Konfessionszugehörigkeit?

12 Antworten

Für jede Region ist eine spezielle evangelische Landeskirche zuständig. Wenn Du (gleich mit Steuerkarte) auf das Bürgermeisteramt (wie es auch immer bei Euch heißen mag) Deines Heimatortes gehst und angibst, dass Du in die ("Deine") evangelische Kirche gehörst, aber der Eintrag noch fehlt, sollte das gleich an Ort und Stelle erledigt werden. Im schlimmsten Fall schickt man Dich doch noch zur zuständigen Pfarrei. Dort kannst Du genau dasselbe sagen: "Ich gehöre zur evangelischen Kirche." Dazu muss man weder getauft noch konfirmiert sein. Bei Taufe und Konfirmation gehört allerdings mehr dazu als nur der gute Wille. Das muss beides durch eine Glaubensentscheidung gedeckt sein, ein Kircheneintritt nicht. - - - Soweit die rechtlichen Möglichkeiten. - - Trotzdem hinterfrage ich natürlich auch die in Deiner Frage brandeilig gemachte "Konfessionsbedürftigkeit". Die kann ja eigentlich nur bestehen, wenn man in einem kirchlichen Werk (Diakonie, Caritas) oder einer kirchlichen Einrichtung arbeiten will. Diese Arbeitgeber dürfen eine Zugehörigkeit zu einer anerkannten Glaubensgemeinschaft (Freikirchen gehören dazu auch) voraussetzen, sonst aber niemand.

Taufen lassen. Aber mal eben so geht das nicht. Du wirst schon einige Fragen über dich ergehen lassen müssen.

Unbedingt und ganz schnell kriegt man keine Konfession. Religion hat etwas mit Glauben zu tun, und den hat man oder man hat ihn nicht. Wenn man ihn nicht hat, dann kann man sich bemühen, einen zu bekommen, aber das geht nicht per Knopfdruck und nicht per Taufe.

Was du hier verlangst, kommt einem Mißbrauch des Taufsakraments gleich: einen Glauben vorgaukeln (für den die Taufschein sozusagen die Bestätigung ist), um eine Ausbildungsstelle zu bekommen.

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