Kontopfändung trotz P-Konto - Was tun?

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3 Antworten

Die bisherigen 3 Antworten sind alle Banane und nicht hilfreich.

Jeder Mensch mit einem P-Konto hat einen Grundfreibetrag von 1.073,88 € monatlich. Egal was man für Einkommen bezieht.

Hat man ein P-Konto aber keine Pfändungen, dann darf es keinerlei Einschränkungen geben. Auch keinen eingeschränkten Freibetrag.

Solange deine Mutter nicht mehr als 1.073,88 € im Monat an Einkommen in Form von Geldeingängen oder Einzahlungen erhält, darf die Commerzbank gar kein Geld einbehalten.

Jedoch ist ganz wichtig:  Auch Einzahlungen mindern den Freibetrag. Wenn deine Mutter also ihre 400 € abhebt und später wieder die 400 € einzahlt, dann wird man so gestellt als ob man 800 € erhalten hat.

Du solltest dir eine Vollmacht deiner Mutter besorgen und damit der Commerzbank, Pfändungsabteilung, schreiben. Die Commerzbank darf keine Gelder unterschlagen.

Dennoch solltest du hier mal alle Einnahmen und Ausgaben von November 2015 von deiner Mutter auflisten.

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Kommentar von ParagrafenChef
07.12.2015, 18:31

Sollte die Commerzbank weiter willkürlich agieren, so solltet ihr zum Amtsgericht und dort zur Vollstreckungsabteilung gehen. ( auch Vollstreckungsgericht genannt )

Sofern deine Mutter nicht mehr so gut zu Fuß ist, sollte sie dir eine Vollmacht dahingehend austeilen, dass du sie in allen Sachen mit ihrer Bank vertreten darfst. Wenn ihr Hilfe zwecks der Vollmacht braucht, dann helfe ich gerne.

Zum Gericht sollte man unbedingt die letzten 2 Rentenbescheide, den Mietvertrag, den Girokonto Vertrag, P-Konto Vertrag/Vereinbarung, sowie Kontoauszüge seit 1.10.2015 mitnehmen. Das Gericht braucht diese Nachweise, um sich von der Lage deiner Mutter überzeugen zu können.

Die beim Gericht helfen kostenlos und stehen rechtlich über der Bank. Die können bei der Bank auch Zwangsmittel in Form von Beschlüssen anwenden.

Du selber kannst nicht in Namen deiner Mutter bei der Commerzbank anrufen und Auskünfte über ihr Konto erteilt bekommen. Da spricht das Bankgeheimnis und der Datenschutz dagegen. Es sei denn du bist Generallbevollmächtigte deiner Mutter und legst diese Generalvollmacht der Bank vor. Das könnte eventuell klappen.

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"Lediglich eine kleine Abschlagszahlung für den November an den Stromversorger wurde von Diesem auf das Konto zurücküberwiesen, da der Betrag fehlerhaft (neue Abschlagszahlung) war und es wurde gebeten, diese Abschlagszahlung für November zusammen mit der Dezemberzahlung vorzunehmen."

Also ist mehr eingegangen in dem Monat als hätte eingehen dürfen. Die Commerzbank kann das nicht unterscheiden (keine Bank kann das). Es geht mit rechten Dingen zu und da kann auch nichts dagegen gemacht werden. Die Commerzbank macht das nicht weil sie das lustig findet, oder diese zusätzliche Arbeit gerne hätte - sondern weil sie gesetzlich verpflichtet ist dieses Geld zurückzuhalten. Eingang ist Eingang! Egal ob es zurücküberwiesen wurde, es zählt als Eingang und wird mit dem Freibetrag verrechnet

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Kommentar von Cretin
03.12.2015, 20:50

Aber dieser Freibetrag würde ja nicht einmal annähernd überschritten!

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Kommentar von ParagrafenChef
07.12.2015, 19:11

Also ist mehr eingegangen in dem Monat als hätte eingehen dürfen. Die Commerzbank kann das nicht unterscheiden (keine Bank kann das) . Es geht mit rechten Dingen zu und da kann auch nichts dagegen gemacht werden.

Was für ein rechtlicher Unsinn!

Wie viel Einkommen im Vormonat ein ging, hat mit dem Geldeingang im aktuellen Monat wenig zu tun.

Ein Nachteil bringt der Vormonat niemals. Im Gegenteil:  Hat man einen Teil vom Freibetrag aus dem Monat Oktober nicht verfügt, dann muss dieser nicht verwendete Teil einmalig in den Folgemonat November übertragen werden und steht dort zusätzlich zum vollen November Freibetrag/bzw. Einkommen zur Verfügung.

Die Commerzbank kann und muss das sehr wohl unterscheiden! Alle anderen Banken auch!

Die Banken und Sparkassen verhalten sich beim P-Konto seit deren Einführung am 1.07.2010 absolut krank! Insbesondere die Volksbanken, aber auch viele andere Banken und Sparkassen!

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Bei einer alleinstehenden Person beträgt der Freibetrag 1.045 Euro. Meine Schwester hat mich als Betreuerin und ist bei der Sparkasse. Sobald sie über diesen Freibetrag kommt wird das Geld an die Gläubiger abgeführt: Aber nur was den Betrag übersteigt. Deine Mutter hätte den gleichen Freibetrag auch alleinstehend. Leider ist die Commerzbank eine Privatbank. Da müßte man die AGB durchsehen. Aber das Geld hätte nicht separiert werden dürfen. Bist du Betreuerin deiner Mutter dann wende dich an den zuständigen Notar.

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Kommentar von Kirschkerze
03.12.2015, 20:51

"Leider ist die Commerzbank eine Privatbank. Da müßte man die AGB durchsehen."

Das hat mit den AGB nichts zu tun. Der Freibetrag wird gesetzlich vorgegeben. Und doch das Geld durfte separiert werden - sie hat in dem Monat nicht nur die 400 € aufs Konto bekommen, sondern die 400 € + Abschlagszahlung

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