.

Ich finde aber, dass alle Menschen an allen "Veranstaltungen" in der Schule teilnehmen sollten, ganz egal welcher Religion sie angehören.

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Jeder wie er mag.

Im Grunde bin ich der Meinung, dass jeder nach seiner Fasson glücklich werden sollte. Also gehen Kreuze als Anhänger und das Kopftuch, von mir aus auch Pentagramme und Thorshammrt als bloßes Zeichen der jeweiligen Geisteshaltung vollkommen in Ordnung, wenn man sie in der Öffentlichkeit trägt.

Bei Amtsträgern wie Polizisten und vor allem Lehrern ist es aber etwas anderes. Auch in Klassenräumen haben diese Symbole nichts zu suchen (außer sie sind Gegenstand des Unterrichts). Die Schule ist ein neutraler Ort. Beamte, die unseren Staat und damit Toleranz und Freiheit aller Religionen repräsentieren, dürfen ihre persönlichen Positionen, weder ihre politischen noch religiösen, nach außen an ihre Mitbürger herantragen, weil sie damit eine Bevorzugung eben jener Gemeinschaft zum Ausdruck bringen. Sie sind in ihrem Amt aber nicht Christ, nicht Moslem, nicht Jude aber auch nicht Sozialdemokrat, Grüner oder Liberaler. Lehrer nehmen mir ihrem Erziehungsauftrag eine ganz besondere Stellung ein. Sie dürfen ihre Positionen erst recht nicht an Schutzbefohlenen herantragen, da ihre Schüler ansonsten bereits bei ihrem bloßen Anblick das Gefühl haben, sie müssen sich ihren Lehrern gegenüber anders verhalten, als wenn dieser diese Symbole nicht tragen würde. 

Ich bin ein entschiedener Gegner von Unterdrückungsmode wie der Burka. Die hat nichts mehr mit freiwilliger Religionsausübung zu tun, sondern nur mit einem Frauenbild, dem ich jedes Existenzrecht abspreche. Sich zu vermummen ist in Deutschland nicht gestattet, andere Menschen in ein bestimmtes Weltbild zu nötigen sogar eine schwere Straftat. Die Burka muss verboten werden.

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Kopftuch - nein!

Ich finde es nicht gut, weil wir uns hier trotz aller Nächstenliebe & Toleranz eben nicht im arabischen/muslimischen Raum befinden. 

Ein Problem habe ich mit Kopftüchern zwar nicht, aber ich finde dass wer hier leben & die entsprechenden Vorteile für sich nutzen möchte sich auch zu integrieren hat. Kopftücher können privat gern getragen werden, an der Schule halte ich es aber für unpassend.

Parallelgesellschaften sind nichts Erstrebenswertes, werden durch solche Optionen aber leider angeschürt. 

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Jeder wie er mag.

Zunächst muss nach Lehrern und Schülern unterschieden werden.

Schüler: Im Prinzip sollte jeder tragen, was er möchte. An ein weibliches Gegenüber mit Kopftuch habe ich mich (noch) nicht gewöhnt, aber bauchfrei im Sommer irritiert mich auch. Bis in die Nachkriegszeit haben auch deutsche Frauen noch oft ein Kopftuch getragen, das ist abhängig vom Zeitgeschmack. Ich kann darin kein Zeichen sehen, das automatisch für die Unterdrückung der Frau wirbt. Burka ist etwas ganz anderes, da bin ich für Verbot, wie bei Vermummung während Demonstrationen (Nichtidentifizierbarkeit).

Wo ein Kopftuch eine Gefährdung (am Arbeitsplatz) bewirkt, gehört es nicht zugelassen. Daran müssen sich auch Muslima halten. Ähnlich wie Langhaarige.

Lehrer: Ein Verbot religiöser Symbole würde zu weit führen. Darf ein Lehrer auch kein Kreuz als Anhänger tragen? Eine Lehrerin, die ein Kopftuch als Kampfsignal gegen vom Grundgesetz geschützte Werte trägt, wird auch sonst anecken und ist dann nicht als Lehrerin geeignet. Das allein am Kopftuch festzumachen, ist aber nicht gerechtfertigt.


