Kopfschlagen ohne ausbinder?

12 Antworten

Ist es denn DEIN Pferd oder RB oder Schulpferd?

Nur, weil das Pferd S gelaufen ist, ist es nicht direkt ein Lehrpferd. Zumal die Dressurpferde inzwischen nicht weniger angepackt werden als Springpferde, also im Turniersport. Da wird gerne mal die Grundausbildung vernachlässigt. Erkennt man sehr schön an den vielen, vielen ständigen Taktfehlern in den hohen Dressuren... und als allererster Punkt der Ausbildubgsskala sollte das im Grand Prix definitiv erhalten bleiben... Also S gelaufen ist nicht gleich solide bis S ausgebildet.

Das Kopfschlagen und beißen beim Satteln schreit nach Satteldruck. Passt der Sattel WIRKLICH? Viel, viel, VIEL vorsichtiger gurten. Niemals sofort fest anziehen bei solchen Verhalten! Physio oder Ostheo o.ä. mal dran lassen, der wird an der Gurtlage oder der Satteldruckstelle bestimmt Schmerzen haben.

Beim Reiten... tja, tolle Reitlehrerin die dir wohl nur sagt, mehr treiben, außen dagegenhalten. Mehr treiben stumpft dermaßen ab.... worauf soll das Pferd denn noch reagieren? Auf das fahren mit angezogener Handbremse? Vorne wird festgehalten, hinten soll es aber laufen. Wie denn? Wieso korrigiert sie nicht stattdessen deinen Sitz und zeigt dir deine Übungen, sodass du geschmeidiger wirst? Warum ist da eine 0815 Lehrerin dran? Das ist genauso hilfreich wie Hacken runter und Hände still - das ergibt sich alles aus einem ausbalancierten Sitz.

Klar ist das Kopfschlagen mit Ausbindern weg, aber bei reell über den Rücken geritten sind wir da auch in 100 Jahren noch nicht. Kopf runter binden bringt außer gesundheitlichen Problemen rein gar nichts. Ganz im Gegenteil... es KANN ja gar nicht mehr zeigen, dass etwas nicht stimmt. Eine Hilfe für das Pferd wäre es, wenn du korrigiert werden würdest!

Ich tippe mal darauf, dass du mit der Hüfte immer schön mitschieben sollst. Super, voll gegen die Pferdebewegubg zu arbeiten! Bewegt der Rücken vom Pferd sich beidseitig nach vorne und hinten? Schaue dir mal einen Rücken im Schritt und Trab an. Und jetzt denke dir deine Hüftbewegung da drauf. Aua. Immer komplett dagegen, weil das Pferd 3dimensionale Bewegungen macht, deine Hüfte aber nur vor und zurück. Quasi 1dimensional. Versuche mal an "Mitlaufen " oder Fahrrad fahren zu denken, damit deine Hüfte lernt, der richtigen Bewegung zu folgen. Würde mir jemand nämlich so den Rücken blockieren, würde ich nicht nur Kopfschütteln.

Dann wirst du vermutlich einen recht klemmigen Sitz haben, was u.a. daraus resultiert, dass das Pferd nicht über den Rücken läuft. Es lässt dich nicht sitzen. Durch einen richtigen Sitz jedoch läuft es erst korrekt... Also ein Teufelskreis. Hier gilt es, deinen Sitz zu lösen, via Sitzlonge und vll auch auf einem besseren Lehrpferd. Vielleicht auch bei einer anderen Reitlehrerin, die deinen Sitz ernsthaft korrigieren kann und dir nicht noch mehr schieben und treiben beibringt. Damit du dazu einen Überblick bekommst, kann ich das Buch richtig sitzen von Cadmos sehr empfehlen! Kostet nicht viel und es sind viele kleine Übungen drin!

Ich tippe auch drauf, dass ihm das Gebiss vll weg tut. Entweder durch schlackernde Zügel oder weil es ihm persönlich nicht gefällt. Oder falsch verschnallt. Wenn der Sitz soweit verbessert wurde, das Problem immer noch da ist, würde ich mal ein Lindel versuchen. Oder zuerst am Stallhalfter zum Probieren. Natürlich bitte NICHT mit zig Kilo in der Hand, sondern mit FEINER Hand, das bedeutet vll 500g je Hand, auch mit Gebiss.

