Kommunikationswissenschaften oder Medieninformatik?

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2 Antworten

An exakt derselben Stelle steh' ich auch gerade. Lange Zeit war Kommunikationswissenschaften mein Favorit, allerdings immer mit der Angst, am Ende keine guten Aussichten auf einen Job zu haben. Kommunikationswissenschaften ist eben ein Fach, dass nicht auf einen bestimmen Beruf hinausläuft, sondern den Weg in viele "Richtungen" der Medien ebnet. Das kann einerseits natürlich super sein, da man somit noch recht viele Möglichkeiten hat und noch nicht in einem so großen Maße festgelegt ist. Andererseits kann sich die Arbeitsplatzsuche auch umso schwieriger gestalten, vor allem, weil der Medienbereich anscheinend schon ziemlich überlaufen ist. Auch heißt es, dass man mit Kommunikationswissenschaften in viele Bereiche mal hineinschnuppert, aber keine wirklich grundlegenden Kenntnisse in einem bestimmten Bereich erwirbt (was ebenfalls einerseits gut, andererseits genauso schlecht sein kann). Dies variiert auch je nach Uni. Und all diese Infos sind auch nur das, was ich mir in stundenlanger Recherche zusammengesucht habe, ob das alles so stimmt, ist wieder etwas anderes...

Für Medieninformatik habe ich ebenfalls viel recherchiert. Man darf nicht vergessen, dass Medieninformatik wirklich ein Informatikstudiengang ist und man dementsprechend sehr viel Informatik und auch einige Mathe-Vorlesungen hat (Was mich vor allem angesprochen hat, da ich Mathe wirklich sehr gerne mag und auch sehr gute Noten darin hatte und dieses Talent nicht "verschwenden" will). Nicht zu vergessen ist, dass man Medieninformatik bspw. an der LMU in München auch mit Kommunikationswissenschaften kombinieren kann. Außerdem scheinen auch die Zukunftsaussichten für Medieninformatik-Absolventen relativ gut zu sein (wobei das auch relativ ist, es heißt ja auch immer, dass der Technische Bereich am Jobmarkt von asiatischen oder indischen Technik-Genies überschwemmt wird...?) . Trotzdem glaube ich, dass das Fach wirklich sehr technisch ausgelegt ist und das ist nicht unbedingt für jeden etwas. Man darf sich von dem "Medien-"Anhängsel nicht blenden lassen.

Insgesamt gesehen ist die Entscheidung also wirklich schwer, es gibt für beides Pro- und Kontrapunkte. Ich würde an deiner Stelle das machen, was dich vom Inhalt her am meisten anspricht. Einen Studiengang nur zu wählen, weil man sich einen guten Job oder viel Geld erhofft, wird auf lange Sicht nach hinten los gehen. Studiert man ein Fach, das einen interessiert, ist man letzten Endes wahrscheinlich auch besser, hält durch, hat Freude am Studium und an der Arbeit und wird, zumindest hoffe ich das, am Ende auch einen Job finden.

Die besten Informationen findest du wahrscheinlich auf der Seite der Uni, an der du studieren möchtest. Mir hat die Seite der LMU in München geholfen: http://www.uni-muenchen.de/studium/studienangebot/studiengaenge/studienfaecher/medieninf_/bachelor/index.html (hier gibt es auch irgendwo einen Test, mit dem man herausfinden kann, ob man für Medieninformatik geeignet ist.) / Dieselbe Seite gibts auch zum Kommunikationswissenschaften-Bachelor.

Ich hoffe, ich konnte dir zumindest ein kleines bisschen helfen! :)

siera18 03.07.2014, 00:06

Vielen dank fuer die antwort! Die hat mir auf jeden fall sehr geholfen. Gut, dass ich nicht alleine bin:)

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