Kommt man mit Güte gegen das Böse an?

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13 Antworten

Nein, nicht moeglich, das haelt sich immer die Waage. Diese Welt ist in ihrer Dualitaet so erschaffen, das immer beide Seiten praesent sind. Wenn es nur Gutes geben wuerde, wuerdest du das Gute nicht als das Gute erkennen. Es waere ein statischer Zustand. Also, um das Spannungsfeld fuer den erfahrenden Geist zu simulieren, gibt es die Zweiheit, die aber aus der Einheit geboren ist. Sie faellt letztendlich in die Einheit zurueck, wenn die Energien die Materie aufloesen und das Bewusstsein erloest. Aber das dauert noch ein bisschen, so etwas die ganze Ewigkeit. Viel Spass noch

Niemand ist nur böse, niemand hat nur gute Seiten. Ich glaube fest daran, dass wir mit Freundlichkeit, Herz und Verstand das Böse bekämpfen können und dass nur das Gute im Menschen zu wiederum Gutem führen kann. Betrachte mal deine Mitmenschen! Wenn du sie anlächelst und grüßt, sind sie freundlich und erwidern deinen Gruß und dein Lächeln(meist!). Bist du gereizt und nervös, begegnen dir andere Menschen ebenfalls und du wirst noch schlechter draufsein, weil du meinst, alles gehe schief und die Welt sei gemein zu dir. Mitten im Krieg haben Menschen ihr Herz gezeigt, jemanden von der Gegenseite gerettet, jemanden beschützt, sie haben an das Gute geglaubt und selbstlos gehandelt. Vielleicht hat es niemand bemerkt und sich keiner bedankt. Das ist nicht wichtig, denn der handelnde Mensch empfindet dabei ganz deutlich ein bisschen Glück beim guten Tun. Wenn du selbst Gift in den Mund nimmst, über andere herziehst, wirst du dein eignes Gift schlucken und es kommt wieder an dich zurück. Wir sollten uns des anderen annehmen und für ihn Geduld und Liebe aufbringen, nur so wird diese Welt, in der wir leben, eine bessere und sei es nur ein Stückchen , das sich verändert!

Dem Bösen das Gute entgegenzusetzen ist ja z.B. genau das, was Jesus in der Bergpredigt fordert. Nicht zurück zu schlagen, sondern die andere Wange hinzuhalten, dem Bösen nicht zu widerstehen (Matthäus 5:39). Als politische Theorie ausgearbeitet hat das z.B. Leo Tolstoi, was später als "Christlicher Anarchismus" bezeichnet wurde, und wovon z.B. Mahatma Gandhi sehr beeinflusst wurde, der wiederum Andere nach ihm, z.B. Martin Luther King beeinflusst hat.

Und King und Gandhi hatten ja mit ihren Kämpfen Erfolg, die auf diesem Prinzip der Gewaltfreiheit basierten. Also ist es zumindest manchmal in der Geschichte möglich gewesen, "mit Güte gegen das Böse" anzukommen, was auch andere Beispiele wie die friedlichen Revolutionen in Südafrika oder der DDR zeigen.

Ob das immer funktioniert, ist eine andere Frage. Ich wäre mir jetzt nicht so sicher, ob man etwa Hitler oder Pol Pot völlig gewaltfrei hätte aufhalten können, halte es aber zumindest unter günstigen Umständen für denkbar.

Auf keinen Fall. Nur mit Rechtsmitteln und gebenenfalls Solidarisierungsstrategien.

Jedenfalls gegen das ECHT Böse, also gegen Kriminalität und unrechtmäßige Praktiken in Ämtern mit viel Macht, die selten kontrolliert werden (etwa Jobcenter).

Güte führt dazu, dass diese gegen dich verwendet wird und du nach Strich und Faden ausgenutzt.

Unter Güte versteht man im Allgemeinen ein gewaltfreies und mildes Handeln aus einer Machtposition heraus. Z.B. wenn der Staat jugendliche Straftäter milde behandelt.

Ja, das klappt manchmal.

