Was sind die Konsequenzen von Cannabisbesitz?

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4 Antworten

In NRW gelten bis zu 10g als geringe Menge zum Eigenverbrauch. Strafrechtlich wird daher das Verfahren gegen dich voraussichtlich nach BTMG 31a eingestellt. 

Die Polizei kann aber bei Drogendelikten nach StVG 2 (12) die Führerscheinstelle informieren. 

Bei reinem Konsum ohne Teilnahme am Straßenverkehr wird "nur" ein ärztliches Gutachten gefordert. Dieses Gutachten besteht aus dem Nachweis der Abstinenz über min. 3 Monate und einem positiven Gespräch mit dem Gutachter.

Aber: Du weißt nicht, ob und wann das Gutachten gefordert wird. Das kann in einigen Wochen sein, es gibt aber auch Fälle, in denen mehrere Jahre vergingen. 

Drogenkonsum ist ein Eignungsmangel und verjährt nicht!

Solltest Du noch konsumieren, wenn die Aufforderung zum äG kommt, dann stehen deine Chancen, die geforderte Abstinenz nachzuweisen, sehr schlecht.

Folge: Negatives Gutachten, Anordnung einer MPU (die wegen der längeren geforderten Abstinenz auf jeden Fall negativ ausfällt) und Entzug der Fahrerlaubnis. 

Deine einzige Chance, den Führerschein zu behalten, besteht also darin, ab sofort und auf unbestimmte Zeit (de facto für immer) mit dem Kiffen aufzuhören!

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Kommentar von LukasVorn
24.11.2015, 11:27

Kannst du mir Tipps für das Gespräch geben? 

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Hallo

gesetzliche Bestimmungen: § 2 Abs. 12 StVG:

"Die Polizei hat Informationen über Tatsachen, die auf nicht nur vorübergehende Mängel hinsichtlich der Eignung oder auf Mängel hinsichtlich der Befähigung einer Person zum Führen von Kraftfahrzeugen schließen lassen, den Fahrerlaubnisbehörden zu übermitteln, soweit dies für die Überprüfung der Eignung oder Befähigung aus der Sicht der übermittelnden Stelle erforderlich ist. Soweit die mitgeteilten Informationen für die Beurteilung der Eignung oder Befähigung nicht erforderlich sind, sind die Unterlagen unverzüglich zu vernichten."

Ärztliches Gutachten:

Wird man polizeilich mit BTM "erwischt" (Konsum, Besitz, Handel... auch bei geringen Mengen), muss man damit rechnen, durch die Fahrerlaubnisbehörde zur Vorlage eines ärztlichen Gutachtens aufgefordert zu werden.Wird durch äG festgestellt, dass der Cannabiskonsum mehr als gelegentlich ist oder man legt innerhalb der Frist kein Gutachten vor, dann ist Kraft Gesetzes der Betroffene nicht geeignet, Kfz zu führen = die Fahrerlaubnis ist auf unbestimmte Dauer weg (FEV, Anlage 4 Pkt. 9.2.1). Und wenn du noch keine Fahrerlaubnis hast wird das äG bei einem späteren Neuantrag gefordert

schau mal hier rein, da sind Erfahrungsberichte über äG's

http://www.verkehrsportal.de/board/index.php?s=&showtopic=56523&view=fin...

es werden auch zwei Abstinenznachweise gefordert

.Wenn der Verdacht des Konsums besteht (z.B. bei Besitz), so kann die Behörde natürlich noch nicht die FE entziehen; sie muss den Fall aber untersuchen. Dies tut sie, indem sie ein äG anordnet, um zu testen, ob der Betroffene auch konsumiert.

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Wurde ein Drogentest durchgeführt?

Eine Meldung an die Führerscheinstelle wird wohl erfolgen.

Manche Führerscheinstellen unternehmen bei der geringen Menge bei einem Ersttäter gar nichts, andere wiederum werden auch bei geringsten Mengen schon aktiv.

Strafrechtlich ist die Chance recht hoch, dass das Verfahren eingestellt wird.

Was die Führerscheinstelle tut, wird man sehen.

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Kommentar von LukasVorn
24.11.2015, 10:54

Kein Test

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Du bist schon im Nirvana??? Das ist ja super.

Wie hast du das geschafft? Durch Zazen, Askese, Theravada?

MfG Buddha

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Kommentar von LukasVorn
24.11.2015, 10:50

Weed :D

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