Konnte beim ersten Kind nicht stillen, muß das dann beim zweiten auch so sein?

8 Antworten

Muss nicht sein, vielleicht geht es beim zweiten Kind besser. Ich bin beim zweiten Kind nach der Geburt nach Hause, das war sicher weitaus besser zum Stillen als im Krankenhaus.

ich hatte einen ungeplanten kaiserschnitt und der hat mich völlig aus der bahn geworfen. bei mir kam kein tröpfchen milch, ich habe damals alles versucht, aber es war keine milch da. stillen hängst sehr viel mit der psyche zusammen, wenn man sich stresst oder probleme hat, dann wirkt sich das sofort auf's stillen aus. ich würde an deiner stelle nicht so viel nachdenken, sondern dann einfach den dingen seinen lauf lassen und wenn es nicht funktioniert, dann ist es auch nicht schlimm. meiner tochter geht es bestens, sie ist im august 2 jahre alt geworden, ist sehr groß (95 cm), war noch kein einziges mal krank. sie singt schon 12 kinderlieder fast fehlerfrei, wo gleichaltrige noch nicht mal einen satz sagen können und sie ist total lieb und hängt sehr an mir also keinerlei nachteile durch flaschenmilch:-)

Bin Stillberaterin und kann dazu aus meiner 21-jährigen Praxis sagen: Aus medizinischen Gründen kommt das "Nicht Stillen Können" sehr sehr selten vor. Habe gerade eine 50jährige Erstgebärende in meiner Beratung, da ist es leider so. Da liegt es am Alter, da sich auch das Drüsengewebe immer mehr zurückbildet und auch nicht mehr so viel Milch produziert wird. Aber wie oft kommt das vor? Gehen wir mal vom Normalfall Anfang 20 bis Mitte 30 aus. Wenn nicht gerade eine Brust-OP oder eine Erkrankung vorliegt, gibt es erst einmal nichts Körperliches, was dagegen spricht, zu stillen. Der Körper der Mutter konnte ein Baby produzieren, aber über die Milchbildung macht man/frau sich Sorgen? Allerdings gibt es so viele äußere Umstände, die wirklich dazu führen können, dass eine Frau nicht stillen KANN. Das kann an der Nicht-Unterstützung im Familien- oder Freundeskreis liegen, an der finanziellen Situation bzw. des wieder Arbeiten-Gehen-Müssens, der Unwissenheit über das Stillen, Ängste, Schmerzempfindlichkeit oder einfach auch nur am Nicht-Stillen-Wollen. Das sagen aber nicht alle ehrlich, manche wissen es vielleicht auch gar nicht. Ich finde, man sollte ratsuchenden Frauen Mut machen und nicht damit trösten, dass das eigene Kind auch mit Flaschenmilch groß geworden ist.

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