Konnte Buddha herausfinden warum es keinen Schöpfer gibt?

8 Antworten

Von Experten Bodhgaya und Buddhismus bestätigt

Er hat (nach unserem Glauben) herausgefunden, daß all jene Wesen (Götter), die bislang als "Schöpfer" betrachtet wurden, wie alles andere der Vergänglichkeit unterliegen. Somit sind auch sie (nur) Teil des natürlichen Laufes der Welt.

Universen entstehen und vergehen immer wieder erneut. Buddha sagte, ein erster Anfang sei nicht erkennbar. Klar, das ist jetzt nicht befriedigend für unsere Wissbegier, aber nötig für das Heilsziel ist es tatsächlich nicht.

Ja, in der Tat. Dies ist ein Hauptgrund, warum ich persönlich den Buddhismus als Höchstes anerkenne. Die Frage nach dem Warum ist hier sehr tiefgehend aufgegriffen. Das sogenannte Brahmajālasutta ist das Tiefgründigste, was ich bisher an religiösem oder philosophischen gelesen habe (siehe Kapital 2: https://palikanon.com/digha1/dn01.html). In dieser Lehrrede berichtet der Buddha u.a. wie er, auf persönlicher Erfahrung fußend, erkannt hat, dass gewisse langlebige Gottheiten aufgrund dieser Langlebigkeit einer Illusion verfallen sind, die sie glauben lässt, sie seien ewig, der Schöpfer von allem, was da ist, war und sein wird. Wahrlich exzellent, die Einschätzung des Buddha:

Aber, ihr Mönche, dies weiß der Vollendete: Auf diesen Ansichten beharrend, diese ergreifend, diese festhaltend werden sie in solcher Existenz erscheinen, solche Fortexistenz haben. Dies weiß der Vollendete und er weiß darüber hinaus. Dies wissend hält er nicht fest, loslassend verwirklicht er den Herzensfrieden, und das Entstehen und Vergehen der Gefühle, deren Annehmlichkeit, Nachteil und das Entkommen daraus erkennt der Vollendete der Wahrheit gemäß. An nichts anhaftend ist er befreit, so ist er, ihr Mönche, der Vollendete. Dies, ihr Mönche, sind Dinge, tiefe, schwer zu sehende, schwer zu verstehende, beruhigende, vorzügliche, nicht dem logischen Denken zugängliche, für weitblickende Weise erfahrbar, welche der Vollendete, unmittelbar erkannt selbst verstanden und verwirklicht, verkündet hat, derentwegen der Vollendete wirklichkeitsgemäß gelobt wird.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Buddha hat die Frage nach der Entstehung der Welt nicht beantwortet. Man soll sich nicht auf Fragen konzentrieren, die man nicht beantworten kann:

According to Buddhist teaching, the Buddha refused to answer questions about the origins of the Earth. As a result, Buddhists do not tend to focus on questions that they cannot answer.

https://www.bbc.co.uk/bitesize/guides/zt2tb9q/revision/3

Buddhisten glauben aber nicht an Schöpfergötter.

Buddhism is a religion that does not include the belief in a creator deity,

https://en.wikipedia.org/wiki/Creator_in_Buddhism

Vielleicht hätte er es können - aber daran war ihm m.W. nicht gelegen: Es ging ihm darum, das Leid zu beenden! ...wenn das Deine Mission ist, dann hilft der Beleg der Nicht-Existenz eines Schöpfers nur begrenzt;)

Nein. Buddha hat sich von einem Schöpfungsgedanken distanziert, weil er annahm, dass das Beantworten unbeantwortbarer Fragen, eine Ablenkung auf dem Weg zur Erleuchtung wäre.

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