Überdenke also vll mal deine Reitlehrerin und deine bisherige Reitweise.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – über 20 Jahre Reiterfahrung und 2 eigene Pferde

m.M.n.Beste Antwort !

Möchte dem noch hinzufügen, dass viele Pferde die auf Leistung geritten wurden, arge Probleme und auch Arthrosen der Halswirbel haben.

Dafür spricht die Reaktion auf den Druck vom Sattelgurt, und das Schlagen mit dem Kopf.

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@Anaschia

Das stimmt. Hoch ausgebildet und hoch ausgebildet sind eben zweierlei Geschichten. Die wenigsten Pferde im Turniersport werden reell geritten, erst recht nicht in den höheren Klassen. Und bei der Reitlehrerin bzw deren Anweisungen erkennt man auch direkt, dass sie eine der Sorte, vorne ziehen, hinten treiben ist.

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@Punkgirl512

Ja Leider ist das so ! Bestes Beispiel ist Totilas.

Es ist wirklich zum Heulen, was den Pferden durch Unwissenheit und wirklich dumme arrogante Trainer, heute noch angetan wird.

Da kommst Du zum Pferd, weil es ständig diverse wechselnde Lahmheiten zeigt , äußerst unwillig schon beim Satteln ist, und findest eine Großbaustelle.

Bevor ein Pferd solche Probleme zeigt, hat es doch schon jahrelang versucht diese Probleme zu kompensieren, bis irgendwann nichts mehr geht.

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Schon mal Gedanken über den Sattelgurt gemacht?

Ein Sattelgurt wird bzw darf keinesfalls zu "stramm" gezogen werden. Er soll den Sattel zwar fixieren, aber das Pferd nicht abschnürren! Ein zu fest gezogener Sattelgurt gibt immensen Druck auf das Brustbein, was wieder rum ein Pferd verspannt und im Rücken fest macht.

Im krassesten Fall kann es sogar die inneren Organe wie in solch einem Fall die Lunge und Herzfunktion beeinträchtigen.

Vor allem zu schmale, ungepolsterte Gurte geben punktuelle Druckstellen die den Brustmuskel in der Bewegung hindern genauso so wie in der Dehnung behindern.

Ich empfehle immer Gurte die am Brustbein gepolstert und breiter sind und im Ellenbogenbereich etwas schmaler werden.

Warum läuft Dein Pferd wohl mit Ausbinder anders .... Weil ihm nichts anderes übrig bleibt. Es hat gar nicht die Chance in irgend einer Art und Weise dies zu zeigen. Nicht mal ansatzweise!!

Du hast jetzt sehr lange Pause gemacht, hast evtl etwas das Feingefühl von oben verloren, also damit meine ich, das Du das Gefühl ob das Pferd wirklich locker läuft einfach verloren hast. Auch nach dieser Zeit wo Du das Pferd reitest, heißt es nicht das Du das Gefühl wieder hast. Das nimmt Dir ja auch keiner für übel. Reiten an sich verlernt man nicht, aber Feindetails schon.

Aber versuche es mal mit einem anderen Gurt. Lass Dich beraten und zahle lieber ein paar Euros mehr. Es sind schon viele Probleme nur rein durch einen Gurtwechsel besser geworden;)

Hallo,

du sagst ja selbst das dein Sitz nicht der beste ist, entsprechend schwammig und ungenau werden auch die Hilfen ankommen.

Wenn alles durchgecheckt würde, hat das Pferd wahrscheinlich einfach ein Problem mit Anfängern. Nicht jedes Pferd toleriert ungenaue Hilfen.

Ich würde ersteinmal Sitzschulung auf einem Pferd nehmen dass dafür geeignet ist und mich eventuell auch nach einem anderen Trainer umsehen.

Ansonsten kann Kopfschlagen auch durch Allergien und Nervenproblemen ausgelöst werden.

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