Kontaktverbot zu älterem Halbbruder, dürfen unsere Eltern das?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du und dein Zwillingsbruder, ihr habt definitiv ein Recht auf Umgang mit eurem großen Halbbruder

http://dejure.org/gesetze/BGB/1685.html

§ 1685
Umgang des Kindes mit anderen Bezugspersonen

(1) Großeltern und Geschwister haben ein Recht auf Umgang mit dem Kind, wenn dieser dem Wohl des Kindes dient.

Sollte er noch Abhängig sein, dann wäre dies natürlich gegen das Wohl das Kindes, dann wäre das Kontaktverbot vollkommen gerechtfertigt.

Aber wenn wirklich wieder komplett clean ist und sogar ein Abi hat und zu studieren beginnt, dann habt ihr gute Chancen, dass §1685 Absatz 1 für euch gilt

Super :)

Also stimmt es, dass wir ihn sehen dürfen.

Wie sollen wir das denn machen, uns einfach mit ihm in der Stadt treffen ?

Und wenn unsere Eltern das rauskriegen, dann dürfen sie uns nicht bestrafen dafür oder ?

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@Xboytheunseen

Bestrafen könnten sie euch durchaus. Sie könnten aber auch noch ein gerichtliches Kontaktverbot erwirken. 

Bis dato ist euer Bruder in den Augen eurer Eltern derjenige, der seinen jüngeren Geschwistern das Rauschgift nahegebracht hat. 

Vermeintliches Recht haben und es bekommen sind zwei unterschiedliche Sachen. 

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@furbo

Er hat uns ja noch nichtmals das Heroin näher gebracht, sondern hat uns nur gezeigt, wie man Spritzen setz

Medizinisches Wissen kann ja wohl nicht schaden eher im Gegenteil vor einigen Wochen konnte ich dieses Wissen sogar sinnvoll anwenden und meinem Zwillingsbruder mit meinen Antikörpern die Grippe ersparen.

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@Xboytheunseen



sinnvoll anwenden

Dein Ernst ?

Ich hatte euch doch schon vor Wochen auf eure damalige Fragen dahin gehend geantwortet, dass es absolut dumm von euch war euch gegenseitig Blut zu spritzen.

Noch einmal, ihr seid kein medizinisches Fachpersonal, ihr seid ja sogar noch halbe Kinder, da ist absolut unverantwortlich wenn ihr sowas macht.

Weil ihr eineiige Zwillinge seid, stimmt es zwar, dass von deinem Blut ansich für deinen Bruder keine Gefahr ausgeht, von einer laienhaften Transfusion dafür aber um so mehr.

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@Xboytheunseen

Ja, ihr dürft ihn sehen, aber nicht einfach so, ihr müsst euch das gerichtlich oder wenigstens über das Jugendamt bestätigen lassen.

Und ja eure Eltern dürften euch auch betrafen und solltet ihr den Prozess wirklich gewinnen müssten eure Eltern diese Strafen zwar theoretisch aufheben, aber praktisch gibt es keinen vernünftigen Weg für euch sie zu sowas zu zwingen.

Also trefft euch einfach so mit ihm, dass eure Eltern es nicht mitbekommen und fertig

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Ich denke du siehst es zu einseitig. Bisher hast du nur die Angaben des kleinen Bruders, die Eltern sehen die Lage anders, haben vielleicht auch noch andere Erkenntnisse und können sich auf den zweiten Halbsatz des Abs. 1 beziehen. 

Bisher steht immer noch das rechtlich bindende Kontaktverbot der Eltern. 

Das Umgangsrecht zu haben und es zu bekommen, das sind zwei Seiten der nicht unbedingt selben Medaille. 

Eine bindende positive Entscheidung dürfte hier nur das Vormundschaftsgericht fällen. 

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@furbo

Es ist eben nicht rechtlich binden, es hat nur Status einer Erziehungsmaßnahme

Auf deren Missachtung die 2 dann aber weiter Maßnahmen wie Hausarreste oder Elektroniksperren bekommen könnten

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Ich komme mal mit einer anderen Sichtweise nachdem ich mir so einige Antworten noch durchgelesen habe:

Dein Bruder ist süchtig. Sucht ist eine lebenslange chronische Erkrankung. Sucht kann nur zum Stillstand gebracht werden.

