Komponieren für Videospiele?

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4 Antworten

Eine Ausbildung, die Dich zum Komponisten für Videospiele bildet, ist am ehesten noch eine Kompositionsausbildung im Bereich Film, (Neue) Medien ("Medienkomposition"), Musikproduktion und Sound Design.

https://www.berufslexikon.at/pdf/pdf2381-MedienkomponistIn?berufstyp=ak

Hierzu gibt es spezifische Ausbildungen, etwa an den Musikhochschulen in München, Wien oder in Graz (von diesen drei am meisten empfehlenswert). Viele private Ausbildungsinstitute (z.B. SRH Hochschule der populären Künste in Berlin; S.E.T. School of Entertainment & Technology; Wave Academy für digitale Medien; u.a.) bieten meist kostenpflichtige Studiengänge an. Die Qualität solcher Ausbildungen ist oft sehr gut, aber auch teuer (dennoch nichts im Vergleich zu Studiengebühren im nicht-europäischen Ausland):

https://www.bavoko.com/magazin/sounddesigner-studiengaenge-ausbildungsplaetze-einer-uebersicht/

Von einem "herkömmlichen" Kompositionsstudium wäre eher abzuraten, da es an den meisten staatlichen Musikhochschulen in diesem Studiengang ausschließlich um avantgardistische Kunstmusik geht und jede andere Musik (insbesondere "funktionale Gebrauchsmusik") als völlig wertlos angesehen wird. Hingegen wäre ein Musiktheoriestudium mit künstlerischem Schwerpunkt (Tonsatz, Kontrapunkt) noch am ehesten überlegenswert, allerdings würdest Du dabei noch mediale Zusatzkompetenzen zu erwerben haben, was oft im Rahmen von Wahl- und Nebenfächern möglich ist, zumindest in Ansätzen.

Vergiss aber auf jeden Fall ein Musikwissenschaftsstudium als vermeintlichen Ersatz! Das hilft Dir nicht im Geringsten weiter. Und vergiss auch Hans Zimmer als Vorbild für die Illusion, dass man ohne Vorkenntnisse Karriere machen könnte! Der Betrieb ist viel zu professionalisiert als dass man sich leisten würde, jemanden an einem teuren Projekt herumdilettieren zu lassen. Richtig ist zwar, dass ein Studium kein Muss ist, aber ohne Ausbildung ist es bei allem Talent dennoch viel schwieriger bzw. unmöglich, Fuß zu fassen.

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Müssen tust du überhaupt nichts.

Eine der größten Musikkomponisten Hans Zimmer hatte überhaupt keine musikalische Schulbildung. Natürlich kann man vieles teilweise auch erlernen (Studium der Musikwissenschaften oder Ähnliches, da gibt es mit Sicherheit genug), aber du solltest vor allem ein feines Gespür dafür haben, welche Melodien und Instrumente zusammen harmonisch klingen.

Dafür brauchst du doch eine gewisse musikalische Vorbildung und solltest mindestens selbst ein Instrument beherrschen, um die Musik zu verstehen. Ich denke da hilft vor allem üben, üben, üben. Wenn du so weit bist, dich selber ranprobieren, kleine Melodien erschaffen. 

Ein Studium muss im künstlerischen Bereich oft nicht unbedingt die Grundlage sein.

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Mach dir erst mal einen Namen als Musiker/Komponist.

Vielleicht fragt dich dann irgendwann mal eine Firma, ob du für sie arbeiten willst.

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