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Kommentar von Schnoofy
03.05.2016, 09:31

Das allein am Kopftuch festzumachen, ist aber nicht gerechtfertigt.

Das ist für mich der entscheidende Satz!

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Kopftuch - nein!

Ich bin dagegen.

1. Die Schule sollte ein neutraler Boden sein und nicht Propagandabasis zur Verbreitung diverser Ideologien. Das muslimische Kopftuch ist kein modisches Accessoire, sondern ein politisches Bekenntnis zu einer Ideologie, deren Ziel das Ausschalten der individuellen Freiheit ist. Rechtsextreme Symbole sind in der Schule ja auch verboten (ob andere politische Symbole ebenfalls, weiss ich nicht, fände es aber angebracht).

2. Die Schule soll auf Gemeinsamkeiten aufbauen, nicht auf Trennendes. Religionen trennen. Hier Kopftuch, dort Kippa, dort Riesenkruzifix - da sind Konflikte vorprogrammiert. Hingegen für einige Stunden seine Religion aussen vor zu lassen, macht den Blick auf den Menschen frei. Da sehe ich plötzlich nicht mehr die Katholikin, sondern die schüchterne Katia, nicht mehr die Muslima, sondern die lustige Eleonore, nicht mehr den Juden, sondern den frechen Daniel. Das ist eine gute Übung fürs Leben.

3. Ein Verbot bietet einen Ausweg für Mädchen, die das Kopftuch nicht freiwillig tragen, sondern unter dem Druck ihrer Familie. Erst vor einigen Tagen hat eine Nutzerin hier gefragt "Ich traue mich nicht, meinem Vater zu sagen, dass ich kein KT tragen will. Gibt es keine Schule, die KT verbietet?" (Antwort: Nein,  gibt es nicht. Pech gehabt.)

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Kopftuch - nein!

Ganz einfach:

Wir sind eine säkulare/laizistische Republik - Religion ist Privatsache -

Das Kopftuch (und Schlimmeres) gilt heute als religiöses Symbol, welches in öffentlichen Institutionen - wie Schulen - nichts zu suchen hat.

Deshalb bin ich genauso gegen das Tragen von Kreuzen und von orangenen Tibetbuddhismuskutten oder Turbanen von Sikhs etc.

Allerdings würde ich es begrüßen, wenn muslimische JUNGS in der Schule Kopftuch tragen würden:) - Das stell' ich mir echt erheiternd vor - Könnte den Unterricht (zumindest kurzfristig) enorm anreichern!

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Nur solange Deutsche es auch dürfen.

Bin zwar kein Deutscher, aber du verstehst, wie es gemeint ist.

Wenn's die einen dürfen, sollen's die anderen bitte auch dürfen. Die Gleichberechtigung ist ja mal die Grundlage unserer schönen westlichen Werte.

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Kommentar von Deponensvogel
03.05.2016, 15:18

Das erinnert mich auch an die bodenlose Frechheit von den Passfotos bei uns. Ich weiß nicht, wie das in Deutschland ist, in Österreich dürfen sich die Muslimas aber im Reisepass mit voller Montur ablichten lassen. 

Logisch! Bitte nicht lächeln, sonst erkennen wir Sie nicht! Aber es ist okay, wenn das Foto fast sieben Jahre alt ist und ich dort wie mein kleiner Bruder aussehe. Und natürlich ist es okay, wenn man nur das halbe Gesicht sieht, solange die andere Hälfte aus religiösen Gründen verhüllt wurde.

O Gleichberechtigung!


PS: Und ja, das mit den Deutschen ist dumm ausgedrückt. Aber, so traurig es auch sein mag, ich hab's so verstanden, wie es gemeint war.

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Jeder wie er mag.

Bei uns sind auch Muslime mit Kopftuch in der Klasse. Ich habe kein Problem damit. Meinetwegen kann jeder tagen was er will. Desweiteren hat jeder das Recht seine Religion frei ausüben zu dürfen.

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Schülerinnen sollen machen was sie wollen. Aber ich bin strikt dagegen, dass Lehrerinnen Kopftuch tragen. Denn Lehrer haben eine Vorbildfunktion.

Das Kopftuch ist ein Symbol für die Unterdrückung der Frau, und eine Lehrerin mit Kopftuch signalisiert, dass es in Ordnung ist, Frauen zu unterdrücken.