Danke: Mir ist bewusst dass es Hirnlose mit tollen Titeln gibt die andere Ansichten vertreten. In einem Staat in dem kritische Ärzte davon ausgehen dass jeder zweite Totenschein falsch ist dürfen wir uns fragen, ob die Angaben, auf welche sich jene betitelten Subjekte beziehen die behaupten Sucht sei heilbar, auch nur annähernd glaubhaft sein können.  

Ok. Euer Bruder ist clean. Er lebt seine Sucht also im Stillstand. Wenn ich Dich recht verstehe nicht erst seit heute. Dennoch

Sollte der NA-Sponsor Eures Bruders ihm dazu geraten haben Euch darin zu bestärken gerichtlich das Kontakt-Verbot der Eltern aufheben zu lassen kann ich nur raten den Sponsor zu wechseln. Aus Lebenserfahrung. Denn ich habe viel zu oft erlebt dass der Esel aufs Glatteis geht ist ihm zu wohl. Bei Süchtigen führt das Glatteis dann direkt und in der Regel sehr schnell in den Tod.

Es geht also nicht einfach nur darum Recht zu bekommen. Es geht auch darum die Besonderheiten die Sucht nun mal so beinhaltet zu beachten. 

Ihr müsst und könnt diese Besonderheiten sehr wahrscheinlich nicht verstehen. In einem solchen Fall ist es auch nicht erstrebenswert zu versuchen selbst diese Erkrankung zu bekommen um nachvollziehen zu können. 

Einerseits lebt ein aktiv Süchtiger in der Hölle Im wahrsten Sinne des Wortes. Kein gesunder Mensch versucht freiwillig in der Hölle leben zu können. 

Andererseits eignet sich nicht jeder Mensch dazu eine Sucht zu entwickeln. Und dann bleiben nach dem Versuch manche Schäden die unter Schmerzen behoben werden müssen. Auch Das macht keinen Sinn. 

Fragt also Euren Bruder wie sein Sponsor von NA dazu steht dass Ihr einen solchen Weg einschlagen wollt. 

Ein grundsätzliches Umgangsrecht habt ihr zwar, aber die Eltern bestreiten - aus ihrer Sicht verständlich - dass das Umgangsrecht eurem Wohl dient (§ 1685 Abs. 1 BGB, zweiter Halbsatz ). Das ist in Anbetracht des Verhaltens eures Bruders durchaus verständlich. 

Es gibt also zwei entgegengesetzte Meinungen, und jede Seite nimmt für sich in Anspruch, dass ihre Meinung die richtige ist.

Um das Umgangsrecht mit ihm zu bekommen, wird euch vermutlich nichts anderes übrigbleiben, das Vormundschaftsgericht entscheiden zu lassen. 

Ich vermute aber, dass das Gericht gegen euch entscheiden wird. Der Bruder müsste sicherlich sehr überzeugend darlegen, dass er seine Vergangenheit entgültig hinter sich gelassen hat.

Geht erstmal zum Jugendamt und fragt dort um Rat. 

Er ist nicht mehr so.

Sollten wir dann zu dem Gericht gehen oder ?

Wie lange würde sowas dauern und dürfen unsere Eltern uns dafür betrafen, dass wir zum Gericht gehen ?

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@Xboytheunseen

Ihr solltet nicht so auf dem Umgangsrecht rumreiten. 

Das ist nur ein bedingtes Umgangsrecht, ein Recht, das ihr nur habt, wenn es eurem Wohle dient. Um also das Umgangsrecht zu bekommen, musse ggf. nachgewiesen werden, dass es eurem Wohle dient. Wenn die Eltern "nein", sagen gilt das, sie sind nicht in der Pflicht nachzuweisen, dass es euch schadet. Da sitzen die Eltern am längeren Hebel. 

Nochmal: redet mit dem Jugendamt.

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Wieso sollen wir nicht einfordern was uns zusteht ?

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@Xboytheunseen

Weil es euch wahrscheinlich eh nur vom Jugendamt beaufsichtigten Umgang um den Preis eures Familienfrieden bringt.

Wäre es euch das Wert, dass der Umgang in eurer Familie die nächsten paar Monate mitunter einfach nur noch kalt und emotionslos ist ?

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@Xboytheunseen

Ich hab's euch erklärt, warum es gegen den elterlichen Willen kaum geht. Aber wenn du meinst, kannst du gerne fordern. .

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