Konventieren zum Juden?

12 Antworten

Du musst vor allem erst einmal lernen und ausprobieren, was es bedeutet, jüdishc zu leben.

Hebräisch lernen, um deine Gebete auf hebräisch sprechen zu können.

Nur noch Koscher essen, d.h. nicht mehr einfch so im Imbiss oder im Restauraut was reinziehen. Du kannst dann nur noch bei Leuten essen, die auch koscher halten.

Shabbat und jüdische feiertage einhalten, d.h. am Samstag und Freitag abend nicht arbeiten, nie, und auch nicht an jüdischen Feiertagen.

Keinen Sex ausserhalb der Ehe haben.

wenn du findest, du bist bereit all das auf dich zu nehmen, kannst du anfangen zu lernen und auszuprobieren. Dann dauert es ein paar Jahre,bis du genügend gelernt hast, bist du dein Leben umgestellt hast, bist du weisst, dass du es sicher willst.

Dann kannst du konvertieren.

Die Konversion besteht für einen Mann aus Beschneidung, Erklärung vor einem rabbinischen Gericht, dass man zum Judentum übertreten möchte und alle Gebote des Judentums auf sich nimmt und Eintauchen im Tauchbad, bei Frauen fällt die Beschneidung weg. vor dem Übertritt prüft das rabbinische Gericht, ob man die Katze nicht im Sack kauft, d.h. ob man die jüdischen Gesetze kennt, und ob es plausibel ist, dass man sie einhalten wird.

Viel schwieriger ist noch, dass man in der Küche alles doppelt haben muss, im Idealfall sind das zwei Küchenzeilen, damit man Fleischiges und Milchiges auch immer trennen kann.

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@ZiegemitBock

Das ist unter "koscher essen" bzw koscher kochen subsumiert.

Im Idealfall sollte man zwei Waschbecken haben, ein milchiges und ein fleischiges, aber mit einem geht es auch, dann muss man halt immer noch so ein Plastik-Becken reinstellen, wenn man abwäscht... eines für milchig, eines für fleischig, eines für weder noch (parveh)

Und ja, man braucht vielleicht etws mehr geschirrschränke...

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@stranger5431

War mir schon klar, dass Du das weißt, aber die meisten hier im Forum sind sich nicht klar darüber, wie komplex "koscher essen/kochen" wirklich ist.

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@ZiegemitBock

Die Frage war so unqualifiziert, das Anliegen so unplausibel, dass es nicht unbedingt der Mühe wert war, auf Details einzugehen... Zumal die Person ja all diesen Details noch begegnen würde, falls die Frage tatsächlich ernst gemeint wäre...

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@stranger5431

Stimmt. Aber ich denke immer daran, dass viele noch mitlesen und aliquid semper haeret - und so vermehrt sich das Wissen in der Welt.

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@ZiegemitBock

Warum bist du der Meinung, dass es "viel schlimmer" ist, und dass man "alles" doppelt haben muss?

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@stranger5431

Viel schlimmer habe ich nie geschrieben. Ich schrieb, es sei "viel schwieriger". Und ich kenne das aus orthodoxen Haushalten so, dass fast alles doppelt vorhanden ist, Töpfe, Geschirr, Besteck, etc. Aber vielleicht ist das auch gar nicht so streng, sondern wird nur von orthodoxen Familien streng ausgelegt. Ich selbst komme aus einer nichtreligiösen Familie.

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@ZiegemitBock

Aber ist gar nicht so kompliziert, wie du es dir vorstellst, milchig und fleischig zu trennen...

Vieles kannst du ja auch neutral, parve machen...

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@stranger5431

Stimmt, dass sehr vieles parve ist, vergesse ich immer wieder. Ich schätze mal, das ist alles auch Übung.

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@ZiegemitBock

Es braucht auch nicht so wahnsinnig viel Platz wie du dir vorstellst... Mit einer normal eingerichteten Küche kommt man ganz gut aus. Natürlich ist es sehr schön, wenn man zwei Waschbacken hat, aber es ist nicht unentbehrlich... Wenn man nur eines hat muss man einfach immer sofort aufräumen & abwaschen, damit sich die Sachen nicht mischen, einfach weil so viel Zeug herumsteht...

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Rede zuerst mit einem Rabbiner und trag ihm deinen Wunsch vor.

Das Judentum ist keine Bekehrungsreligion wie das Christentum oder erst recht der Islam. Einfach ist es nicht, zum Judentum zu konvertieren und vermutlich wirst du erst mal nicht freudig mit offenen Armen aufgenommen, sondern dein Wunsch dürfte kritisch hinterfragt werden.

Möglich ist es, aber wie gesagt, nicht einfach. Ich habe den Namen vergessen, aber es gibt einen ehemaligen Kölner, der zum Judentum konvertiert war, in Israel lebt und verheiratet ist und in Israel eine Kochshow gewonnen hat. Er ist nicht selten auch in dt.Talkshows zu sehen.

Er ist also der Beweis dafür, dass es möglich ist. Aber einfach wird es einem nicht gemacht.

Woher ich das weiß:Recherche

Du kannst dir das mal durchlesen was ThadMiller geantwortet hat aber eins muss dir Bewusst sein: Du kannst kein vollständiger Jude werden, denn Jude sein heißt nicht nur am glauben teilzunehmen sondern es handelt hier von einem gewissen "Auserwähltem-Volk" in das du reingeboren wirst.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Das stimmt nicht.

Wenn jemand zum Judentum übertritt (was voraussetzt, dass er alle Gebote und Verbote des Judentums einhält, ab Übertritt), dann ist er Jude in jeder Hinsicht und jedem anderen einfachen Juden vor dem jüdischen Recht gleich gestellt.

Das Problem ist, dass manche konvertieren wollen, ohne die jüdischen Gesetze einzuhalten, und so eine Konversion ist ungültig.

Der Unterschied ist also nur der, das jemand, der jüdisch geboren wurde aber nicht jüdisch sein will nach jüdischem Konzept noch immer jüdisch ist, aber jemand, der konvertieren wollte, ohne danach jüdisch zu sein, nicht.

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@stranger5431

Der Grund dafür ist, dass nach jüdischer Auffassung jeder Nichtjude, der 7 Grundgebote der Menschheit erfüllt, seine Aufgabe im Leben erfüllt hat und nach dem Tod den entsprechenden Lohn bekommt.

Einem Jude hingegen entstehen nachteile, wenn er dier die 614 Mitzwot der Torah nicht einhält.

Die Rabbiner wollen nicht, dass einem Menschen durch seine Konversion zum Judentum Nachteile entstehen, deshalb nehmen sie nur die, die wirklich daran interessiert sind, die Gebote einzuhalten.

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Schlag erst mal in einem Fremdwörterbuch unter dem Stichwort "konvertieren" nach, dann geh bei einer Synagoge vorbei und erkundige Dich.

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