Kontopfändung - wann ist Konto wieder frei?

8 Antworten

Hi Vanilla2, also ich bin zwar bei der Sparkasse, aber am Ende wird das egal sein. Erstens hast du 7 Werkstage Zeit, das Geld, das nicht gepfändet werden darf bei deiner Bank in bar abzuheben. Bei alleinstehenden liegt der Satz bei gut 900€ nach meinem Wissen. Zweitens, da die Forderung 700€ ist, bleiben dir also 1300€ zur freien Verfügung, solange nicht noch andere Pfändungen laufen. Was ich persönlich wichtig finde, und auch auf jedenfall machen würde ist, den Gläubiger anrufen, das du es sofort überweist, dann gleich von deiner Bank aus ein Fax zum Gläubiger hin faxt, das du das Geld angewiesen hast (Überweisungsbeleg von der bank bitte abstempeln lassen) und in der Bank nochmal den Gläubiger anrufst, ob das Fax auch angekommen ist. Dann kannst du den Gläubiger gleich fragen, ob, bzw wann er das Konto wieder frei gibt. Meistens machen sie das Konto nach Zahlungseingang wieder frei und um es zu beschleunigen, bitte den Gläubiger bitte darum, ob er die Kontofreigabe auch zu deiner Bank faxen könnte. Wäre so der schnellste Weg. Und mit der Miete dürfte es eigentlich keine Probleme geben, bis auf das du sie evtl mit einem Überweisungsformular machen musst. Also als erstes den Gläubiger anrufen und ihm deine Vorgehensweise vorschlagen. Du musst natürlich selbst direkt zur Bank hin, anders wie oben beschrieben geht es wohl nicht. Also bei mir hat es so jedenfalls ohne weitere Probleme geklappt. Allerdings solltest du bei deiner Bank Nachfragen, ob dein Konto nun in ein sogenanntes P-Konto umgestellt wird. Das wäre der Nachteil, das man keinen Dispo mehr hat und dann bei Überziehung 16,5% Zinsen zahlen muss. Ist grade, oder am anlaufen, das jedes Konto, wo einmal eine Pfändung war, automatisch in ein P-Konto (sogenanntes pfändungsfreies Konto) umgestellt werden soll. So habe ich es gemacht, da meine Bank meinte, ich könnte dann bis gut 900€ im Haben sein und davon könnte nichts gepfändet werden. FALSCH!!!! Man hat dann anstatt 7 Werktage angeblich 2 Monate Zeit, um sein Geld abzuheben, bei mir kam meine Rente am 31.1. Und somit wurde der ganze Januar mit berechnet. Daher wohl auch für dich die bessere Variante, den Gläubiger zu überzeugen, das du es morgen sofort anweist (Überweist), wie oben schon beschrieben. Falls du vorläufig wider erwarten nicht an deine restlichen 1300€ kommen solltest, dann setz dich auf jedenfall mit deinem Vermieter und evtl. noch anderen Leuten telefonisch in Verbindung, das bei deiner Bank irgendein Syatemfehler dazu geführt hat, das du zur Zeit an kein Geld rankommst, es aber schon alles in Bearbeitung ist. So wissen dann alle bescheid, das sie ihr Geld evtl paar Tage später bekommen, aber die meisten sind froh, wenn sie informiert werden, du ersparst dir unnötige Mahnungen und somit auch Mahngebühren. Und so erfährt auch keiner, das es wegen einer Pfändung ist, sondern ein Fehler bei der Bank. Hört sich besser an, oder? ;-) Mit freundlichem Gruß, Leon1310 Ps: bei weiteren Fragen bitte in deinem Fall EMail an: Carlosschmidt201@aol.com und dann evtl telefonisch, da es ja anscheinend drängt.

Grundsätlich ist das Konto 14 Tage gespeert. Gehst du aber zur Bank und lässt das Geld sofort überweisen, ist das Konto sofort wieder Frei. Bis du Geld am Automaten bekommst wird ein bissl zeit dauern, in der Regel 1 std. Aber man wird dir sofort am Schalter Geld geben.

Pfändungsschutz

Zuständig ist die Stelle, die den Pfändungs- und Überweisungsbeschluss ausgestellt hat. Wenden Sie sich z.B. an das Amtsgericht (Rechtsantragsstelle), Finanzamt (Pfändungsstelle), Hauptzollamt oder die Krankenkasse. Sollte die Pfändung vom Finanzamt, Hauptzollamt oder von der Krankenkasse veranlasst worden sein, müssen Sie sich direkt dorthin wenden. Entnehmen Sie in diesem Fall die Adresse Ihren Unterlagen oder dem Telefonbuch.

Antrag auf Kontenpfändungsschutz:

Innerhalb der 2-wöchigen Sperrfrist müssen Sie bei dem Gericht, das den Pfändungsbeschluss erlassen hat persönlich (zu Protokoll) oder schriftlich einen Antrag gem. § 850 k ZPO auf Kontenpfändungsschutz stellen, um den unpfändbaren Teil Ihres Arbeitseinkommens frei zu bekommen. Gleichzeitig müssen Sie eine einstweilige Einstellung der Zwangsvollstreckung beantragen, um die Wirksamkeit der Sperrfrist zu verlängern. Das Gericht wird dann per Beschluss entscheiden, Ihnen den pfändungsfreien Betrag auf dem Girokonto zu belassen (Sparkonten und Depots sind generell nicht pfändungsfrei). Pfänden weitere Gläubiger Ihr Konto oder ändert sich Ihr unpfändbarer Betrag, müssen Sie jeweils erneut Kontenpfändungsschutz beantragen.

Sowohl bei einer Kontopfändung als auch bei einer Kontosperre (aufgrund eines ausgeschöpften Überziehungskredits) ist Ihr Kreditinstitut (nach § 55 SGB I) zur Auszahlung von gutgeschriebenen Sozialleistungen an Sie verpflichtet. Die Auszahlungsverpflichtung der Bank besteht im Falle von eingehenden Sozialleistungen (z.B. Arbeitslosengeld II und Sozialgeld, Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsunfähigkeit gemäß SGB XII, Kinderzuschlag, Unterhaltsvorschuss, Renten, Wohngeld, BAföG etc.) und erstreckt sich auf 14 Kalendertage nach Gutschrift auf Ihrem Konto. Innerhalb dieser Zeitspanne genügt ein Nachweis von Ihnen, um über diese Beträge verfügen zu können.

Lassen Sie sich nicht von Ihren Gläubigern mit der Androhung von Haftstrafen einschüchtern. Eine Haftstrafe droht, wenn Sie Schulden aus Geldstrafen oder Ordnungswidrigkeiten nicht begleichen, die Abgabe der eidesstattlichen Versicherung (EV) verweigern oder Ihre Unterhaltspflichten mutwillig verletzen.

Ich hoffe die Informationen helfen erst einmal.

Gruß Michael

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