Konversion zum Islam auf Lanzarote?

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9 Antworten

Die genaue Ausrichtung ist letztlich doch gleichgültig für die Kernfrage.

Denn in jedem Fall wünscht sich dein Partner zwei tiefgreifende Schritte von Dir. Erstmal musst Du deinem bisherigen Bekenntnis widersagen. Das gilt übrigens auch dann, wenn du nicht gläubig bist/wärst.

Und dann sollst Du dich zu einem anderen Glauben bekennen, der für dich (derzeit) keine Bedeutung hat. 

Solltest Du dich also nicht von Dir aus vom Islam überzeugt sehen, musst Du überlegen, ob du diese Schritte mit deinem Gewissen vereinbaren kannst. Dazu gehört auch als reelle Möglichkeit eine reine pro-forma-Konversion, wie das viele Frauen auf Wunsch oder Drang ihrer Partner machen. 

Die genaue muslimische Strömung, die er einschlägt, ist zwar nicht unwichtig, jedoch erst, wenn obige Fragen geklärt sind.

Fakt ist, daß die Ehe zwischen muslimischem Mann und christlicher Frau prinzipiell erlaubt ist. 

Mein persönlicher Weg wäre, daß ich frühestens bei Eheschließung konvertieren, und in einem Ehevertrag mitaufnehmen würde, daß deine religiöse Entfaltung alleine nach deinen Wünschen zu erfolgen hat - wenn das rechtlich so statthaft ist.

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Kommentar von Agentpony
25.10.2015, 01:36

Nachtrag:

....Fakt ist, daß die Ehe zwischen muslimischem Mann und christlicher Frau prinzipiell erlaubt ist. Das steht so im Koran und ist unumstösslich, die "Meinungen" dazu sind persönliche Vorlieben.

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Kommentar von Sarita123
25.10.2015, 01:49

Ich stimme dir vollkommen zu. 

Mir ist auch definitiv bewusst, dass es nicht die Kernfrage sein kann, nach welcher Lehre er den Islam leben möchte. 

Ich versuche momentan einfach alles zu verstehen und mich generell mit diesem Thema auseinanderzusetzen. 

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Guten Abend .. Ich bin so groß geworden
Mein Vater Muslime Mama christin

Es gab Probleme mit der Familie damals aber da er ja selber nicht so groß geworden ist wird es dort denke keine Probleme geben
Klar wäre es schön den selben weg zu gehen ist aber keine Pflicht .. es wird halt respektvoller werden und Meinungsverschiedenheiten gibt es ja immer :) schau ihn zu lass dich nicht überreden
Ganz viel Glück :)

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Kommentar von Sarita123
25.10.2015, 02:32

Danke für dein Kommentar...

Ich fühle mich zur Zeit einfach überfordert und habe Angst ihn zu verlieren... Er ist so ein wunderbarer Mensch!!! Im Frühjahr nächsten Jahres habe ich (vorerst für ein Jahr) vor nach Lanzarote zu ziehen... Nun stellt sich mir die Frage, ob unsere Pläne jetzt noch Bestand haben.

Ich habe Angst vor dem "Radikalen Islam" Und dass es eventuell tatsächlich salafistischen Hintergrund gibt. 

Definitiv hat er bisher nicht ansatzweise wie ein gläubiger Muslime gelebt.

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Kommentar von qikaamames
25.10.2015, 02:38

jeder lebt es anders aus .. was richtig was falsch ist kann sich jeder streiten Ich sage mal so .. es gibt kein Mensch auf unsere Erde der Sünden frei ist niemand !! jeder pickt sich eins zwei oder mehr Sachen raus die den jenigen nicht passen und lassen das sein Ich war Ne Zeitlang auch durch falschen Freundeskreis so doof und habe gesagt " ich richte mein Leben nicht nach dem glauben sondern mein glauben nach mein Leben " total die schlechte Einstellung Ich trage weder Kopftuch war nur 2 mal in 20* Jahren in der moschee

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Kommentar von qikaamames
25.10.2015, 02:40

