Kontopfändung trotz bezahlter Hauptforderung - was kann ich tun?

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4 Antworten

Nun meine erste Frage, ist das Rechtens, obwohl die Summe worauf sich der Pfändungsbeschluss beläuft, schon bezahlt wurde?

Nach deiner Schilderung hast du genau das gerade nicht getan. Tatsächlich muss nicht nur die ursprüngliche Rechnung/Hauptforderung bezahlt werden, sondern auch was an Zusatzkosten von dir verursacht wurde. Also Gerichtskosten, titulierte Kosten (also alles was im VB steht). Bei allem übrigen muss man mal schauen.

Und ja, eine Pfändung ist immer über den Komplettbetrag möglich. Auch Zinsen usw. musst du bezahlen.

Wenn ansonsten von den 230€ bereits 180€ bezahlt wurden, so dass sich nur noch eine Restdifferenz von 50€ ergibt, dann schau in Xipolis Antwort.

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Kommentar von BigSanta
07.05.2016, 13:03

In dem PfüB stehen nur die besagten 50 Euro.

Für mich als Laien bedeutet das, dass nur die 50 Euro pfändbar sind, sprich, sollten diese gezahlt sein, sollte doch auch der PfüB nichtig sein, oder irre ich mich da?

Die 230 Euro beziehen sich auf die aktuelle Forderung, da sind die gezahlten 50 Euro (die Hauptforderung) schon abgezogen.

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Es gibt keinen Automatismus dafür, entweder der Gläubiger hebt ihn auf, oder Du musst selbst beim Gericht entsprechende Anträge/Erinnerungen stellen/einlegen.

Wenn der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss sich auf eine titulierte Forderung von genau 50.- € bezieht und Du diese nachweislich zahlst, Dir den Titel aushändigen lässt, dann wird die Zwangsvollstreckung auf Deinen Einstellungsantrag hin vom Vollstreckungsgericht eingestellt (§ 775 Nr. 3 ZPO). 

Wenn Du schon vor drei Jahren gezahlt hast, kannst Du das übrigens auch Nachweisen in dem Du Deine Bank um die entsprechenden Auszüge bittest (kostenpflichtig!), denn diese bewahrt solche Unterlagen zehn Jahre lang auf.

Wenn natürlich auch die 230 € tituliert sind im gleichen Titel auf den sich der PfüB bezieht, dann nicht. 

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Kommentar von BigSanta
07.05.2016, 12:57

Ja, der Pfändungs- und Überweisungsbeschluss bezieht sich nur auf diese 50 Euro.

Die Inkassofirma hat mir auch eine Liste zugesandt wie die insgesamt 230 Euro zustande kommen, dort wurden die bereits gezahlten 50 Euro schon mit berücksichtigt und ist auch ersichtlich in der Liste.

Wäre der PfüB denn aufgehoben, wenn die Bank diese 50 Euro an die Inkassofirma überweist?

Oder kann ich mit dem Nachweis das die Forderung bereits gezahlt wurde direkt zum Gericht gehen und eine Aufhebung beantragen?

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die Gerichtskosten und die kosten der Inkassofirma die mit tituliert sind müssen bezahlt werden, zinsen verjähren normal. Wenn insg. 230€  offen sind werden sie den Pfändungsauftrag auf das Konto auch nicht aufheben wenn 50€ weg sind sondern eben erst wenn alles bezahlt ist.

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Kommentar von Xipolis
07.05.2016, 18:35

1.) Ich verstehe es so, dass lediglich 50.- € insgesamt tituliert sind die auch vor drei Jahren bezahlt worden sind.

2.) Nun kam ein PfÜb auf die gleiche, bereits bezahlte Forderung.

3.) Das Inkassounternehmen fordert in einer Aufstellung nun weitere 230.- € die nicht tituliert sind.

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Warum sollte sie den aufheben, umgekehrt würden Sie das tun. Nein, Dann sind wir einer Meinung. Ich auch nicht. War jahrelang Vollstreckungsbeamter einer Kommunalverwaltung.
Nach dem Motto Haus anstecken und dann in die Privatinsolvenz ,und  dann lustig lachen.

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