Kontergriffe zur Verteidigung.

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2 Antworten

Hallo MrPullerkind,

legal ist eine Notwehr nur dann, wenn sie angemessen ist. Das heißt, wenn dir jemand eine Ohrfeige geben will, könntest du ihm (wenn du eine gute Reaktion hast) die Hand festhalen, ihm aber die Finger zu brechen, das geht darüber hinaus.

Du bist 14 Jahre alt, da denke ich bei solchen Fragen nicht schlecht über dich.

Grundsätzlich aber erzeugt Gewalt nur Gegengewalt. Hier ist eine Erfahrung von jemand, der Karate betrieben hat, und es ist bemerkenswert, wie er das sieht:

*** g85 22. 3. S. 15-16 wado-kai — Der wahre „Weg der Harmonie“? ***

Die Entscheidung getroffen

Diesmal wurde das Studium ohne Unterbrechung durchgeführt. Bald erkannte ich, daß sich das, was ich aus Gottes Wort lernte, nicht mit meiner Liebe zum Karatesport vereinbaren ließ. Zum einen standen die Worte des Paulus, daß ‘Leibesübung zu wenigem nützlich ist’, im Widerspruch zu dem beträchtlichen Zeiteinsatz, den ich dem Sport widmete (1. Timotheus 4:8). Zum anderen besteht, wie die Zeugen hervorhoben, das Ziel beim Karate darin, den Gegner zu verletzen, wobei jemand, wenn auch unabsichtlich, getötet oder schwer verletzt werden kann. Das stimmte zwar, doch fiel es mir schwer, das einzusehen. Wie könnte ich all das aufgeben, was ich 12 Jahre lang so eifrig betrieben hatte? Ich stimmte dem biblischen Rat zu, nicht auf Waffen zur Selbstverteidigung zu vertrauen, weil dadurch schon oft der Tod unschuldiger Menschen verursacht worden ist (Prediger 9:18). Widerstrebend dachte ich: „Ist denn das Ausüben von Karate wirklich mit Waffenbesitz vergleichbar?“ Mir fiel ein, was Isao Obata, der Mitgründer der japanischen Karatevereinigung, einmal über Karate gesagt hatte: „Der Sinn ist das Gewehr und der Körper das Geschoß.“ „Könnten die Worte Jesu: ‚Stecke dein Schwert wieder an seinen Platz, denn alle, die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen‘ auch auf jemand zutreffen, der Karate betreibt?“ dachte ich beunruhigt. Ich wußte, daß ich einen Entschluß fassen mußte (Matthäus 26:52).

Natürlich, mit deinem Alter habe ich auch noch nicht biblisch gedacht, habe auch Jiu-Jitsu betrieben. Vielleicht helfen dir einige Worte von dieser Antwort. Es ist gar nicht nötig, jemand die Finger zu brechen, wenn du kannst, dann lauf davon. Besser ein "Feigling" zu sein, als vielleicht Probleme mit der Polizei zu bekommen, weil du im Zorn über das Ziel hinausgehst.

Viel Glück beim "Nichtverteidigen",

Alfred

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Kommentar von waermefreund
23.06.2011, 08:21

Ich glaube, daß der Sinn von Kampfsport darin liegt, Gefühle wie Zorn etc in einem solchen Moment zu beherrschen und einem zudem die Fähigkeit zu vermitteln, gefährliche Situationen zu antizipieren und einen Gegner zu kontrollieren (körperlich oder psychisch).

In einer Notlage jedoch wäre mir ein Problem mit der Polizei egal, wenn ich mein oder ein anderes Leben retten müßte. Es nützte ja auch nichts, wenn auf meinem Grabstein stände: "Aber er hat immer versucht, seine Verteidigung angemessen zu gestalten."

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das wäre rein theoretisch notwehr... aber notwehr darf auch nur angemessen sein (außer es geht um dien leben) also wenn dich ein rempelt darfste ihn nicht erschießen

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Kommentar von MrPullerkind
22.06.2011, 14:03

das ist mir schon klar xD aber danke ;D

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