Kopfschmerzen beim Karten legen?

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4 Antworten

Ich weiss nicht mit welcher Technik Du legst, spontan würde ich ein anderes Deck nehmen und sie soll die Karten nicht anfassen. Ausserdem sagt sie Dir nicht die Wahrheit!

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Kommentar von talpar62
21.03.2016, 23:12

Ich habe 2 verschiedene legungen gelegt bei beiden hatte ich so dolle Kopfschmerzen dannhat sie einzelne Fragen gestellt da hatte ich wieder doll kopfschmerzen
Und sie hat geweint und hatte eine angsthabende Energie

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Deine Kopfschmerzen sind eine reine Spannungsreaktion auf diese für Dich schwierige Kundin - daran ist nichts "spirituell".

Sie stresst Dich mit dem emotional geladenen Paket von Anspannung und Angst, das sie ausstrahlt. Das hat weder mit dem Deck noch mit Kartenlegen ansich zu tun, es ist eine rein menschlich-emotionale Sache, auf die Du hier  verständlicherweise empfindlich reagierst.

Menschen mit derart aufgestauten Emotionen können auf andere Menschen exakt so wirken und Kopf- und Nackenschmerzen, aber auch Unruhe, Konzentrationsmangel und sogar Aggressionen bei anderen Leuten auslösen. Und in diesem Zustand bringst Du dann auch nichts Brauchbares zustande.

Wenn Du einigermaßen Ahnung von psychologischen Themen und Hintergründen hättest, würdest Du diese Dinge besser "orten" und einsortieren und auch sinnvoll auf ihre innere Spannung und emotionale Stimmung eingehen können - nur Kartenlegen anhand irgendwelcher gläubigen Vorstellungen und Weltbilder reicht nicht für eine gute menschliche Beratung mit Karten. Der Tarot bietet sich förmlich an, sich einmal tiefer nicht nur in spirituelle Dinge, sondern auch in psychologische Themen hinein zu begeben, hier gäbe es eine Menge zu lernen.

Tarot ist weniger esoterisches Trallala als pure Tiefenpsychologie. Mancher Tarot-Kartenleger hat dies noch nicht "bemerkt" und verstanden und geht mit Tarot fälschlicherweise eher als etwas "Magischem" um - oder er hat kein Händchen für Psychologie und erkennt Psychologie selbst beim Kartenlegen mit Tarot nicht, wenn er ihr begegnet.

Wo Psychologie gefragt ist, ist mit rein spirituellen Ansichten nicht gut geholfen, insbesondere dann nicht, wenn es um Ängste geht. Die sollten grundsätzlich so nahe wie möglich an der realen Lebenssituation besprochen werden. Solche Klienten brauchen vor allem eines nicht: Aussagen über Zukünftiges. Sie brauchen im Gegenteil eine Analyse der jetzigen Situation, denn nur das Verstehen der Dinge, die waren und jetzt sind, kann bewirken, dass Angst sich legt und der Boden unter den Füßen fester wird. Sie sollte eine knackige, griffige Lebensberatung erhalten, keinen esoterischen Firlefanz, keine Zukunftsorakelei. Eine solche Beratung geht auch mit Karten, sie müssten nur als das gebraucht werden, wofür sie ursprünglich gedacht waren.

Tarot ist NICHT zur Zukunftsschau gedacht, sondern zur Analyse bestehender innerer und äußerer Situationen im Leben von Menschen. Ihre innere "Situation" fliegt Dir um die Ohren, ihre äußere kennst Du sicher. Eine Analyse über die Karten plus Beratung an der Realität ist aber wesentlich komplizierter als zu orakeln. Was machst Du mit den Karten?

Darf ich fragen, ob ihre Lebenssituation etwas ist, das Du von Deinem Alter und auch von Deinem Erfahrungshintergrund her sachlich "bedienen" kannst?

Bitte entschuldige, wenn ich Dir sage, dass Du hier einer Antwort, die unbrauchbaren esoterischen Firlefanz enthält, den Stern gegeben hast. Als Kartenleger haben wir eine Menge ernsthafte Verantwortung, insbesondere, wenn sich Menschen in nervlichen oder seelischen Ausnahmesituationen an uns wenden. Du hast mit dieser Dame kein Problem, das irgendwie "spirituell" zu lösen wäre, kein anderes Kartendeck oder das Vermeiden der Berührung des Decks sind hier eine vernünftige und erwachsene Lösung. Dein Problem mit der Kundin ist rein psychologisch - bei ihr und auch bei Dir.

Das Problem ist: Du hast nicht gelernt, mit dem Ausduck psychischer Problematik bei Deinem Gegenüber sorgsam umzugehen, solche Dinge richtig einzuordnen und damit verantwortungsvoll und souverän zu händeln - vor Dir selbst und vor der Kundin.

In solchen Situationen psychologisch sinnvoll agieren zu können bedeutet zu allererst auch dies:

- Zwischen eigenen Emotionen und denen des Gegenübers sauber und messerscharf unterscheiden zu können - dies währed des gesamten Kartenlegens und Gesprächs.

- die eigenen Emotionen im Griff zu haben

- eine gesunde emotionale Distanz einnehmen zu können

- die Hintergründe für die emotionalen Ausbrüche der Kundin nach zu vollziehen und letztlich auch

- zu wissen, was zu tun ist und der Kundin wirklich helfen würde. Dies kann keine Zukunftsorakel-Hoffnungspille sein, sondern ein Gespräch dicht an der Lebenssituation der Kundin - mit kompetenten Erklärungen und realistischem Rat.

