Konto eröffnen ALG ||?

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5 Antworten

das eine hat doch mit dem anderen nichts zu tun. wenn deine mutter alleiniges sorgerecht hat, kann sie das konto mit einem negativbescheid über asr einfach eröffnen für dich.

das andere ist das dein einkommen deinen bedarf kürzen wird. die ersten 100 euro sind anrechnungsfrei, darüber hinaus sind nochmal 20% freibetrag fällig. das wird vom gesamteinkommen abgezogen und die differenz ist das was dir vom bedarf abgezogen wird, gleiches gilt für das kindergeld was dir in voller höhe abgezogen wird. so du bedarfsüberdeckend verdienst, wird ihr das überdeckende kindergeld angerechnet. du zahlst dann deiner mutter miete, stromanteil, lebensmittel und kommst für klamotten etc selber auf.

Dass sie ein Konto für mich eröffnen kann war mir ja klar. Wusste halt nicht genau ob ihr jetzt was gekürzt wird oder nicht. 

Aber auf jeden Fall danke für die Antwort!

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Deine Mutter muss dann das Konto und dein Einkommen dem Jobcenter mitteilen und nachweisen !

Je nachdem wie hoch dein Brutto und Netto ist fällt dann dein anrechenbares Erwerbseinkommen aus und das wird deiner Mutter dann von deinem Leistungsanspruch abgezogen,so wie jetzt zumindest auch das Kindergeld schon,wenn sie für dich nicht noch Unterhalt bzw.Unterhaltsvorschuss bekommt.

Dir stehen dann auf deine Brutto Vergütung Freibeträge auf Erwerbseinkommen nach § 11 b SGB - ll zu,dass wären dann zunächst einmal 100 € Grundfreibetrag.

Ab 100 € - 1000 € Brutto kommen 20 % und von 1000 € - 1200 € Brutto noch einmal 10 % an Freibetrag dazu,diese werden dann addiert,theoretisch von deiner Netto Vergütung angezogen und das ergibt dann dein anrechenbares Erwerbseinkommen.

Mit 16 Jahren steht dir derzeit ein Regelsatz für den Lebensunterhalt von 311 € ( 14 - 17 Jahre ) und dazu kommt dann min.noch dein KDU - Kopfanteil der Kosten für die Unterkunft und Heizung ( Warmmiete ),bei 2 Personen wären das dann 50 % der Warmmiete.

Angenommen deine Mutter müsste 560 € für die KDU - zahlen läge der KDU - Kopfanteil bei 280 €,dazu käme dein Regelsatz von 311 €,dein Bedarf würde also bei min.591 € liegen.

Von diesen angenommenen 591 € ginge jetzt schon in der Regel dein volles Kindergeld von 192 € ab,es blieben also jetzt schon nur noch angenommen 399 € als monatlicher Bedarf,den deine Mutter noch für dich bekommen würde,wenn deine Mutter selber kein übersteigendes Einkommen hätte was dann auf deinen Bedarf angerechnet würde bzw.sie nicht noch Unterhalt oder Unterhaltsvorschuss bekäme.

Wenn du jetzt mal angenommen 600 € Brutto und 450 € Netto Vergütung bekommen würdest,dann stünden dir auf dein Brutto ein Freibetrag von 200 € zu,dieser würde dann von deinem Netto abgezogen und würde noch einen Bedarf von angenommen 149 € ergeben,wenn dein Restbedarf bei angenommen 399 € liegen würde,weil das anrechenbare Erwerbseinkommen dann nach Abzug der 200 € bei 250 € liegen würde.

Hättest du soviel anrechenbares Einkommen das du deinen Bedarf nach dem SGB - ll selber decken könntest,dann würdest du aus der BG - ( Bedarfsgemeinschaft ) deiner Mutter raus sein.

Deine Mutter würde dann keine Leistungen mehr für dich bekommen,dann käme es darauf an was du evtl.von deinem Kindergeld selber noch zur eigenen Bedarfsdeckung benötigen würdest,denn der übersteigende Betrag den du dann nicht mehr vom Kindergeld zur eigenen Bedarfsdeckung benötigen würdest wird dann wieder zum Einkommen deiner Mutter und nach evtl.Abzug von Freibeträgen auf ihren Bedarf angerechnet.

Würdest du also angenommen vom Kindergeld gar nichts mehr benötigen,dann müsstest du deiner Mutter zumindest erst einmal deine 50 % für die KDU - zahlen,dazu dann noch 50 % vom Abschlag für den normalen Haushaltsstrom,etwas für das reinigen deiner Kleidung usw. und wenn sie dich noch versorgen würde auch noch einen angemessenen Betrag ( Kostgeld ) für deine Verpflegung,Klamotten usw.kannst du dir dann ja selber kaufen.

Der Rest wäre dann deine,aber zumindest dein Freibetrag auf Erwerbseinkommen würde dir zur Verfügung stehen.

Ja das ist der Beitrag der bisher für dich geleistet wurde. Ihr bildet gemeinsam eine Bedarfsgemeinschafft. Ich würde dir raten auszuziehen. Selbst wenn du nur auf Papier umzieht und weiter bei deiner Mutter lebst. So musst du nur die Miete zahlen, das sind höchstens 400 für eine ein-zimmer Wohnung. Nun besteht aber das Problem, dass deiner Mutter für ihre Wohnung dein Anteil für Essen usw gekürzt wird. Also wieder A-Karte. So oder so. Du arbeitest nun und musst voll für dich selbst sorgen. Dass dir etwas abgezogen wird liegt nur daran, dass deine Mutter nicht genug verdient um für dich auszusorgen.

Das heißt aber nicht dass du wegen deiner Mutter weniger Geld bekomnst. Weil wenn deine Mutter nicht da wäre, müsstest du wieder mind. 400 für miete und 200 für essen ausgeben. So oder so es kommt aufs gleiche heraus.

Vielen Dank für die Antwort!

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Wenn du eine Ausbildung machst und damit ein eigenes Einkommen hast, bekommt deine Mutter dann weniger Geld. Schließlich zahlt das Amt ja nicht nur für deine Mutter, sondern auch für dich.

Das ist so völlig korrekt.

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