Konkordat vom 20.Juli 1933 (Religion)

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4 Antworten

Nun muss ich die Bedeutung des Konkordats für die beiden abschließenden Parteien erläutern

Für die katholische Kirche in D:

  • Verzicht auf politische Betätigung (Vorleistung: Zustimmung der Zentrumspartei zum "Ermächtigungsgesetz", nach dem Konkordsat deren Auflösung)
  • scheinbar Rechtssicherheit und Festschreiben katholischer "Besitzstände" (weißt du sicher besser als ich)
  • einige Bestimmungen des Konkordats bildeten die Grundlage für entsprechende Verträge nach dem Krieg.

Für die Reichsregierung:

  • gar nichts, die hat sich schlicht nicht daran gehalten. Reines Täuschungsmanöver, um nachher die rkk an der Kandare zu haben und gleichzeitig zu bekämpfen.
helmutwk 05.03.2015, 06:32

Danke für den Stern

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Herbstkindxnach meiner Erinnerung - ich habe das mal gelesen, Gabers vorher schon zahlreiche Verträge zwischen dem Vatikan und den deutschen Ländern. Das Konkordat von 1933 war langevorbereitet und fasste die bisherigen Einzelvertragsbestimmungen der Länder zu einem Vertrag zusammen. Freie Religionsausübung, staatliche Einziehung des Kirchgeldes ( = Kirchensteuer), Genehmigung kirchlicher Schulen, Kindergärten, Krankenhäuser und die Gewährung staatlicher Zuschüsse für diese Einrichtungen, staatliche Finanzbeteiligung beider Unterhaltung alter Kirchen, Religionsunterricht ... das und noch vieles mehr wurde durch diesen Vertrag geregelt, der auch heute noch gilt. Und so. Grüße! ,

Also wenn du in Google Reichskonkordat eingibtst oder in youtube findest du genug

Dies war für die beiden grossen Kirchen so eine schwarze Zeit, die haben soo riesig versagt als es darauf ankam..dass natürlich bis heute alles Menschenmögliche getan wird um alle Details zu vertuschen.

....Kann das so weitergehen ?? - Genau das dachten sich auch schon die Politiker vor knapp 100 Jahren. Deshalb wurde in die Weimarer Reichsverfassung von 1919 der Artikel 138 aufgenommen, dass diese Zahlungen an die konfessionellen Großkirchen "abgelöst", das heißt definitiv beendet (!) werden sollen. Doch die Politiker der Weimarer Republik haben sich nicht getraut, sich mit der Kirche anzulegen, und für den Katholiken Hitler waren die Großkonfessionen "die wichtigsten Faktoren zur Erhaltung unseres Volkstums" (Regierungserklärung vom 23.3.1933;)) und entsprechend zu fördern und die NSDAP bestand ja auch zum allergrößten Teil aus evangelischen und katholischen Kirchenmitgliedern. So musste dieses Verfassungsgebot der Weimarer Reichsverfassung 30 Jahre später, im Jahr 1949, wiederholt werden, und es wurde jetzt als Artikel 140 in das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen. Doch wieder passierte nichts.

helmutwk 01.03.2015, 10:36
und für den Katholiken Hitler

Dessen Propagandaparolen sollten nicht zu wörtlich genommen werden. Er hat persönlich befohlen, dass in der neu erbauten Stadt-des-Kraft-durch-Freude-Wagens (nach 1945: Wolfsburg) keine Kirche gebaut werden durften. Und den Befehl geheim halten lassen.

Wenn wir nach dem gehen, was Hitkler sagte,. so war er ein Friedensfreund, der nur leider 1939 gezwungen war, zurückschießen zu lassen ;) Soviel zur Glaubwürdigkeit deines Zitats.

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