Sie braucht keine zweifelhafte Beruhigung über Zukunftsaussagen, sondern Hilfe bei der Einnahme anderer und besserer Perspektiven auf die angstauslösende Situation - und dazu konkrete sinnvolle Vorschläge und Anregungen, wie sie in ihrer Situation handeln könnte, um die Dinge zu verändern, Einfluss zu nehmen... oder auch mit Schwierigkeiten, die sich nicht "mal eben" bessern oder beenden lassen, zumindest besser und weniger ängstlich umzugehen.

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Kommentar von MissMarplesGown
23.03.2016, 05:55

OK, @talpar62... Dein Profil behauptet nicht nur, dass Du "12" Jahre alt bist, sondern vor allem auch, dass Du rückwärts alterst. (Das ist ziemlich spooky, oder?)

Meine Antwort ist daher wohl sozusagen das Ernstzunehmendste an dieser Frage hier.

Das Beispiel in Deiner Frage zeigt trotz wahrscheinlichem Fake sehr gut, was hier und da beim Kartenlegen (ausgelöst durch Kunden wie die oben beschriebene, denn solche gibt es) geschieht - und das ist tatsächlich ein Problem. Insbesondere Kartenleger, die überwiegend "Orakel" bedienen, haben öfters einmal solche "schwierigeren" Kunden, da sie entsprechende Kundschaft anziehen, die das Klischee von Kartenlegen bedient finden will, da dies ihren Vorstellungen von "Macht, Schickal, Glück/Unglück" entspricht - und der Vorstellung, der Mensch sei hier ausgeliefert und habe selbst wenig Einfluss.

Daher, liebe Kartenlege-Interessierte: Solche Fälle kommen vor, sind schwierig zu händeln und es gibt Erklärungen und Antworten dazu.

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Ich denke du verstehst die Wahre bedeutung von Tarot nicht.

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Sorry, ich glaube nicht daran.

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Kommentar von MissMarplesGown
23.03.2016, 05:20

Ich glaube auch nicht an Tarot - und ich bin Kartenlegerin seit 27 Jahren. Ich habe Tarot verstanden, da gibt es nichts zu "glauben". GLAUBEN ist etwas für diejenigen, die Tarot nicht (ganz) verstanden haben.

Tarot ist kein Zauberwerkzeug, keine Magie, nichts "Wundersames" und "Geheimnisvolles", sondern reine Tiefenpsychologie. Und Psychologie war zuletzt "Magie", als man auch geglaubt hat, dass die Nachbarin auf ihrem Besen zur Walpurgisnacht reitet, wenn niemand hinsieht.

Heute weiß man, "Psychologisches" ist ganz weltliche Geisteswissenschaft - über den ganz normalen und manchmal zeitweise etwas spinnerten Menschen - was ebenfalls normal ist! ;-)

Du musst wissen, dass es auch unter Kartenlegern "Gläubige" und "nicht Gläubige" gibt. Denn zum Kartenlegen gehört absolut nicht, dass man hierbei gläubig sein muss. Das Kartenlegen selbst braucht keinen Glauben, mancher Kartenleger braucht den Glauben. Aus ganz persönlichen Gründen und Entscheidungen heraus - nicht aber deshalb, weil er Karten legt. Er wäre auch ohne Kartenlegen gläubig. Aber mancher Kartenleger wäre womöglich gar nicht "gläubig", wenn ihm einmal jemand ordentlich erklären würde, was Kartenlegen tatsächlich ist und warum man hierzu nicht in Glaubenskonzepte einsteigen muss.

Lass Dich nicht irritieren durch Kartenleger, die von Wesen aus anderen Sphären, von Engeln oder "Akasha-Kroniken" reden - sie vertreten nicht "DEN" Kartenleger schlechthin, denn dies ist absolut nicht allgemeiner "Standard". Sie wissen womöglich nur nicht, wie umfangreich und weit unser Unterbewusstsein funktioniert und wozu es in der Kommunikation mit dem Unterbewusstsein anderer Leute fähig ist. Das Unterbewusstsein ist menschliche Psychologie, nicht "Esoterik".

Kartendecks sind auch kein "heiliges" Ding mit geheimnisvollen Kräften (meine Karten darf jeder berühren und sie sich beliebig ansehen), sondern sie sind bedruckte Pappe. Sie müssen weder "entladen", "gereinigt" oder "geweiht" werden, noch kann jemand anders das Deck einer Kartenlegerin durch Berührung entweihen. Das ist eine persönliche Glaubensvorstellung, an der manche aus rituellen Gründen festhalten möchten, aber es ist kein allgemein geglaubter Fakt. Ich lege seit vielen Jahren gleich gut Karten, egal, ob mit meinen Decks oder mit denen anderer Leute - oder mit nagelneuen aus der Packung.

Das Unterbewusstsein des Kartenlegers bzw. das seines Klienten, wenn der Kartenleger nicht selbst die Karten mischt, sind hier die Ebenen, auf denen die wesentlichen Dinge geschehen. Darum ist die Fragestellerin auch so mächtig mit den emotionalen "Turbulenzen" ihrer Kundin kollidiert. Weil diese durch ihr Unterbewusstsein hindurch gehen wie durch Butter. Hätte sie dies auf ihre bewusste Ebene "geholt", hätte sie es dort kontrollieren können. Dem Unterbewusstsein fehlen kontrollierende "Instanzen", die bewusst und willentlich gesteuert werden könnten. Erfahrene Kartenleger wissen das in der Regel.

Solche "Übertragungen" lassen sich vermeiden, wenn man Erfahrung und Übung damit hat und wenn man diese psychologischen Aspekte zwischen Menschen als das erkennt, was sie sind, anstatt sie lediglich "spirituell" oder sogar "magisch" zu betrachten. Ich hätte jetzt beinahe noch drangehängt: "Ich hoffe, ich konnte helfen." ;-)

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