Konflikt zwischen Michael Moore und der NRA (National Rifle Organisation)?

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4 Antworten

Zuallererst hat Michael Moore den Film "Bowling for Columbine" gedreht. Dort hat er insbesondere die NRA dafür kritisiert, dass sie eine Veranstaltung in der Nähe von Littleton kurz nach dem Amoklauf dort abgehalten und dies als pietätlos empfunden. Am Ende des Films hat er den damaligen Vorsitzenden der NRA, Charlton Heston, in einem Interview relativ direkt die Mitschuld an dem Massaker gegeben.
Daher für Michael Moores Sicht lohnt es sich diesen Film anzuschauen und die englische Wikipedia-Seite anzuschauen.

Desweiteren hat er sich desöfteren für schärfere Waffengesetze ausgesprochen. Er hat sich z.B. für einen "assault weapon ban" (also dem Verbot von Selbstladegewehren mit bestimmten optischen Merkmalen) und einer Limitierung auf 10-Schuss-Magazine ausgesprochen. Beides hat Obama gefordert, ist aber am Widerstand der Republikaner gescheitert.
Ebenso hat er sich für generelle "Backround-Checks" ausgesprochen. Daher müsste jeder Waffenkäufer sich vom FBI auf Vorstrafen überprüfen lassen. Zur Zeit ist dies bei Waffenkäufen von lizenzierten Händlern Pflicht, aber bei Privatverkäufen nicht erforderlich.
Er hat sich zwar nicht für ein generelles Waffenverbot ausgesprochen, aber dennoch diese Maßnahmen der Demokraten unterstützt.

Die NRA spricht sich aus verschiedenen Gründen gegen diese Maßnahmen aus. Zuallererst sehen sie die Möglichkeit für jeden Bürger sich und seine Familie zu schützen eingeschränkt. Insbesondere, da sich Verbrecher eben nicht an solche Gesetze halten werden.
Desweiteren bezweifeln sie die Wirksamkeit solcher Regelungen, da sie in Chicago und Kalifornien Kriminalitätsraten und Tötungsraten nicht senken konnten, genauso wie schärfere Waffengesetze auch in Großbritannien und Australien z.B. keinen signifikanten positiven Unterschied gemacht haben. Tatsächlich sind in Großbritannien Tötungsraten kurz nach dem "Handgun ban" sogar noch gestiegen.

Das 2nd Amenment wurde vor allem deshalb erschaffen, damit die Bürger tyrannische Regime verhindern können und die freiheitliche Grundordnung schützen können. Daher sehen viele Amerikaner in Waffenbeschränkungen einen direkten Angriff auf die Verfassung.
Wenn generelle "Backround-Checks" eingeführt werden sollten, dann bedeutet dies, dass jede Waffe registriert ist (ähnlich wie in Europa aktuell). Somit kann der Staat genau nachvollziehen, in welchen Haushalten sich welche Waffen befinden und sie somit jederzeit konfiszieren.

Somit besteht die Sorge, dass zukünftige Regierungen jederzeit die Bevölkerung entwaffnen können. Gerade Obama und Clinton haben sich bereits für Waffengesetze nach australischem Vorbild ausgesprochen, weswegen davor von der NRA gewarnt wird.
Hier mal zwei Videos zur Sicht der NRA:



Daher vertreten Moore und die NRA verschiedene Ansichten, die auch die politische Debatte in den USA über Waffengesetze widerspiegeln.

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Die NRA dürfte nicht besonders gut auf MM zu sprechen sein seit der in seinem sogenannten "Dokumentarfilm" bowling for columbine der NRA eine Mitschuld am Massaker unterstellt hat und ihren Vorsitzenden Charlton Heston buchstäblich vorgeführt hat.

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Kommentar von earnest
25.02.2016, 08:14

Das ist keine Unterstellung, sondern die Wahrheit, und Heston hat sich selbst vorgeführt.

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Also dein 2. ist etwas unsinnig.
Die stimmen da nicht zu, das ist von Anfang an ihre Meinung gewesen...wäre ja auch kontroproduktiv wenn die sagen würden "zu viele Waffen"

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Kommentar von AlexBro96
24.02.2016, 12:44

der Satz lautet ja auch "[...] da Michael Moore der NRA sogar zustimmt [...]"

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Moore ist ein verkappter NRA-Kritiker, auch wenn er selbst Mitglied ist.

Lese dir das mal durch:

http://bowlingfortruth.com/moore-nra/

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Kommentar von earnest
25.02.2016, 08:16

Nein, kein "verkappter" Kritiker - einfach ein Kritiker dieser unsäglichen Lobby-Organisation.

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