konto gespändet, danach Insolvenzantrag

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6 Antworten

Rückzahlung wird nciht erfolgen, denn wenn der Insolvenzantrag früher erfolgt wäre, hättest Du das Geld nicht bekommen, weil das erste, was ein Insolvenzverwalter macht ist, dass er alles ansich zieht und die Konten dicht macht.

Aber mit der Restsumme wird es eng.

Deine Kontopfändung hat denen wohl wirklich das Genick gebrochen.

Trotzdem, besser so, mit wenig Geld, als ohne Pfändung und gar nichts.

Erfolgte die Pfändung einen Monat vor Stellung des Eröffnungsantrages und wird das Verfahren sodann eröffnet, ist sie unwirksam. Das Erhaltene musst du dann herausgeben. Deine Forderung kannst du anmelden. Der erste Schritt wäre nun, dass du den genauen Pfändungszeitpunkt (nicht Überweisungszeitpunkt) feststellst.

hi,

der Insolvenzverwalter kann sich die bereits gezahlen Beträge zurückholen.

Das ergibt sich aus § 130 InsO.

Insbesondere wenn Gelder per Zwangsvollstreckung beigetrieben werden, nimmt man an, dass der Gläubiger bei der Zahlung Kenntnis von der Zahlungsunfähigkeit des schuldners haben konnte.

Das erscheint völlig absurd, ist aber leider so.

Der Insolvenzverwalter kann also Zahlungen die bis zu 3 Monaten vor dem Inso Antrag geflossen sind anfechten.

Dann muss der Gläubiger sein mühsam eingetriebenes Geld wieder an die inso Masse zahlen und kann dann seine Forderung ganz normal anmelden.

Ich habe das mal selbst gehabt. Geld mühsam eingetrieben. 4 Wochen später bekam ich Post von nem Inso Verwalter.

Ich hatte seinerzeit Leistungen für einen Bauträger erbracht.

Das waren "nur" ca 1500€ +kosten, also 2000€.

Rechtlich wäre es so gewesen, dass ich die 2000€ hätte an den Inso Verwalter zahlen müssen.

Da ich ungefähr der 10. Handwerker war, der dem Bauträger die Konten dicht gemacht hatte, gab es Anhaltspunkte, dass der Bauträger in meinem Fall schon bei der Auftragsvergabe davon ausging, meine Leistungen gar nich zahlen zu können oden zu wollen.

Wenn der Bauträger also schon vorher davon augegangen ist, dass er die bestellte Leistung eh nicht bezahlt, dann erfüllt das definitiv den Tatbestand des Betruges nach § 263 StGB.

Mein Anwalt hat dem Inso Verwalter dann mitgeteilt, dass, wenn er die Anfechtung aufrecht erhält, Strafanzeige wg Betruges gegen den Inso Schuldner gestellt wird und die Forderung nach § 174 Abs 2 InsO angemeldet wird.

Das ist dann ne Forderung aus so genannter "vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung".

Wenn die Forderung als Solche festgestellt wird, gilt das Vollstreckungsverbot nach § 89 InsO nicht mehr.

Zudem gelten die üblichen Pfändungsgrenzen bei solchen Forderungen nicht.

Der Gläubiger kann dann auch bei ner Inso, unter Beachtung der Untehaltpflichten des Schuldners, bis auf Hass 4 Niveau durchvollstrecken.

bei kleineren Beträgen hat man gute Chancden, dass der Inso Verwalter dann von der Anfechtung absieht, weil ja, wenn der Gläubiger den o.a. Srafantagg verfolgt ein Prozassrisiko hat.

Der Verwalter muss also die Verhältnismäßigkeiten des prozessrisikos gegen die forderungshöhe abwägen, also ob es sich lohnt, einen überhaupt einen Prosess zu führen.

Wenn nämlich der Gläubiger den Rechtsstreit gewinnt, also die Forderung als Solche aus "vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung" vestgestellt wird, dann hat der Inso verwalter Gelder der Inso Massen zu Lasten aller anderen Gläubiger verbrannt.

Evtl. könnte sich der Inso Verwalter dann sogar Schadenersatzpflichtig gegenüber den Massegläubigern gemacht haben.

Wie gesagt, bei kleineren, überschaubaren Summen ist die Warhscheinlichkeit hoch, dass der Inso Verwalter von der Anfechtung absieht, wenn es schon Anhaltspunkte dafür gibt, dass die Forderung nachher als Solche aus "vorsätzlich begangener unerlaubter Handlung" durchgehen könnte.

Je nachdem, wie bei dir die Sachlage ist, kann es sich lohnen, dass du auch, wie beschrieben, ne Strafanzeige wg Betruges in Aussicht stellst.

Schlimmstenfalls müsstest du halt die Summe trotzdem an die Inso Masse zahlen.

Wenn du Glück hast, hat der Inso Verwalter keine Lust zu prozzessieren und lässt von der Anfechtung ab.

jhirsch 06.03.2014, 14:07

Danke für den ausführlichen Kommentar. Na mal sehen wie sich das entwickelt.

Gruß jo

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was dir die Firma sagt, kann dir egal sein. Kontaktiere den Insolvenzverwalter. Ich glaube nicht, dass du das Geld zurückbezahlen musst, aber ich bin kein Anwalt

So ist es. Du musst Deine Forderungen beim IV anmelden.

die frage ist wan die den antrag gestelt haben vor oder da nach

jhirsch 06.03.2014, 11:54

Pfändung, teilzahlung, insolvenzanrtag. Konto leer.

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