Kondensator Verstärker hochohmige Spannungsquelle?

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3 Antworten

Je höher der Innenwiderstand, umso mehr schwankt die Ausgangsspannung bei verschiedenen Stromstärken. Mit einem Kondensator können diese Spannungsschwankungen glattgebügelt werden.

könnte man da nicht einfach den Verstärker ausschalten? Dann schwankt die Ausgangsspannung überhaupt nicht mehr.

Man spart dabei nicht nur den Kondensator, man spart Strom, vielleicht ein Mikrofon mit so einem hohen Innenwiderstand, ....

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@guenterhalt

Und wozu soll ein ausgeschalteter Verstärker gut sein? Einschalten erhöht den Verstärkungsfaktor wesentlich, aber eben um den Preis der Spannungsschwankungen und entsprechender Störungen des Ausgangssignals.

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Meinst du weil der Innenwiderstand bei z. B. hohem Strom dann mehr Einfluss nimmt, als bei einer fast sperrenden Endstufe?

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@Usedefault

Also ein sehr hochwertiger Verstärker hat so ein gut stabilisiertes Netzteil, dass es Schwächen der Spannungsquelle, sprich Steckdose, gut ausgleichen kann, sodass am Signalausgang keine Störungen mehr ankommen. Dazu werden dann aber genau die dicken Kondensatoren eingesetzt, von denen die Rede ist.


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@Usedefault

Ja, da eine absolut saubere konstante Eingangsspannnung in den Verstärker Voraussetzung dafür ist, dass das Signal ohne jegliche Veränderung verstärkt wird.

Nehmen wir mal an, dass ein scharfer Bass oder ein lauter Paukenschlag kommt. Das ist ein Signal, das eine sehr starke Anstiegsflanke hat und zudem einen hohen Maximalpegel. Um die große Lautsprechermembran des Basses so schnell und stark zu beschleunigen, muss ein hoher Ausgangsstrom fließen. Dieser hohe Strom würde in einer Spannungsquelle mit hohem Innenwiderstand dafür sorgen, dass die Spannung etwas einbricht. Das macht sich dann beim Ausgangssignal dadurch bemerkbar, dass die Flanke etwas flacher wird und der Maximalpegel etwas schwächer ausfällt. Der Bass würde einfach nicht mehr so "knackig" klingen, sondern etwas weicher, als er eigentlich ist.

Die dicken Kondensatoren hätten dann bildlich gesprochen die Energiereserve gespeichert, die die Lautsprechermembran zu ihrer Beschleunigung braucht und die die Spannungsquelle durch ihren Innenwiderstand nicht zur Verfügung stellen kann.

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Jede Verstärkerschaltung, die ac-Signale überträgt, ist funktionell auf eine Signalkopplung der Versorgungsspannung(en) und des Bezugspotenzials angewiesen resp. ausgelegt.

Dieser Kondensator soll induktionsarm einen Signalkurzschluss bilden. Signal-Lastströme sollen zudem nicht die Arbeitspunkte anderer Stufen "modulieren" können.

Schau mal in das Buch rein, dass ich dir empfohlen hatte.

Ich werde mir das Buch auf jeden Fall kaufen. Danke für den Tipp! Daweil lese ich noch die Principia Mathematica, weil ich will kein Buch mehr kaufen ohne die bisherigen gelesen zu haben.

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wer hat so etwas empfohlen?

Unter Spannungsquelle ist hier sicher die Signalquelle gemeint.
Wer hat so etwas empfohlen?
Was soll denn verstärkt werden?
Niederfrequente Signale?
Wo soll der Kondensator angeschaltet werden?
Parallel zum Eingang des Verstärkers?

Ein hoher Innenwiderstand einer Quelle bildet dann mit dem Kondensator einen Spannungsteiler, der dann auch noch frequenzabhängig ist.
Die Gesamtschaltung wird zu einem Tiefpass, hohe Töne werden unterdrückt.

Und so etwas wird empfohlen?

Eis ist sicher richtig, dass bei hohen Verstärkungen und einem großen Innenwiderstand einer Quelle das Gebilde schnell zum Generator wird (es entsteht das bekannte Pfeifen in den Lautsprechern).
Mit Kondensatoren kann man die Schwingneigung, aber auf Kosten der Qualität, reduzieren.
Generell zu empfehlen ist das aber nicht.

Missverständnis!

Es geht um die niederohmige SPANNUNGS-Versorgung der Stufen, also einen Signalkurzschluss von +Ub und-Ub und "Masse".

Welt wieder in Ordnung?

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Wer gewinnt nun das Duell der Elektronikexperten? Guenterhalt oder Doktorelektrik?

Empfohlen wird es bei fast allen Conrad Verstärkerbausteinen!

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@Usedefault

Verstärkerbausteine  sind doch etwas ganz anderes als komplette Verstärker.
Auch der Begriff "hochohmig" gehört nicht in den  Bestand für eine Stromversorgung.
Für Stromversorgungen sind konstante Ausgangsspannungen notwendig und das bedeutet niederohmig.
Kondensatoren werden dann eingesetzt, um die (Rest-) Welligkeit zur mindern.

Von "hochohmig" redet man bei Signalquellen wie einem Mikrophon, einem Tonabnehmer ...

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