Kopf oder Kragen?

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2 Antworten

Ich kenne die Redewendung "sich um Kopf und Kragen reden". Vielleicht meinte er das im Sinne von "man redet sich da immer um Kopf und Kragen" oder "man kommt da nicht mehr raus" ?

So richtig Sinn ergibt es für mich auch nicht. Als eigenständige Redewendung ist mir das jedenfalls nicht bekannt.

joalter2011 09.09.2015, 18:01

Evtl meint er, dass der Kopf das Zentrum der Vernunft und auch eben des Gegenteils ist, und Liebe auch 'an den Kragen gehen' kann?
Vielleicht unlogisch, klar :P

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meine Gedanken dazu:

Ich kenne nur den Spruch Kopf und Kragen (ich denke immer an den Hemdkragen, der am Hals anliegt) riskieren. Das soll wohl heißen, dass man sich in eine gefährliche Situation begibt. Dein Prof. wäre nicht der erste, der einen geltenden Spruch abwandelt (erinner mich an einen meiner Lehrer der sagte: lange Rede, kurzes Ende - auch hier eine persönliche Abwandlung).

Zum einen möchte ich sagen, dass mir keine gültige Definition von Liebe einfällt, jeder wählt da wohl andere Worte. Die Aussage: Kopf oder Kragen, das ist genuin keine Wahl die ein Mensch treffen möchte (den Kopf braucht man und den Kragen (Hals) ebenso. Wenn ich nun durch ein Ereignis wie die Liebe zwischen notwendigen Bestandteilen zwischen mir selbst wählen soll, dann zeigt das, was die Liebe ist, ein alles überwältigendes Gefühl, das einen mitreißt wie eine starke Strömung und man weiß nicht ob man untergeht (ertrinkt) oder an das rettende Ufer gespielt wird (ein Himmelfahrtskommando vielleicht nicht für den Körper aber für die Seele wohl schon)

joalter2011 09.09.2015, 18:09

Vielen Dank, du hast mir mit dem sehr weitergeholfen. Aber: was meint es denn - Kopf oder Kragen (Hals)? Warum sollte man sich wegen Liebe für eines entscheiden? Oder ist damit eher gemeint, dass es auch 'Schlechtes' daran gibt?!

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PrinzEugen3 11.09.2015, 12:56
@joalter2011

Die Liebe - so schwer fassbar- verblendend alle Sinne trägt den Liebenden hoch hinauf (auf Wolke 7) Eine Liebe ist in erster Instanz aber nur erfolgreich wenn sie erwidert wird, einseitig läuft sie auf die eine oder andere Weise ins Leere.

Gesetzt den Fall die Liebe ist beidseitig und wird erwidert, dann wird da für einige Zeit alles andere ausgeblendet, es ist das gegenseitig wohlige Gefühl der andere ist toll (supertoll) und für mich da.

Die Zeit dieser Euphorie währt aber nicht lang; irgendwann stellt der Alltag und die Umgebung diese Liebe auf den Prüfstand. Und die Liebe hat nun zwei Möglichkeiten:

a) unter realistischen Gegebenheiten schafft sie es die beidseitige Beziehung zu erhalten und zu vertiefen (das ist dann toll - und hat emotionale Zukunft)

b) im Alltagsgewusel lässt die Liebe " das Gefühl der Flitterwochen" (egal ob nun mit oder ohne Trauschein) nach - einer liebt noch ; aber der andere Partner ist nicht mehr von der Liebe überzeugt - die Gefahr der Trennung oder der Oberflächlichkeit (Scheinliebe) drängt sich auf / je mehr das gefühlt wird, ist da das schmerzliche Gefühl , die/den Partnerin/er zu verlieren, verlieren zu können oder längst schon verloren zu haben.

(das ist es was ich meinte mit Himmelfahrtskommando - mit untergehen (am Anfang oder in der Mitte des Lebens) oder ans rettende Ufer gespült zu werden (die Liebe die sich vertieft und Chancen hat).

Ich für mich komme also zu der Überzeugung, das die Liebe wohl schön ist, immer aber auch ein Wagnis bleiben wird (ein fragliches / sehr zerbrechliches Symbol von Zweisamkeitl).

Die ungewöhnlich hohe Anzahl von Singles (in der BRD in 2013 : 16,2 Mio Einpersonenhaushalte) und die hohen Scheidungsraten votieren dafür, dass auch die schönste Liebe keine Einbahnstraße sein muss - zuletzt LarochFoucould

aus seinen Maximen: Es gibt viele gute Ehen aber keine Glückliche.

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PrinzEugen3 11.09.2015, 13:02
@PrinzEugen3

ergänzend zu deiner Frage: die Möglichkeit des Schlechten Wie ich oben sehr breit ausführte kann eine schöne Liebe das Leben eines Einzelnen positv ändern( körperlicher Intimitäten/ Geborgenheit/ das Gefühl nicht allein zu sein), aber eine nicht glückliche/ oberflächliche Liebe kann einen Mensch liebeskrank und krank im körperlich- seelischen Bezug machen. Also ist mit jeder Liebe auch die Möglichkeit des Schmerz und des Kummers verbunden unabhängig der Eintrittswahrscheinlichkeit.

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