Kontopfändung (verjährungsfrist?)

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5 Antworten

  1. Eine Kontopfändung geht nur nach Vorlage eines Titels (Vollstreckungsbescheid oder Urteil).
  2. Wenn es einen Titel gibt, kann dieser 30 Jahre lang vollstreckt werden
  3. Zur Bank gehen und Girokonto auf P-Konto umstellen, dann ist alles unter 1023,- € im Monat nicht pfändbar (geht sogar eine Zeit lang rückwirkend)

Anschließend fordert er beim Inkassobüro sofort die Vorlage einer Titelkopie binnen 14 Tagen an. Wird kein Titel vorgelegt bis dahin, muss sofort Strafanzeige gestellt werden.

die Strafanzeige dürfte ins Leere laufen und zu 99 % eingestellt werden... Wenn ein Verfahren so weit fortgeschritten ist, ist eine fehlende oder nicht ausreichende Legitimation des Inkassodienstleisters sehr unwahrscheinlich.

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@PGInkasso

Wahrscheinlich schon aber man sollte auch mal Ausrufezeichen setzen. Wenn kein Titel vorliegt es aber behauptet würde, wären einige Grenzen wirklich überschritten.

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Wenn das Inkassounternehmen einen gerichtlichen.Schuldtitel hat dann ist der 30 Jahre vollstreckbar!

Danke für die schnelle Antwort.

Woher weiß ich, ob die sowas haben? Ist das nicht Merkwürdig, dass sie das Konto pfänden ohne vorher nen Brief zu schicken? Die letzte Mahnung ist im Januar gekommen danach nichts mehr.

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@Marsel1988

Eine Kontopfändung geht nur mit einem Gerichtstitel und wird von einem Gerichtsvollzieher veranlasst.Die hätten gar nicht mahnen brauchen dazu sind sie nicht mehr verpflichtet.Es ist jetzt auch ein Eintrag in der Schufa und möglicherweise kündigt ihm die Bank das Konto wenn die Sache mit der Pfändung abgeschlossen ist.Er sollte wenn die Pfändung ihn in Zahlungsschwierigkeiten bringt das Konto in ein Pfändungsschutzkonto umwandeln,dann darf nur bis zu einem Freibetrag gepfändet werden.Damit er das nicht vorher machen konnte wurde er auch nicht mehr angemahnt!

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@Marsel1988

Kontopfändung geht NUR mit Titel

Eine Kontopfändung wird nie vorher angekündigt da sonst logischerweise jeder vernünftige Schuldner vorher das Konto leerräumen würde

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@rainerendres

.Damit er das nicht vorher machen konnte wurde er auch nicht mehr angemahnt

@andie

Die Umwandlung in ein P Konto ist auch jetzt noch möglich ! (Fristen !!)

Gelder würden dann nicht an den GL weitergeleitet

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Eine Kontenpfändung kann nur aufgrund eines Titels erfolgen. Dazu gehören Urteile, Kostenfestsetzungsbeschlüsse und Vollstreckungsbescheide. Aus einem vorhandenen Titel kann der Gläubiger oder beauftragte Inkassodienstleister/Rechtsanwälte 30 Jahre lang vollstrecken. Einer Ankündigung bedarf es nicht, da dein Freund darüber informiert war, dass ein Titel gegen Ihr vorliegt. Sodann muss er jederzeit mit der Einleitung von Zwangsvollstreckungsmaßnahmen rechnen.

Er sollte sein Konto auf ein P-Konto umstellen lassen, da es andernfalls keine Pfändungsfreibeträge mhr gibt. Es würde dann sein gesamtes Guthaben bzw. Geldeingänge bis zur Höhe der Forderung an den Inkassodienstleister ausgezahlt werden.

Bitte beachte jedoch, dass ein P-Konto einen Negativeintrag in der SCHUFA darstellt, was aber uninteressant sein dürfte, da die SCHUFA deines Bekannten aller Wahrscheinlichkeit nach sowieso total schlecht ist...

Dein Bekannter sollte dir mal den Berg an Post zeigen, den er in dieser Sache bereits bekommen hat - vom Gläubiger, vom Inkasso, vom Rechtsanwalt, vom Gericht, vom Gerichtsvollzieher ......

Wenn er sich darum nie gekümmert hat, ist er selbst schuld, wenn er über den Tisch gezogen wird. Wenn er behauptet, nichts bekommen zu haben lügt er, oder ist umgezogen ohne das zu melden.

Wesentliches wurde hier bereits gepostet

War die Kontopfändung - aus Sicht des Inkassounternehmens - erfolgreich ?

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