Du brauchst keine Angst haben ihn zu verlieren .. wenn er sich vollkommen ändert wirst du selber froh sein das du ihn los bist wenn er dir gegenüber und den Mitmenschen normal bleibt dann ist alles schick :) sprecht aus intensiv aus wie er sich einige Sachen vorstellt

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Vorab zwei Feststellungen

  1. Da er Dich danach gefragt hat, ob Du mit ihm den Weg gemeinschaftlich gehen möchtest, scheinst Du ihm etwas zu bedeuten. Dies ist insofern wichtig, da ein Muslim keinen außerehelichen Kontakt pflegen darf, sondern heiraten muss.
  2. Eine Muslima darf keinen Andersgläubigen heiraten. Da Spanier zum überwiegenden Teil katholisch sind, wäre die Heirat der Eltern nicht möglich gewesen. Da sie dennoch verheiratet sind, scheint dies ein Indiz zu sein, dass die Eltern eher christlich oder atheistisch ausgelegt sind.

Kommen wir nun zu dem letzten Teil Deiner Frage, und da sehe ich dann die Probleme. 

Die Muslime im nordafrikanischen Raum zählen sich lapidar zu den Sunniten, sind aber tatsächlich sehr oft wahhabitisch ausgelegt, und aus dem Wahhabismus ist der Salafismus entsprungen. Das dies mit hoher Wahrscheinlichkeit im vorliegenden Fall gegeben ist, ergibt sich aus der von Dir geschilderten Wortwahl:

Er sei gerade dabei alles "vorzubereiten" und sich den Koran sowie die Sunnah bewusst zu machen.

Dies entspricht einerseits nicht einem "normalen" Konvertiten, und zeigt anderseits wie tief er sich in dieser Gedankenwelt schon verwoben hat.

Für mich sieht es einfach so aus, dass Dein Freund in falsche Kreise geraten ist.

Mein Rat an Dich, versuche mal über die Eltern Deines Freundes das Vorhaben zu ergründen, und gegebenenfalls zu stoppen. Er wird auf Dich nicht mehr hören wollen, der Einfluss seiner neuen Freunde ist da schon zu stark.

Sollte sich über eine eventuelle Initiative der Eltern nichts ergeben, so rate ich Dir ernsthaft die Beziehung als gescheitert anzusehen. Er wird sich Dir entfremden und mit einem neuen Gedankenbild Dir gegenüber treten, was Dich teilweise abschrecken wird, und Dich als Frau wahrscheinlich sogar deklassiert. Wie sowas dann ausgehen kann, entnimmst Du bitte dem nachfolgenden Link:

http://www.1001geschichte.de/

Ich wünsche Dir alles Gute.

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Kommentar von Sarita123
25.10.2015, 02:04

Danke!!!! Vor allem, dass du das Thema Salafismus ansprichst. Das war (leider) auch mein allererster Gedanke... 

Er erklärte es mir so, dass er sich in seiner vorherigen Lebenssituation nicht wohl gefühlt hat... "Es hat nicht funktioniert" und er möchte jetzt "eine neue Welt kennenlernen". 

Dadurch, dass seine Eltern auf dem Festland leben, habe ich sie bisher leider nicht kennengelernt. Das macht die Situation nicht einfacher... Sie sind beide keiner Religion zugehörig. 


Nachtrag:

Wir kommunizieren in Englisch, mein Spanisch und sein Deutsch sind nicht perfekt, sodass es sicherlich auch "Verständigungsprobleme" geben kann. Ich hatte natürlich zig Fragen, die ich ihm stellte, weil ich selber völlig überrascht war... Seine Aussagen / Antworten waren zum Beispiel, dass er NOCH nicht 100%ig danach lebt, er es aber gerade versuche. Letztes Wochenende war er zum Beispiel noch in einer Disko, im September war ich das letzte Mal bei ihm, er "versuche" regelmäßig in die Moschee zu gehen und keinen Alkohol mehr zu trinken, aber NOCH können wir uns treffen... Wie bisher auch. Wann er 100%ig nach dem Islam lebenmöchte, konnte er mir nicht beantworten.

