Kommunismus=theoretisch perfekt?

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6 Antworten

Dass im Kommunismus "jeder das gleiche hat", ist ein offenbar untilgbarer Unsinn, gegen den sich schon Marx und Engels zur Wehr setzen mussten. In der Tat handelt es sich bei solchen Vorstellungen nur um eine Verunglimpfung. Marx und Engels haben vielmehr ausdrücklich klargestellt: auch im Kommunismus wird es Menschen geben, die mehr besitzen als andere. Der einzige (aber wesentliche) Unterschied: sie werden ihren Reichtum nicht dadurch erwerben, dass sie andere Menschen ausbeuten, wie dies der Kapitalist tut. Reichtumsunterschiede werden im Kommunismus allein darin ihren Grund haben, dass der eine eben lieber 10 Stunden am Tag arbeitet, während der andere mit seiner Zeit lieber etwas anderes anfängt und sich dafür mit weniger materiellem Wohlstand zufrieden gibt. Allerdings reduziert sich der Unterschied immer mehr, da mit fortlaufender Steigerung der Produktivität immer mehr Reichtum mit immer weniger Arbeit errungen werden kann.  

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Was meinst Du? Die Gesellschaftsordnung oder die Marxsche Theorie?

So oder so: Einen Anspruch auf Perfektion haben weder Marx noch Engels je vertreten. Er würde ihrer dialektischen Weltauffassung, die die Entwicklung, das Prozesshafte ins Zentrum stellt, auch völlig widersprechen. Das Perfekte entwickelt sich nicht mehr.

Was die Seite der Theorie angeht: Engels sagt (mit Hegel), dass die Wahrheit nicht eine Sammlung dogmatischer Sätze sei, die, einmal gefunden, nur auswendig gelernt werden müssten. Sie läge im Prozess des Erkennens selbst, in der langen geschichtlichen Entwicklung der Wissenschaft. Der Marxismus sieht sich selbst lediglich als Teil dieser prinzipiell schrankenlosen Entwicklung.

Was den Kommunismus angeht: Er ist nach Marx kein Zustand, schon gar kein perfekter. Er ist "die wirkliche Bewegung, die den jetzigen Zustand aufhebt."

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Die Frage macht keinen Sinn. Der Punkt des Marxismus war nie, eine theoretische Interpretation der Welt darzustellen und sich eine bessere Gesellschaft zu denken. Marx und Engels (und mindestens alle anderen orthodoxen Marxisten) haben immer auf die praktische Relevanz für die Gegenwart bestanden.

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Kommentar von Guz123
10.02.2016, 20:11

kannst du das vielleicht näher erläutern?

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nein ist er nicht, das haben die beiden sogar schon selbst gemerkt --- aber da sie schon so erfolgreich waren, haben die das natürlich nicht der masse erzählt so nach dem motto :   leute, wir haben uns da vertan --- alles wieder zurück auf anfang, wir müssen da nochmal was anderes entwickeln .... statt dessen haben sie es so gehalten, wie es dann eben wurde.  für sich das beste rausholen, wissen dass es nicht korrekt ist und so tun als würde alles funktionieren.  in wirklichkeit aber passierte ähnliches wie beim kapitalismus:   wenige ziehen vorteile raus und viele müssen dafür buckeln.   mit dem unterschied, dass man beim komunismus bald lernt, dass man am besten weg kommt, wenn man der partei nach dem mund redet, aber ansonsten nicht viel fürs land tut ---- während man im kapitalismus eher weiterkommt wenn man versucht besser als andere zu sein und halt egoistisch ist .... beides ist doof ... aber kapitalismus halt erfolgreicher, dafür halt auch stressiger.

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Kommentar von LarsGrad
10.02.2016, 19:56

"die beiden sogar schon selbst gechomerkt --- aber da sie sn so erfolgreich waren, haben die das natürlich nicht der masse erzählt"

wo ist die quelle dafür?

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Nein, eigentlich nicht..

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Kommentar von Guz123
10.02.2016, 19:28

warum

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Kommentar von MrsTateLangdon
10.02.2016, 19:35

Naja, für mich ist der Kommunismus eins der blödesten Systeme überhaupt.. Jeder hat einfach das gleiche und dann gibt's eigentlich überhaupt keinen Anreiz mehr, mehr zu arbeiten oder einen besseren Job zu haben, um sich ein bisschen oder eben viel Luxus leisten zu können. Das Leben wär so furchtbar eintönig..

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Was heißt perfekt. Für die beiden ist der Kommunismus ihr Idealbild.
Aber das umzusetzen ist nicht machbar...

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Kommentar von Quesnay
10.02.2016, 19:47

War es nicht. Es ist gerade der entscheidende Unterschied zwischen Marx und den vormarxschen utopischen Kommunisten, dass Marx sich scharf gegen das Ausspinnen von vermeintlichen Idealgesellschaften gewandt hat. Deswegen findet man in der auf hundert Bände projektierten Marx-Engels-Gesamtaufgabe alles in allem auch kaum drei Seiten über eine kommunistische Zukunftsgesellschaft.

Sag mal: Beantwortest Du immer Fragen zu Themen, über die Du absolut nichts weißt?  

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Kommentar von Unknownnope
10.02.2016, 20:00

Nene stimmt nicht was du da sagst

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Kommentar von Unknownnope
10.02.2016, 21:22

Ouh man Anfänger hast einfach keine Ahnung hahhahaahahhahahaha

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Kommentar von Unknownnope
11.02.2016, 10:09

Ja und du auf der Baumschule

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