Warum nimmt ein Kind die Schuld auf sich?

5 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Vielleicht denkt er, dass dann sein Freund nicht wiederkommen darf. Ich würde mir nicht soviel Gedanken machen, sag ihm, dass ihr beide es zusammen wieder säubert und lass ihn dir helfen. Das ist wichtig für ihn, zu sehen, dass man solche Fehler beheben kann. Manchmal kann man dabei auch ein Gespräch anfangen, in dem man ihm erklärt, dass man weiß, wer da gemalt hat, aber das das nicht schlimm ist.

hey, da versteh ich etwas nicht: ist dieser eine frage-satz die ganze frage? falls das so ist, kann man das nicht wirklich konkret beantworten: kind und kind und ki... sind ganz, ganz verschiedene persönlichkeiten; geht es um ein kleines kind, ein 5 jähriges etwa oder ein 9 jähriges? soweit auszuholen, würde den rahmen hier sprengen. es geht dabei um sozialisation. mit 5 jahren wird ein kind gar nicht mit soetwas in  bedrängnis geraten, ein 11 jähriges vielleicht. kinder erleben ereignisse sehr stark auf sich selbst bezogen, sie haben ein riesiges potential, erlerntes wider zu spiegeln. ganz wichtig dafür ist, rechtzeitig autonom zu werden. bevor das ungenügend geschieht, fühlt es sich für "muttis weinen" verantwortlich. damit ein kind sich abgrenzen lernt, braucht es eine gesunde, lievolle zuwendung. wie gesagt ist das ein riesen thema und Du kannst darüber eher etwas in der pädagogik finden, wenn es Dir wichtig ist. wie hast Du das selbst als kind erfahren ...?

hau rein...:-)

u.zolling

Zur Erklärung; heute war sein Kumpel hier und die beiden haben das große Papp -Haus von meinem Sohn mit Filzstiften abgemalt. Mutti von Kumpel und ich saßen nebenan in der Küche.  Als die beiden dann los sind, habe ich mit Sohn noch etwas gespielt, er hat dabei bemerkt, dass seine Heizung , Bett , Bücherregal , Zaun und Gitarre mit blauem Filzstift bemalt sind. Ich habe ihn gefragt, ob er weiß wie das passiert ist. Er sagte , Nein. Aber ich war es nicht. Ich habe dann gesagt, das ich das nicht schön finde. Darauf hin er, weißt du, es ist einfach meine Schuld Mama!  Ich weiß das er es definitiv nicht war. Es passt gar nicht zu seinem Wesen. Davon abgesehen , hatte er die Farbe gar nicht benutzt .  Mache mir darüber ziemlich Gedanken..  Kind ist 3,5 Jahre alt

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Meine Kindheit ist schon aufgearbeitet.. Deswegen sind meine Antennen sicher so ausgeprägt

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Die Fragestellung passt schon so.

Kinder und Erwachsene ticken da im Prinzip in ganz identischer Weise. Schuld nicht gleich bei sich selbst zu suchen ist ein Lernprozess. Der eine Lernprozess ist der gute: Zu verstehen, dass man nicht gleich der Grund für alles Übel in der Welt oder um einen herum sein muss. Der andere Lernprozess ist der schlechte: Wenn jemand grundsätzlich die Schuld bei den anderen sucht und sich selbst stets außer jeden Zweifels sieht. – Das war Schwarz-Weiß. Und dazwischen liegt die Wahrheit des Lebens.

Zolling weiß, dass ein 5-jähriges Kind mit Schuldgefühlen gar nicht erst in Bedrängnis gerate. Dem genau ist nicht so. Denn je jünger das Kind, desto empfänglicher ist es für die Selbstbeschuldigung und umso empfänglicher ist es für die traumatische Etablierung von Schuldgefühlen. Allerdings fehlt dem Kind der "Schuldbegriff". Es ist eher die Wahrnehmung für Verursachung.

Ein erlerntes Schuldbewusstsein ist der Glaube an die Erbsünde. Denn dabei handelt es sich um ein intellektuelles Konstrukt. Damit kommt ein Kind nicht auf die Welt – sondern ein Kind (und auch später der Jugendliche und Erwachsene) bekommt es immer wieder gesagt. Man knüpft jedoch an eine grundsätzliche Empfänglichkeit dafür an!

