kontrollverlust bei Depressionen?

4 Antworten

Hallo.

Was hat Dir denn das letzte mal geholfen, als es so schlimm war? Es hört sich so an, als wärst Du schonmal in so schlimmen Tiefs gewesen. Was hast Du damals gemacht?

Hast Du Menschen, auf die Du in deiner jetzigen Situation zählen kannst? Freunde oder Verwandte, die wissen, dass Du depressiv bist und bei denen Du für ein paar Tage bleiben könntest? Ruf da heute Abend noch an und falls es klappt, dann setzt Du Dich morgen in einen Zug und fährst hin!

Du kannst bei der deutschen Telefonseelsorge anrufen, dort kann man Dir schnell Hilfe vermitteln: 0800 111 0 111
Der Anruf ist für Dich kostenfrei.

Wenn Du glaubst, wirklich kurz davor zu sein Dich um zu bringen kannst oder Dich selbst zu verletzen, Du auch die 112 anrufen und Dich für ein paar Tage in einer Psychiatrie unterbringen lassen, bis Du wieder halbwegs klar kommst.


Mittelfristig, also in den nächsten Wochen, solltest Du Dir wieder einen Therapieplatz suchen. Du weißt ja schon, wie das läuft...


Übrigens das Rauchen ist momentan wohl dein geringstes Problem. Wenn es Dir damit etwas besser geht, dann rauche! Wenn Du Schokolade magst, iss welche!
Mit dem rauchen wieder aufhören, kannst Du, wenn Dein jetziges Tief hinter Dir liegt.


Liebe Grüße



Hallo, aus meiner Sicht wäre für's erste eine stationäre Aufnahme für dich das beste. Da bekommen einige vielleicht sofort Schnappatmung, aber in Anbetracht deiner derzeitigen Situation kann es nur von Vorteil sein. Es ist nicht so schlimm wie man gemeinhin so denken mag. Und es kann dir helfen wieder vernünftig zurück in die Spur zu kommen. Wenn du schon so weit bist, dass die dein eigenes Leben völlig egal ist, kann dir dein persönliches Umfeld auf dauer nicht helfen. 

Was sagt denn deine professionelle Hilfe zu deiner Situation? Was schlägt sie vor was du tun sollst? Fakt ist, dass dir geholfen werden muß. Und das nicht nur 1 oder 2 mal in der Woche für 45 Minuten. Das reicht dir nicht. Bei einer stationären Aufnahme ist immer jemand da. Wenn es dir schlecht geht, du Druck hast dich wieder selbst zu Verletzen oder vielleicht schlimmeres, bist du nicht allein. Ich habe äußerst positive Erfahrungen damit gemacht, sonst könnte ich dir heute nicht antworten. 

Ich bin selbst von schweren (mittlerweile mittelgradigen) Depressionen betroffen, und dies seit 6 Jahren. Es ist die absolute Hölle. Ich weiss wie es sich anfühlt, wenn man nur den Tag durchbringen will und keine Freude mehr am Leben hat; wenn man so antrieblos ist, dass man kaum aus dem Bett kommt und einem einfach nichts mehr interessiert ausser die Qualen dieser sch*** Krankheit loszuwerden.

Ich denke jeder muss für sich selbst ein Grund finden warum er dies durchhält. Ich persönlich stehe das durch weil ich die Hoffnung habe irgendwann diese Krankheit loszuwerden, mein Leben ohne diese seelischen Schmerzen frei führen zu können (mit allem was dazu gehört).

Hoffnungslosigkeit ist jedoch ein typisches Symptom einer Depression. Ich finde dies etwas vom perfidesten dieser Krankheit. Einem gehts ohnehin absolut besch*** und dann ist man auch noch hoffnungslos.

Von dem Spruch "die Zeit heilt Wunden" halte ich nach 6 Jahren Depression nicht mehr viel. Dieser Spruch lässt sich vielleicht bei Liebeskummer oder ähnlichem anwenden, jedoch nicht bei einer chronischen Krankheit. Ich glaube viel mehr, dass man selbst aktiv werden muss damit die Zeit diese Wunden heilt.

Was du tun kannst ist in erster Linie eine richtige Psychotherapie zu machen. Mit einer richtigen Psychotherapie meine ich eine Therapie mit einem Konzept und keine oberflächlichen Gespräche. Zudem sollte die Therapie intensiv erfolgen (1-3x die Woche). Leider dauert es oft Monate, wenn nicht Jahre bis eine Psychotherapie wirklich hilft, dafür ist sie sehr effektiv und mit keinerlei Nebenwirkungen verbunden.

Wenn es dir akut schlecht geht kannst du es auch mit Medikamenten versuchen. Meist werden heute Antidepressiva der SSRI und SNRI Gruppe eingesetzt. Diese Medikamente helfen gewissen Menschen wie ein Wunder, anderen leider nur stark unzureichend. Das Problem ist, dass sie besonders zu Beginn der Einnahme starke Nebenwirkungen haben.

Wenn alles schief läuft gibt es immer noch die Möglichkeit einer Elektrokrampftherapie. Diese wird jedoch nur bei schweren therapieresistenten Depressionen eingesetzt. Dennoch gilt sie als effektivstes Mittel gegen Depressionen. Davon bist du hoffendlich weit weg.

Hier findest du mehr Infos zu allen Behandlungsmethoden: http://deprimed.de/

Viel Glück und halte durch...
Gruss von einem Betroffenen zum Anderen

Mich im Betrieb erklären?

Hallo Leute,

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Grüsse

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Ich fühle mich aufgrund psychosomatischer Beschwerden (Depressionen, Somatisierungsstörung, Borderline, Essstörung, Angststörung) der Welt nicht gewachsen. Selbst im Urlaub finde ich es sehr anstrengend. Jeder Tag ist so anstrengend für mich. Ich schaffe es nicht arbeiten zu gehen, weil ich nach 4h schon heulend zusammenbreche und körperlich auch total am Ende bin. Ich habe immer wieder Phasen, in denen mir gar nichts Spaß macht und ich nichts auf die Reihe bekomme. Ich bin hier auf der Welt eine wesentlich größere Last, als Hilfe, aber will meiner Familie nicht das Herz brechen. Das geht nun schon Jahre so und ich habe gehofft, dass es nach Klinikaufenthalten besser wird, aber ich scheine nie richtig arbeitsfähig werden zu können. Nie richtig lebensfähig. Ich existiere nur, weil ich durch meine Krankheiten so sehr eingeschränkt bin. Ich denke nicht immer so negativ, aber im Moment hilft mir das positive Denken auch nicht weiter, weil meine Krankheiten ständig meine Pläne ruinieren.

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