Kontraargumente gegen die Zuckersteuer in Deutschland?

9 Antworten

Die Annahme, Kohlehydrate wären am Übergewicht der Deutschen schuld, halte ich für einen Irrglauben, der willentlich falsch in die Welt gesetzt wurde. Viel mehr sind die tierischen Eiweiße der eigentliche Overkill. Auch die Gifte in Form von Pestiziden in etwa, sind da noch gar nicht mit eingerechnet. Den eigentlichen und größten Anteil am schon entstandenen und noch weiter entstehenden Schaden an der Volksgesundheit, wird durch die schwerwiegenden Ernährungsfehler verursacht und das leider auch, über viele Generationen hinweg. Nun wird aber nach neuen, immer noch verrückteren Methoden gesucht, um das alles unter den Teppich zu kehren und auch um die Fleischindustrie vor dem Kollaps zu bewahren. Dem Zucker – in Anbetracht dessen, die Hauptschuld zuzuweisen, erschien hingegen einigen wohl als eine bequemere Zwischenlösung. So haben beispielsweise viele innerhalb der Nachkriegsgeneration unwissentlich einen gesundheitlichen Nutzen erlangt, durch den unfreiwilligen Verzicht, dem Umstand eben, dass es eben nicht immer alles gab. So ist beispielsweise auch die Anzahl an Herzinfarkte in Dänemark deutlich zurückgegangen, weil während des Zweiten Weltkriegs die deutschen Besatzer alles Fleisch für sich beanspruchten. Nach dem Abzug der deutschen Soldaten, sind die Fallzahlen der Herzinfarkte in Dänemark dann allmählich wieder gestiegen. Zu früheren Zeiten galt Fleisch noch als etwas Besonderes und kam daher eher seltener auf den Tisch. Heute ist es hingegen gar nicht mehr so selten, dass tierische Fleisch- und Wurstwaren eigentlich schon täglich konsumiert werden. Auch Fisch, Eier und Milchprodukte muss man den tierischen Eiweißen hinzurechnen. Unter diesen Umständen erscheint es da eher zweifelhaft, dass nachfolgende Generationen den Status der vorangehenden Generation mit zunehmendem Lebensalter überhaupt noch erlangen werden können.

Derweil wird Zucker gerne von vielen zum alleinigen Sündenbock gestempelt. Aber ist das wirklich gerechtfertigt? Es konnte doch entgegen aller Vermutungen, nie wirklich bewiesen werden, dass Zucker für die Entstehung von Diabetes verantwortlich wäre, noch dass Zucker abhängig machen würde und auch nicht, dass sich Zucker in etwa negativ auf das Lernverhalten von Kindern auswirken würde – die Datenlage spricht gegen all diese Vermutungen. Den Unterschied, ob ein bestimmtes Nahrungsmittel, ein fertiges Produkt, Obst oder Gemüse wirklich gesund sind oder nicht, macht auch nicht der Zucker als solcher. Wenn Du bei zu hohem Konsum von Speiseeis, Schokolade oder Energiedrinks in etwa, gesundheitliche Probleme bekommst, dann liegt das eben selten primär am Zuckergehalt, sondern oftmals an anderen Zutaten bzw. Inhaltsstoffen, die in einem Nahrungs- oder Genussmittel, entweder natürlich enthalten sind oder extra zugesetzt werden. 

Zucker ist keine Droge im Sinne von Nikotin, Alkohol, Heroin… etc., sondern ein Rohstoff, wie er in jeder Lebendpflanze und in jedem Lebendorganismus, auf natürliche Weise vorkommt. Das heißt: Ohne Zucker läuft gar nichts! Zur rechten Zeit und richtig dosiert, ist Zucker nicht gesundheitsschädlich! Es gibt in Wirklichkeit auch keinen Industriezucker, denn Zucker wird nicht synthetisch hergestellt. Der weiße Zucker stammt aus Zuckerrohr oder Zuckerrüben und den darin enthaltenen Zucker, löst man aus. Und ich möchte noch hinzufügen, dass es sehr wahrscheinlich, sowieso keine gute Idee ist, den Zucker für alles Negative verantwortlich zu machen, so wie das gegenwärtig von einigen Lobbyisten auch medienwirksam versucht wird durchzusetzen. Eine Zuckersteuer wird gerne gefordert als Ausweg oder Möglichkeit, das deutsche Gesundheitswesen besser finanzieren zu können u.v.m. Für den Verbraucher aber bewirkt es nur, dass alles teurer wird. Am Übergewicht der Deutschen, trägt der Zucker nicht die Hauptschuld. Denn was außer dem Zucker sonst noch gegessen wird, das wird gerne verschwiegen. So viel Kalorien hat Zucker in Wirklichkeit auch gar nicht, wie da getan wird: Zucker hat nämlich nur etwa halb so viel Kalorien wie Fett. Besser wäre für unsere Kinder eine bessere Schulbildung mit Ernährungsberatung und weniger sozialer Verwahrlosung, zum Beispiel. Ratsamer wären auch eine bessere und ausgeweitete Lebensmittelkunde in Schulen, erschwingliche Kochkurse für Bedürftige und mehr Ernährungsberatung bzw. in schwierigeren Fällen (z.B. bei Diagnose Adipositas Permagna) auch Betreuungskapazitäten zu schaffen und anzubieten, in denen ein vernünftiger Umgang mit Essen und Trinken, wieder erlernt werden kann.

