Komplimente besser annehmen?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Für Männer ist es tatsächlich ein wenig schwerer mit Komplimenten umzugehen, weil sich erfahrungsgemäß die meisten Komplimente auf Körpermerkmale oder Kleidung beziehen, die in der Regel doch vermehrt die Domäne der Frauen sind. Frauen brauchen in solchen Momenten nur ein leicht verschämtes "Danke" zu hauchen, und schon sind die Männer beglückt. 

Bei Männern ist es tatsächlich ein gewisses Tabu Komplimente bezüglich ihrer Körpermerkmale zu machen. Man kann allenfalls mal beiläufig einstreuen, dass der Betreffende bei seiner athletischen Figur doch sicher ... So etwas geht noch gerade durch. Doch wenn man die schönen Augen betont oder von "süß" spricht, löst das meist nur berechtigte Verlegenheit aus. 

Besser geht es da schon mit Komplimenten bezüglich der Kleidung. Allerdings darf auch hier ein Kompliment nur sehr spontan und kurz daherkommen, wie z.B. "tolles Hemd!" oder "schickes Sakko!" Dann kann der Mann mit einem ebenfalls recht kurzen knappen "Danke" darauf reagieren. Vielleicht noch den Anflug eines Lächelns und fast unmerklichen Nickens hinzufügen. Mehr sollte nicht sein, weil man sonst sehr schnell in Narzissmusverdacht gerät. Und eben das gilt in der Männerwelt als unschick. Männer müssen sich auch in unseren Zeiten immer noch weit mehr über berufliche Erfolge, sportliche Leistungen oder Stabilität beim Verteidigen einer Werthaltung definieren. Auch das Eintreten für die Interessen ihrer Partnerin macht sich gut und kann mit einem Kompliment von anderen bedacht werden. 

Wenn ein Mann für seinen Einsatz für Frau oder Kinder gelobt wird, kann er so ein Kompliment besonders leicht annehmen. Das wird absolut in allen sozialen Schichten sehr wertgeschätzt, und sollte vom so Geehrten auch mit Freude akzeptiert werden. Hier kann er sogar noch etwas nachlegen und "seine Heldentat" noch etwas ausgeschmückt rekapitulieren. 

Wie kann man nun auf Komplimente eine robustere Haltung entwicklen? Ehe man sich so einer Sache psychoanalytisch zuwendet, sollte man eine Art Verhaltenstherapie machen. Klar, dass ein analytisch arbeitender Therapeut in der Biographie seines Klienten nach Episoden sucht, wo der Betreffe vielleicht ungerechtfertigterweise über Gebühr gelobt wurde, was ihm ein bleibendes Schuldgefühl verursacht hat. Auch die Bevorzugung vor anderen, die man als ungerechtfertigt erlebte, kann ausgeprägte Schamgefühle auslösen, die sich manifestieren und später immer noch belasten. Doch die Suche nach solchen Episoden und ihre therapeutische Aufarbeitung kann schwierig und langwierig sein. 

Daher rate ich zur Verhaltenskorrektur druch Training: Die Freundin bitten, dass sie einen öffentlich lobt wegen Kleidung oder spezieller Leistungen. Dann kann man sich vornehmen, in diesem vertrauten Umfeld Gleichmut zu zeigen und adäquat zu reagieren. Das muss natürlich häufig geübt werden, bis man darin eine gewisse Routine entwickelt hat. Dann ist man besser vorbereitet, wenn genau solche Komplimente in Zukunft von Fremden geäußert werden. 

Wie vieles andere, kannst du es lernen, Komplimente anzunehmen. Ich sage häufig: Danke für das Kompliment oder nur danke. In meinem Gesicht kann der andere sehen, dass ich mich gefreut habe.

Mir ging es genauso. Ein Freund von mir hat sich immer gewundert. Mit der Zeit habe ich es gelernt. Weil ich merkte, daß er es ehrlich meint. Heute sage ich einfach danke oder lächle nur zurück.

SAG einfach freundlich danke oder danke du auch

Ein bisschen mehr selbstbewusstsein würde dir aber vllt auch ganz gut tun :)

Ich meine  Respekt vor deiner ehrlichen Selbsteinschätzung aber wär weiß schon wie du auf andere wirkst 

vllt bist du ja auch ein richtiger Traum für die Damen und du checkst das nur nicht xD


Was möchtest Du wissen?