Komplizierte Situation, mit meinem Vater?

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6 Antworten

Wow, ich finde es klasse, wie viele Gedanken du dir um deinen Vater machst.

Als aller erstes solltet ihr zu seiner Bank gehen, die Karten sperren lassen und neue PINs beantragen.

Dann macht ihr einen Termin bei der Schuldnerberatung. Es ist möglich, dass diese einen Vergleich mit den Gläubigern deines Vaters aushandeln kann oder dein Vater geht durch die Privatinsolvenz. Das ist überhaupt nicht schlimm, für ihn ändert sich nichts (er arbeitet ja). Nach 7 Jahren ist er dann schuldenfrei.

Wenn dein Vater meint, die Beziehung zu deiner Mutter wäre nicht mehr zu retten, sollte er die Scheidung einreichen. Im Trennungsjahr steht ihm dann auch Trennungsunterhalt zu (ich geh mal davon aus, dass deine Mutter ebenfalls berufstätig ist und ein höheres Einkommen hat).

Viele Tipps könntest du auch bei einer Sozialberatung (z.B. der Diakonie oder Caritas bekommen).

Viel Glück!


Mein Vater hat seinen Vorgensetzen auf der Arbeit als "Freund",
welcher ihn vorübergehend aufnahmen. Mein Vater ist ein sehr stark
beeinflussbarer Mann. Er hat in diesen 2 Jahren aus Frust und
Depressionen sehr viele Schulden gemacht. In etwa 25.000€, welche er niemals abbezahlen kann.

Dieser "Freund" hat sich seiner angenommen, hat seine ganzen Unterlagen, seine Bankkarte, seine Pincodes, sein ALLES (er hat keine Ahnung wie man mit Papieren und Finanzen umgeht), zu allem Übel auch noch mit der Zustimmung meines Vaters. 







Dein Vater hat keinen "Freund" sondern einen Freund. Besonders, wenn dieser ihn kurzfristig aufgenommen hat. Das ist ein echter Freund.

Offenbar hat sich dein Vater wirklich so überschuldet, dass er nun in Privatinsolvenz ist. Und sein Vorgesetzter hat ihm offensichtlich dabei geholfen, diese Privatinsolvenz durchzuführen, an derem Ende dein Vater schuldenfrei sein wird.

Der Freund hat das Vertrauen deines Vaters sehr wahrscheinlich verdient. Er kann deinen Vater nicht übers Ohr hauen, weil es bei diesem gar nichts zu holen gibt.

Die Entscheidung solltest du also deinem Vater überlassen. Der hat sich Hilfe geholt, was schon einmal eine schlaue Entscheidung war. Und weil es seine Entscheidung war, ist er nun auch nicht "fremdbestimmt".

Hingegen könnte er sich von dir entmündigt fühlen, wenn du jetzt alles an dich reissen willst.

Mein Vorschlag: Du kannst mit ihm zusammenziehen, aber lass die Finanzgeschichten so laufen, wie sie sind. Du kannst die Angelegenheit weiter beobachten, du kannst ihm deine Hilfe anbieten, aber du solltest ihn zu nichts drängen.


Die Pin Codes  darf kein zweiter kennen. Laut agb  der Banken darf nur der Karten  Inhaber  diese kennen. Du darfst die Konto  Vollmacht haben.  Mit Einverständnis  deines Vaters.  Dazu müsst  ihr zusammen zur Bank gehen. Die Unterlagen bekommst du auch von ihm. Ich empfehle dir  einen Termin mit deinem Vater zusammen bei einer Schuldner Beratung zu machen. 

Danke, er hat mir was erzählt von wegen er darf 7 Jahre keine Kredite mehr beziehen und dann verfallen seine Schulden. Was hat es damit aufsich?


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@Scarh

Wenn seine Situation bereits so ist, hat er einen Offenbarungseid geleistet. Alles, was er in den 7 Jahren an Einnahmen hat/ haben wird, wird bis auf einen Restbetrag, den er für seinen Lebensunterhalt behält, für die Abbezahlung seiner Schulden verwendet.

Vielleicht ist das in seiner Situation tatsächlich das Beste. Er wird aber auch in Zukunft Probleme haben, einen Kredit zu bekommen.

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Im ersten Schritte würde ich um ein gemeinsames Gespräch mit Deinem Vater und seinem Freund, der sich jetzt um alles kümmert, bitten.

Vielleicht war es ganz gut, dass Dein Vater diesen Freund hatte, der sich vielleicht ja auch sehr umsichtig um alles gekümmert hat. Wenn das so ist, kann der Freund alle Vollmachten auf Dich übertragen und Dich auch noch über einen gewissen Zeitraum begleiten und Dich einarbeiten.

Wenn Du berechtigte Bedenken hast, dass Dein Vater hintergangen und betrogen wurde, braucht ihr professionelle Hilfe. Die kannst Du beim Sozialamt anfragen, Du kannst mit allen Unterlagen eine Schuldnerberatung oder auch Caritas-Beratungsstelle aufsuchen.

Erst mal solltest du deinen Vater nicht als unterdurchschnittlich bezeichnen, denn wer hat bisher dein ganzes Leben finanziert? Genau dein Vater! Es gibt genug Familien dort arbeitet gar niemand! 

Zu deiner Frage: Würde dir zu einem Schuldenberater raten, der ist darauf spezialisiert, kann durch Erfahrung auch Vergleiche, etc. mit Firmen besser aushandeln als du oder ein Freund.

Daß Du Deinen Vater als unterdurchschnittlichen Arbeiter betitelst ist unterste Schublade. Hast aber bis jetzt auf seine Kosten gelebt. Da kann man nur sagen, Du sollst Dich in Grund und Boden schämen.

Sie bezeichnet ihn als herzensguten und liebenswürdigen Menschen, das hast du wohl überlesen.

Das er nur "unterdurchschnittlich begabt" ist, warum ist dies Äußerung unterste Schublade?!

Und wo steht, dass sie auf seine Kosten gelebt hat (mal von der Kindheit abgesehen.) Sie scheint ja auf eigenen Füßen zu stehen.

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