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Ein Muslim darf eine Christin heiraten, aber diese Beziehung darf er nicht ohne Ehe weiterführen, unabhängig von Land/Rechtschule/etc.

Also stellt sich erstmal die Frage, ob die ihn ohne weiteres heiraten würdest?

Bei einigen Konvertiten kommt es auch vor, dass sie erstmal für einige Zeit alles liegen lassen, um ihre Religion zu lernen.

Desweiteren kann es auch sein, dass er als Muslim überhaupt keine Christin mehr heiraten will, und der Empfehlung des Propheten, eine gläubige Muslima zu heiraten, folgen will.

Also musst du erstmal abwarten, genau kann man es nicht sagen.
Wenn er plötzlich den Islam für sich herausgefunden hat, kann er jetzt auch ein ganz anderer sein...

Aber wenn du ihm was gutes tun willst: ziehe ihn bitte nicht dazu, eine Uneheliche Beziehung zu führen. Entweder heirate (wenn ihr beide es wollt), oder bleibe fern.

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Kommentar von Sarita123
25.10.2015, 08:18

Also stellt sich erstmal die Frage, ob die ihn ohne weiteres heiraten würdest?

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Lass das mit dem konvertieren lieber, wenn er dich wirklich liebt, dann sollte er dich auch so akzeptieren, solange du ihn so akzeptiert.

Und mach ihm klar, dass falls ihr Kinder bekommen solltet, diese genau so wie er selber später entscheiden dürfen sollen, ob sie Muslime, Christen, oder sonst was werden wollen.

Es gibt durchaus Familien, die Weihnachten und das Zuckerfest feiern und wo das wunderbar klappt, mach ihm einfach klar, dass du das auch so willst

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Kommentar von Sarita123
25.10.2015, 01:55

Danke! 

Genau so könnte ich mir eine Zukunft vorstellen...

Gegenseitige Tolerenz und Akzeptanz!!!

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Er darf dich als chrsitin heiraten.

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Die Problematik deines Falles liegt darin, dass ich bei der religiösen, wenig positiven Neuorientierung deines Freundes für euch beide keine erstrebenswerte Zukunft sehe, es sei denn du würdest deine Selbstbestimmung aufgeben und ebenfalls zum Islam konvertieren. Wenn du jedoch nicht nur eine "Namenschristin" bist, wird das für dich naturgemäß nicht in Frage kommen.

Dein Freund wir vermutlich als Konvertit zum fundamentalen Islam neigen und dir im Laufe der Zeit auch islamische Traditionen und Zwänge aufbürden. Als Frau verlierst du dabei beispielsweise im familiären Bereich deine angestammten und gewohnten Rechte der Gleichberechtigung, sowie die Entscheidungsfreiheit über deine Kleidung, eventuell sogar deiner unbeschränkten Bewegungsfreiheit. Gemeinsame Kinder aus einer Ehe müsstest du erfahrungsgemäß nach dem Islam erziehen und falls männlich, beschneiden lassen. Anders wird er es aus der Beeinflussung seines neuen "Umgebungsfeldes" heraus betrachtet, kaum akzeptieren. Das aber müsste für dich als Christin unzumutbar sein und auf deine Kinder bezogen ebenfalls inakzeptabel. Leider hat der Islam, aus meiner Erfahrung gesprochen, nicht nur auf Männer, sondern die gesamte menschliche Gesellschaft bezogen, keinen guten Einfluss. 

Mein Rat daher: Löse unbedingt diese Fernbeziehung! Du wirst sie sonst noch bitter bereuen.

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Darf ich noch eine zusätzliche Frage stellen...

Auf meine Frage, ob er mich liebt, kam von ihm "ja, aber es ist schwierig, du hast nicht meine Religion" und es sei "normal" eine Muslima als Frau zu nehmen ---was hat das zu bedeuten? 

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dazu ...Auf meine Frage, ob er mich liebt, kam von ihm "ja, aber es ist schwierig, du hast nicht meine Religion" und es sei "normal" eine Muslima als Frau zu nehmen 

Er kann sich aktuell nicht vorstellen langfristig ein Leben ohne Gemeinsamkeit im Glauben zu führen. 

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