Man kann aber auch als eigentlich Unterlegener (hinsichtlich der Machtpositionen) auf Gewalt verzichten. Das wäre dann vernünftiges Handeln. Auch das klappt manchmal, vorausgesetzt, der böse Mensch oder die böse Organisation, hat den Unterlegenen noch nicht "entmenschlicht". Z.B. in Guantanamo könnte sich kein Häftling so verhalten, weil die USA die dortigen Gefangenen zum einen entmenschlicht haben, d.h. ihnen eine menschliche Existenz absprechen, und zum anderen den Gefangenen gar nicht die Macht gelassen haben, irgendeine Entscheidung zu treffen.

Man braucht dafür sehr, sehr viel Geduld und darf auch keine angst habe, d.h. man muss auch sehr viel einstecken können, ohne zornig zu werden und ohne Angst zu haben...

Ein schwarzer Pfarrer hat mal einen rassisten durch Güte besiegt (und den Rassisten von seinem rassismus abgebracht), aber er musste einiges Einstecken, man hat ihm sogar seine Kirche abgebrannt...

Der Volksmund sagt ja: Wie du mir, so ich dir !

Aber eine weit bessere Aussicht auf eine erfolgreiche Lösung von Problemen bietet der Rat aus der Bibel gemäß Römer 13:17-21:

"Vergeltet niemandem Böses mit Bösem...Wenn möglich, haltet, soweit es von euch abhängt, mit allen Menschen Frieden. Rächt euch nicht selbst, Geliebte, sondern gebt dem Zorn Raum, denn es steht geschrieben: ´Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht Jehova´. .... Lass Dich nicht vom Bösen besiegen, sondern besiege das Böse stets mit dem Guten."

Wenn ein Christ verleumdet wird, greift er nicht zu ähnlich bösen Mitteln, um sich zu schützen. Sogar, wenn ein verbrecherischer Angriff auf sein Leben oder seine Familie erfolgt, würde er diesen nicht mit einer auf den Tod des Angreifers zielenden Verteidigung abwehren wollen.

Sprüche 25;15 sagt: "Eine milde Zunge, sie Kann einen Knochen zerbrechen."

Sehr oft kann man mit Freundlichkeit, Milde, Güte, Selbstbeherrschung sehr viel erreichen. Wenn alle Mühe nicht zum gewünschten Erfolg führen, hilft das Vertrauen auf Gott sehr dabei, inneren Frieden zu bewahren.

JensPeter 28.10.2012, 15:46

Gute Antwort, kdd1945!

Jesu lehrt: (Lukas 6:31) 31 Und wie ihr wollt, daß euch die Menschen tun, so tut auch ihnen --- als sog. "Goldene Regel".

LG

Jens

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IlsaLundt 28.10.2012, 16:45

Top Antwort - DH!

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totale vernichtung des bösen wäre nicht gut , dann gäbs auch kaum noch gutes :) schlechtes lässt uns erst gutes tun

Das Gute - dieser Satz steht fest - ist stets das Böse, was man lässt (W.Busch)

Der Schmerz macht, dass wir Freude fühlen, so wie das Böse macht, dass wir das Gute erkennen (v.Kleist)

Das Gute gewinnt nie, aber das Böse verliert immer

Abahatchi 29.10.2012, 00:48

Der Böse ist immer im Vorteil, denn: Der Gute darf nur die legalen Möglichkeiten nutzen, sonst wäre er nicht der Gute. Der Böse darf die legalen Möglichkeiten nutzen, genau wie der Gute aber er nutzt noch einmal doppelt so viele nicht legale Möglichkeiten.

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Ja, das ist die Seelenhaltung des Manichäismus.

Vgl. Sergej Prokofieff: Die okkulte Bedeutung des Verzeihens

nowka2 29.10.2012, 00:48

durch die seelenhaltung kommt man nicht gegen das böse an, aber man verhindert, daß es einen infiziert

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Welches Böse denn? Das Böse außen oder das Böse innen?

Ja. Höflichkeit kann die größte Waffen gegen asoziale Menschen sein.

Was soll denn bitte das Böse sein?

Buchsbaumhecke 28.10.2012, 10:47

Das Böse würde ich mit moralisch falschem Handeln definieren.

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