komplexe=langkettige Kohlenhydrate?

4 Antworten

Der Artikel ist mir doch etwas suspekt. Langkettige Kohlenhydrate sind praktisch immer Stärkemoleküle. Das sind auch die "Energieträger" von Nudeln, Reis, Kartoffeln usw. (Exoten wie Zuckeralkohole mal außen vor).

"Komplex" heißt im Grunde "zusammengesetzt" - das sind letztlich alle Kohlenhydrate, außer Einfachzuckern. Auch entscheidet die Zubereitung nicht über die Länge der KHs, sondern nur über die Bekömmlichkeit/Verdaulichkeit des kompletten Gerichts. Genau wie Vollkorn wg. der Ballaststoffe langsamer verdaut werden.

komplexe kh sind die langkettigen, den rest (artikel) kannst du dir ersparen, ist müll, behauptungen von leuten die keinen schimmel von nährstoffen haben. was du weisst (reis, kartoffeln, nudeln, auch mais und vollkornprodukte) ist richtig, diese enthalten die komplexen kh.

Genau genommen zählt Stärke auch schon zu den komplexeren Kohlenhydraten. Ernährungsphysiologisch wird die Komplexität jedoch durch die Verwertbarkeit definiert. Ballaststoffe sind eigentlich die komplexesten Kohlenhydrate, denn diese sind für den Menschen selbst schwerst bis gar nicht verdaulich. Das liegt jedoch nicht an den Kohlenhydraten sondern daran, dass der menschliche Körper nur bestimmte Enzyme besitzt. Um stärke abbauen zu können hat der Körper zwei Amylasen zur Verfügung (1,4 und 1,6 Alpha-Amylasen). Heißt dies kann der Körper mit etwas Zeit verdauen und verwerten. Alle komplexeren Kohlenhydrate haben andere Bindungen wogegen die körpereigenen Amylasen nichts tun können. Es wäre aber gelogen zu sagen, dass der Körper die einfach so wieder ausscheidet. Mutter Natur hat da vorgebeugt und entsprechend die Darmflora mitgeliefert. Die dort enthaltenen Bakterien können auch die komplexesten Kohlenhydrate verarbeiten. Dies tun sie in erster Linie, um für sich selbst Nahrung zu haben, aber die Produkte die dabei entstehen verwertet danna uch der Mensch weiter. Es ist also eine Sambiose die da entsteht.

Insofern, ja Stärke ist ein komplexes Kohlenhydrat, genau wie Inulin, Cellulose und viele weitere Stoffe. Weißer Reis enthält auch Stärke, genau wie der dunkle Reis. Der Unterschied ist, dass der ungeschälte Naturreis seine Inhaltsstoffe unter der Schale sitzen hat und der Körper erst einmal die Schale knacken muss. Der weiße Reis ist bereits geschält und die Stärke so schneller abbaubar bzw. erreichbar.

Kocht man Stärke, verkleistert diese und quillt auf. Dadurch wird die Stärke leichter verdaulich. Dieser Prozess kann sich auch umkehren, zum Beispiel beim Altern eines Brotes. Das Brot verliert Wasser und trocknen aus. Das passiert, wenn die Stärke das eingebundene Wasser wieder abgibt. So wird das Brot im Vergleich wieder etwas schwerer zu verdauen. Das macht effektiv jedoch nicht so viel bei den Kalorien aus.

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