Konkordanzdemokratie

1 Antwort

Bei einer Konkordanzdemokratie werden Entscheidungen unter Einbeziehung von verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen (z.B. Parteien, Verbände) konsensorientiert getroffen. Im Gegensatz dazu steht die Konkurrenzdemokratie, bei der die Mehrheitsentscheidung ein zentrales Merkmal ist. Das Regierungssystem in Deutschland hat Elemente von beidem. Ein Merkmal der Konkordanzdemokratie in Deutschland sind z.B. die Mehrparteienregierungen (Entscheidungen müssen in den beteiligten Koalitionsparteien konsensfähig sein).

die Konkordanzdemokratie erinnert mich stark an den Pluralismus. Ist es im Prinzip nicht eigentlich das Selbe?

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@aacceeggii

Nein. Pluralismus beschreibt erstmal, dass es eine Vielfalt von gesellschaftlichen Gruppen gibt. Dagegen beschreiben Konkordanz- und Konkurrenzdemokratie, wie in diesen Gesellschaften Entscheidungen getroffen werden (z.B. durch Konsens, Mehrheitsentscheidung etc.) Auch in der Konkurrenzdemokratie ist Pluralismus eine notwendige Voraussetzung, sonst könnte es ja keinen Wettbewerb zwischen verschiedenen Parteien geben.

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