Vor diesem Hintergrund: Die Einführung der Zuckersteuer oder sonstige Verbote bringen nichts, außer dass alles teurer wird. Denn zwar gibt es bereits Zuckersteuern in vielen Ländern der Welt, aber eindeutige Beweise dafür, dass diese auch dazu führen würden, dass die Leute dann tatsächlich gesünder und weniger übergewichtig wären, gibt es nicht. Also ist das nichts weiter, als ein strategischer Schachzug, mit Lebensmitteln, die Menschen eigentlich zur Energiegewinnung benötigen, die Steuern zu erhöhen und Probleme löst man nicht, indem man einfach nur die Steuern erhöht. Auf der anderen Seite, werden dadurch nur neue Tabus geschaffen: Denn viele der eigentlichen Ursachen dafür, dass immer mehr Menschen übergewichtig und krank werden, dürften um ein Vielfaches unangenehmer aufstoßen lassen, können aber unter Einführung einer solchen Steuer oder auch Lebensmittelampel, schön unter den Teppich gekehrt werden.

Warum sollen denn die korrupten Politiker immer mehr Steuern kassieren, für alles und jedes. Dadurch, das wir denen die Hosentaschen vollstopfen, wird die Welt nicht besser, lediglich korrupter.

Wer was ändern will, schafft eine Lebensmittelampel, dann kann jeder entscheiden, was er kauft. Das gefällt aber der Lebensmittelindustrie nicht und die zahlt freiwillige "Steuern" an die Politik, das alles so weitergeht.

Was bringt die Steuer, die Leute werden trotzdem Zucker kaufen??

Ich wäre dafür, die Zuckergehalte von Fertiggerichten, Brotaufstrichen und Zutaten (wie Ketchup etc.) gesetzlich zu begrenzen. Sie müssen deutlich unter den heute üblichen Mengen liegen.

Reiner Zucker sollte nur noch mit Bezugsschein erwerbbar sein.

Der Zuckerkonsum sollte auf diese Weise um mindestens 2/3 in kürzester Zeit gesenkt werden. Ist das Ziel in 2 Monaten nicht erreicht, werden die Maßnahmen weiter verschärft.

Die Zuckersteuer würde dazu führen, dass noch häufiger künstliche Süßstoffe zum Einsatz kommen. Schon jetzt werden Süßstoffe zu oft eingesetzt, obwohl diese vereinzelt im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Verkauft wird das dann noch mit dem Argument, kalorienarm und somit implizit gesund zu sein. Das Gegenteil ist jedoch der Fall.

Ein mit Süßstoff gesüßtes Getränk regt beispielsweise aufgrund des Geschmacks die körpereigene Insulinproduktion an, was dann zu einer Unterzuckerung des Körpers führen kann. Darum sollte Zucker nicht durch eine Besteuerung mit Alkohol oder Tabak gleichgesetzt werden.

Süßstoff sollte eher besteuert werden, damit die Industrie wieder vermehrt Zucker verwendet, der im Vergleich bereits jetzt deutlich teurer ist als Süßstoff.

Wer dennoch bewusst auf Zucker verzichten will, sollte anstelle von Süßstoff lieber auf Stevia oder Xylit als natürliche Süßungsmittel ausweichen können. Hier sind die Angebote jedoch verschwindend gering. Besonders Xylit ist antibakteriell und pflegt daher sogar die Zähne. Es wird deshalb auch in Zahnpflegekaugummis und in einigen Mundspüllösungen verwendet.

Als Argument bei solchen Sachen kann man fast immer sagen, es schade der Wirtschaft, insbesondere den Zuckerherstellern, weil dann weniger Konsumenten/Unternehmen (ihren) Zucker kaufen.

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