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Kommentar von MrHilfestellung
03.05.2016, 09:05

Ein Kopftuch ist ein Symbol für den Islam, nichts anderes.

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Kommentar von halloschnuggi
03.05.2016, 10:02

Die arme unterdruckte muslima mit ihrem Kopftuch durfte studieren trotz der Unterdrückung ahsoooo alles klar.

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Jeder wie er mag.

Kopftuchverbote schrenken die Religionsfreiheit ein. 

In Bayern dürfen Nonnen mit Kopftuch unterrichten, aber Muslimas ist dies verwehrt. Das ist keine Gleichberechtigung.

Übrigens finde ich die Option "Nur solange Deutsche es auch dürfen" Quatsch, da die meisten Muslime in Deutschland Deutsche sind.

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Kommentar von martinzuhause
03.05.2016, 09:02

auch eine nonne darf in eienr staatlichen schule keine religösen symbole tragen. nur darum geht es.

das ist gleichberechtigung

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Kopftuch - nein!

Muslime sollen sich erst mal an die bodenständige Kultur gewöhnen und nicht Lehren des Islamfaschisten Erdogan oder des Islamischen Staats hier kundtun.

Wer das nicht will kann ja auswandern, zum Beispiel nach Saudi-Arabien oder den Iran.

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Ich finde den Gedanken es nicht tragen zu dürfen schrecklich... Jeder sollte selbst entscheiden was er trägt oder anzieht.

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Kommentar von Hummingtide
03.05.2016, 12:45

Seh ich auch so. Problem ist nur, dass die Moslems Kopftücher tragen dürfen, Christen, Juden, Buddhisten etc. aber nichts dergleichen.

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Kommentar von halloschnuggi
03.05.2016, 13:45

Christen haben einen Kreuz (eigentlich auch Kopftuch), die juden eine kippa und bei frauen ein Kopftuch , was die Buddhisten tragen weiß ich nicht.

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Kommentar von halloschnuggi
03.05.2016, 13:45

Solange es aus religiösen Gründen ist kann niemand dagegen sein.

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Jeder wie er mag.

Einige Schulen haben ja schon versucht, Kopftuchverbote für junge Muslimas durchzusetzen und sind vor Gericht (zu recht) gescheitert. Es gilt also: Jeder nach seiner Fasson.

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Also ist damit gemeint das die Lehrerinnen dan Kopftuch tragen dürfen ?

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alles was mit religion zu tun hat, sollte ausschließlich nur privat ausgelebt werden und gehört nicht in eine staatliche oder öffentliche institution.........

deshalb NEIN zum kopftuch, NEIN zum religionsunterricht, NEIN zur geschlechtertrennung, NEIN zu allen diesen dingen..............!!!!

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Jeder wie er mag.

Ich bin für Religionsfreiheit und finde man sollte seinen Glauben ausleben dürfen, egal wo man ist.

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Kopftuch - ja!

Jedem seins 1 und zweite habe ich das auch vor außerdem gibt es hier gleichbehanflungsgesetz das nimmt auch die religion ein

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Nur solange Deutsche es auch dürfen.

Mich nervt lediglich, dass es heißt das wir Deutsche keine Kopfbedeckungen tragen dürfen, weil es ja unhöflich ist in einem Gebäude, die Muslime aber ihr Kopftuch tragen dürfen.

Gleiche Behandlung für alle (und das religionsunabhängig)!

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Kommentar von goali356
03.05.2016, 09:02

Beim Kopftuch handelt es sich aber um ein Religiöses Symbol., was Lehrern auch bekannt ist. Von Mützen, Kaputzen etc.. kann man dies nicht behaupten. Daher wirkt dies respektlos und ist meist zurecht verboten.

Wenn eine deutsche dagegen an dem Islam glaubt, dürfte sie im Unterricht genauso wie Muslime aus anderen Ländern ein Kopftuch tragen.

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Kommentar von halloschnuggi
03.05.2016, 10:05

Du kannst ja einw kippa tragen...

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Jeder wie er mag.

Genau, jeder sollte seinen Glauben leben/zeigen dürfen und den anderen eben auch. Ohne Anfeindungen, fertig!

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