Kommt man beim Verdacht auf RDS nicht um eine Darmspiegelung herum?

...komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Soviel ich gehört habe, wird der Begriff "Reizdarm" gern für Fälle verwendet, bei dem eigentlich keine genaue Diagnose erstellt werden kann.

Eine Darmspiegelung habe ich nicht selbst erlebt; aber von Leuten, die sie aus Erfahrung kennen, weiß ich, dass man sich nicht darauf freuen kann. Ich denke, man sollte sie nur über sich ergehen lassen, wenn ein halbwegs begründeter Verdacht auf eine andere, mit der Darmspiegelung nachweisbare Krankheit vorliegt.

Zu berücksichtigen ist, dass viele "empfohlenen" Maßnahmen vor allem dazu dienen, die den Ärzten verkauften teuren Apparaturen besser auszulasten, sprich, wirtschaftlicher zu machen. Oft genug wird das Wohl des Patienten in den Hintergrund gedrängt.

Das einzige unangenehme an der Darmspiegelung ist voher die "Entleerung des Darms". Das muss man auch bei einer Kernspintomographie machen. Der eigentliche Vorgang der Spiegelung ist dagegen ein Klacks, vollkommen schmerzfrei, kriegt man kaum oder gar nicht mit und hinterher gibt es nur paar Blähungen.

Eine Koloskopie, also Darmspiegelung dient bei deiner Schwester wohl eher zum Ausschluß anderer Ursachen ihrer Beschwerden, wie z.b. entzündliche Veränderungen. Ein sogenannter Reizdarm ist hingegen ein funktionelles Problem ohne sichtbare Veränderungen und lässt sich mit einer Spiegelung, die ja nur den Dickdarm untersucht, weder nachweisen noch ausschliessen. Und es stimmt: Die Untersuchung ist ein Klacks. Die Vorbereitung kann allein durch die schiere Flüssigkeitsmenge, die getrunken werden muss, unangenehm sein.

Das ist nicht schlimm. Sie bekommt auch was zur Beruhigung. Viele schlafen sogar dabei!!!

Was möchtest Du wissen?