Konnte mal damals mit einem jüdischen Namen in die Wehrmacht?

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6 Antworten

Der Name war nicht so wahnsinnig relevant, da es viele Namen gibt, die unter Juden und Nichtjuden verbreitet sind. 

Was damals relevant war, war der Nachweis der Abstammung, beziehungsweise Taufscheine, Einträge in Kirchenbücher und so.

Wenn dein Opa bei der Wehrmacht war, dann kann es schon sein, dass er unter dieser Erfahrung gelitten hat und dass er im Krieg verwundet wurde.

Du musst aber auch wissen, dass die Wehrmacht in Russland viele Kriegsverbrechen begangen hat, z.B. Zivilisten beraubt hat, Zivilisten die Vorräte für den Winter weggenommen hat, Zivilisten aus ihren Häusern vertrieben hat und verhungern und erfrieren liess, Zivilisten massakriert hat.

Wenn du dir das Gesamtbild des Krieges anschaust, besonders in Russland:

In der Sovjetunion gab es insgesamt 27 Millionen Opfer des Krieges, davon 18 Millionen Zivilisten. Deutschland hat den Krieg ohne Provokation begonnen. Deutschland war nicht bereit, ein Abkommen zu schliessen, um eigene Soldaten (z.B. in Stalingrad) zu retten, obwohl die Sovjetunion das mehrfach vorschlug und sehr interessiert daran war.

Alleine im ersten Kriegsjahr brachten die Deutschen (Wehrmacht) mehr russische Soldaten um als die Deutschen Soldaten an der ganzen Front hatten.

In Deutschland gab es insgesamt ca. 1 Million zivile Kriegsopfer, gegen 18 Millionen sovjetische Zivilisten, die von den Deutschen oder wegen der Deutschen umgebracht wurden.

Wenn du Näheres über den 2. Weltkrieg an der Russlandfront erfahren willst, kann ich dir das Buch "Stalingrad" von Antony Beevor empfehlen...

Vielleicht ist dein Opa bereit zu reden, wenn er sieht, dass du dich für das Thema interessierst und schon selbst ein bisschen darüber gelesen hast...

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Als Nichtjude ( erbrachter Ariernachweis ) ja, inwieweit möglicherweise eine Namensänderung gefordert wurde weiss ich nicht.

Vielleicht weisst Du ja, dass Juden zu dieser Zeit zwangsweise den zusätzlichen Vornamen " Sarah " bzw. " Israel " tragen mussten, wenn ihr ursprünglicher Name die jüdische Herkunft nicht eindeutig erkennen ließ.

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Kommentar von LucasLae
09.05.2016, 18:40

Na toll, einer schreibt ja und einer nein. Sorry,soll nicht respektlos sein aber hast du eine Quelle?

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Kommentar von LucasLae
09.05.2016, 18:51

Könntet ihr euch mal meine andere Frage durchlesen? Wegen der habe ich eigentlich gefragt

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Ja man konnte zur Wehrmacht. Der Name spielte keine Rolle, man konnte  auch als Jude zur Wehrmacht. Man konnte damals ein sogenannter "Edel-Jude" oder "Deutscher Ehrenhalber" werden.

Das hat Hitler beispielsweise seinem Kinderarzt und seinem Chauffeur "verliehen". Die kamen dann nicht ins KZ etc. 

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Mit Ariernachweis schon. Die meisten konnten aber nicht in die Wehrmacht, sie mussten.

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Nein. 
Juden oder Leute mit jüdischen Namen waren nicht in der Wehrmacht.

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Kommentar von LucasLae
09.05.2016, 18:38

Das soll jetzt nicht respektlos klingen, aber hast du eine Quelle oder vorher weißt du das? Es ist mir sehr wichtig, deswegen frag ich nochmal.

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Kommentar von LucasLae
09.05.2016, 18:52

könntest du dir mal meine andere Frage durchlesen? Wegen der Frage habe ich eigentlich gefragt

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