Der Mensch steht in einem intensiven sozialen Kontext, den der Mensch vermutlich auch instinktiv wahrnimmt, nicht aber zwangsläufig instinktiv begreift. Dabei besteht die größte Abhängigkeit genau dann, wenn auch die Prägung des Hirns am intensivsten ist. Nämlich von Tag 1 an, im Säuglingsalter. Jedoch, obgleich das Kind mit durchschnittlich 3 Jahren eine bedeutende Selbstfindung und Ich-Entdeckung beginnt, so setzt aber eine Befreiung aus dem unmittelbaren Kontext der Eltern-Kind-Beziehung erst mit der Pubertät ein. Vieles deutet darauf hin, dass die Befreiung aus dem Abhängigkeitsverhältnis von den Eltern auch mit der Pubertät (insgesamt im Alter ab 12 bis 14 und endlich bis 25 Jahren) nicht gelingt, wenn Eltern dem Kind nicht von früh an die Verlässlichkeit der Bedürfnisbefriedigung geboten und gelehrt haben. Diese Bedürfnisse beschränken sich ganz primär auf Nahrung (Milch) und jeglichen Schutz gegenüber einer bedrohlichen Umwelt. Bedrohlich ist Umwelt immer dann, wenn die Erst- und Hauptversorgerin nicht unmittelbar präsent ist. Das liest sich hier vllt reaktionär – aber die Ur-Ernährung ist nun einmal die über die Mutterbrust.

Und damit bin ich auch schon bei der Nahrung: Die beste Nahrung ist und bleibt die Muttermilch. Sie liefert in Fragen der Ernährung das Rund-Um-Paket – und bietet zugleich die vom Kind benötigte und intensivste Form der Geborgenheit. Und die ist nicht nach dem Zeitplan irgendwelcher medizinischer Empfehlungen nach 6 Wo, nach 3 oder 6 Mo überflüssig und abzusetzen. Sondern sie sollte allmählich ausklingen (und endet letztlich – dann aber mehr aus dem psychischen Grunde, das primärste Gefühl von Sicherheit angeboten zu bekommen – erst mit 4 bis 6 Jahren!).

Damit habe ich grob angerissen, in welcher prekären Lage und im Grunde weltverlassenen Situation sich (fast) jedes Kind unserer Kultur befindet. Die Gesamtsituation ist natürlicher komplexer. Aber: Jedes Kind bekommt somit das Gefühl der Unsicherheit eher auf den Weg, als das Gefühl, sich auf die Deckung der Grundbedürfnisse verlassen zu können!

Und nun konkret zur Frage: Das Kind kann in seiner unmittelbaren Abhängigkeit von der Umwelt eine Störung der Versorgung nur auf sich selbst beziehen. Das ist zunächst nur der Ausfall der Versorgung und die Wahrnehmung von Lebensbedrohung. (Hunger ist ein Bedürfnis; wird dem Säugling dieses Bedürfnis nicht unmittelbar befriedigt, so entsteht nicht nur ein Mangel, sondern zugleich vor allem eine Bedrohung des Lebens – aus Sicht des Säuglings!!!). Aber sehr schnell entsteht ja auch ein sozialer Austausch: Schnell lernt das Kind auf äußere Einflüsse zu reagieren, lernt, Veränderungen des Gegenübers wahrzunehmen. Und bezieht diese Veränderungen dann zunächst nur und ausschließlich auf sich selbst! Denn das Kind sitzt im Kokon und kennt nur (vereinfacht dargestellt) sich selbst – und die Mutter, von der zunächst ALLES kommt! Das Kind weiß nichts von sozialen Einflüssen, die auf die Mutter einwirken, es weiß nicht, dass der Vater, der offenbar auch Versorgung liefert, zum so verlässlichen System gehört, wie das Verhältnis Kind-Mutterbrust (falls es ein verlässliches ist). Das Kind weiß nicht, dass die unterschiedlichsten Einflüsse darauf einwirken, dass Mutter oder Vater die Grundversorgung entziehen oder nur verzögert bieten. Usw.

Und nun mal Hand aufs Herz: Was beziehen nicht erwachsene Menschen in komplexen sozialen Systemen alles auf sich selbst! Gern und ruhig auch wider besseres WISSEN – aber aus ihren instinktiven Reflexen gelingt es ihnen nicht auszubrechen. Insgesamt führte das hier nun zu weit. Aber ich will kurz anreißen: Religion. Und jegliches quasi-religiöse Verhalten.

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