Kommunismus - Pro oder Contra? (oder auch beides)

7 Antworten

Hei, Sheldon2, ohne Frage: Die Grundidee von der Gleichheit aller Menschen klingt fantastisch - leider zu fantastisch, denn die Menschen und ihre Bedürfnisse sind nicht alle gleich ( wie die Geschichte lehrte). Der "real existierende Sozialismus" - eine "Vorstufe" des idealen Kommunismus - hat viel Leid und Elend über die Menschen in einen Befehlsbereichen gebracht (siehe Sowjetunion, Straflager, Exekutionen, siehe Ostblock, siehe DDR). Deshalb hatten sie um die Wendezeit die Schnauze voll davon. Ergebnis: Schlecht. Und so. Grüße!

"wie andere heutzutage über den Kommunismus denken" Negativ, aufgrund von Vorurteilen, Propaganda und/oder unwissenschaftlicher Kritik bzw. zu kurz gedachten Gedankengängen. Wobei es, wenn es nach Marx ginge, keine Rolle spielt, wie wir den Kommunismus finden, er würde früher oder später sowieso kommen... Das greift jetzt aber zu tief in die Thematik.

So, da du jetzt wahrscheinlich schon gemerkt hast, wie meine politische Einstellung aussieht, wirst du auch erwarten, was jetzt kommt. Jeder, der lieber im Kapitalismus als im Kommunismus leben würde, hat letzteren (oder auch ersteren!) nicht verstanden oder ist in meinen Augen einfach nur arrogant. Die Vorstellung von Menschen, die gegenseitig für sich arbeiten, teilen und nicht von anderen ausgebeutet werden ist keine Utopie, sondern zeigt sich schon heute - zum Beispiel in der Familie. Da kommt es zu kurz zu behaupten, dass der Mensch zu egoistisch dafür ist, als dass man es auf eine komplette Gesellschaft anwenden könnte. Menschen sind Produkte ihrer Umwelt (wie Marx sagte: "Das gesellschaftliche Sein bestimmt das Bewusstsein"), damit sind sie nicht von Grund auf egoistisch. Im Gegenteil, Egoismus in seiner ausgeprägten Form hat sich herausgebildet, weil er notwendig wurde, denn der Mensch hat einen Selbsterhaltungstrieb. Heute, wo die perfekten Voraussetzungen für eine Lebensweise geschaffen worden sind, in der jeder mit genügend materiellem Reichtum versorgt und seine Arbeitszeit dennoch minimiert werden kann, ist Egoismus keine Lebensnotwendigkeit mehr, sondern ein Überbleibsel, an welches man sich gewöhnte. 

Der Kapitalismus wird früher oder später zugrunde gehen und das mit mathematischer Wahrscheinlichkeit. Auch hier würde ich wieder zu tief greifen, wenn ich das genauer erklären würde, es lässt sich jedenfalls beobachten, wie der Kapitalismus die Menschheit nach und nach zerstört. Sind Menschen wirklich so sehr von Egoismus und dem amerikanischen Traum, von Nationalismus und Hass verblendet, dass sie ihren Selbsterhaltungstrieb beiseite legen und nicht dazu in der Lage sind eine friedliche, humane Welt zu errichten? Ich glaube nicht. Für Fragen steh ich offen.

es gibt nur 2 Arten von menschen die den Kommunismus gut finden: Solche die ihn nicht erlebt haben, und völlig unrealistisch denken.

solche die ihn erlebt und als beamte, kriminell profitiert haben.

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@dudendude

Mein lieber, wenn du halb so viel Ahnung von Kommunismus hättest, wie du meinst zu haben, dann würdest du wissen, dass es diesen noch nicht gab. Du gehörst eindeutig zur Gruppe, die ihn nicht verstanden hat und deswegen abkauft, dass die Sowjetunion im 20. Jahrhundert das Exempel für kommunistische Gesellschaften darstellte. Selbst die Sowjets sagten, es wäre bloß Sozialismus und das war schon falsch. Der Kommunismus-Vorwurf wurde vom Westen verwendet, um daraus einen Kampfbegriff zu machen, damit keiner mehr eine Alternative zum Kapitalismus vorträgt, denn der böse, böse Osten zeige schließlich die kommunistischen Absichten. Wie viele Historiker sich tatsächlich mit kommunistischen Theorien auseinandergesetzt haben und ihn nicht nur aus ihren Vorlesungen kennen, ist da sehr fragwürdig. dudendude, Genosse, dein Einwand war zu einfach gestrickt, das bin ich mittlerweile gewohnt. Nächste Runde bitte.

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Der Kapitalismus hat ein Verfallsdatum, denn er ist wachstumsabhängig - und grenzenloses Wachstum ist unmöglich. Also muss es wieder einen Krieg geben, denn nur in einer Aufbauphase ist wachstumsabhängiger Kapitalismus möglich. Die Frage ist: werden die Menschen einen Ausweg aus dem Teufelskreis finden?

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@Schloemer

Das ist nicht unbedingt ein Teufelskreis, alleine an unserem Umgang mit der Umwelt erkennt man das unwiderrufliche Verfallsdatum.

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Ich habe eine idee, die ijemand schon gebracht hat.Und zwar dass jeder 1000€ verdient ohne etwas zu machen und damit klar kommen muss. Wer mehr haben will muss arbeiten gehen und zur Gesellschaft beitragen.

Am Anfang wird es Probleme geben, weil alle froh sind frei zu haben, aber überleg an die Sommerferien, die 2 Monate sind, das ist pure Langeweile, jeder will was machen, dh arbeiten oder studieren um danach arbeiten zu gehen.

Die Ideologie von Karl Marx unterstütz ich vollkommen, aber es hat noch keiner geschafft. Umso etwas aufzubauen muss man das kapitalistische System ausnutzen und einen eigenen staat gründen, das ist mein Lebensziel, Mal schauen was es wird ;)

Die vorteile sind, dass alle gleich viel haben und das kaufen können was sie wollen, dh das die freie Marktwirtschaft bleibt. Jeder der angesehenen sein will muss es beweisen durch seinen Charakter, aber das kapitalistische System zeigt wer was erreicht hat, der hat viel Geld, aber der Nachteil ist hier, dass das reiche snobs geld erben und meinen das sie was besseres sind und können nicht mal bis 3 zählen.

Ich hoffe das du meine Sichtweise verstehst und es dir überlegst, ob jeder für sich kämpft oder man eine gruppe macht und zs alles erreicht :)

Mfg King

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