Kommt es zu Sperrzeiten beim Arbeitslosengeld wenn man eine Verlängerung eines befristeten Arbeitsvertrags (von 1 Jahr) ablehnt?

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2 Antworten

Eine Ablehnung eines neuen Arbeitsvertrages ist kein Grund für eine 3 monatige Sperrzeit,denn dein Arbeitsvertrag war bzw.wäre dann befristet und läuft eben aus,um eine Sperre verhängen zu können müsstest du deinen Arbeitsvertrag aus nicht wichtigem Grund selber kündigen oder aufheben bzw.deine Kündigung selber verschuldet haben !

Du musst nur darauf achten das du dich bei einem befristeten Arbeitsvertrag 3 Monate vor Ablauf z.B. telefonisch oder persönlich bei der Agentur für Arbeit als Arbeit suchend meldest und am ersten Tag der Arbeitslosigkeit zwingend persönlich arbeitslos meldest,sonst könnte es eine Sperre von 1 Woche wegen verspäteter Arbeit suchend Meldung bekommen.

Erst wenn du im Leistungsbezug bist und eine Arbeit / Maßnahme ohne wichtigen Grund ablehnst oder aufgibst würde es eine Sperre geben,dass dann beim ersten und zweiten Fehlverhalten jeweils 3 und beim 3 dann 12 Wochen.

Das kannst du noch mal nachlesen,einfach mal eingeben ,, Sperrzeiten ALG --1 ",dass sind dann § 159 Abs. 1 - 3 und § 159 Abs. 6 SGB - lll.

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Wenn die Beschäftigung befristet ist, musst Du Dich mind. 3 Monate vor Beendigung der Beschäftigung beim Amt gemeldet haben, sonst bekommst Du eine Sperre.

Dein Arbeitgeber muss Dir am Ende eine Arbeitsbescheinigung ausfüllen. 

sieht so aus: 

https://www3.arbeitsagentur.de/web/wcm/idc/groups/public/documents/webdatei/mdaw/mdcx/~edisp/l6019022dstbai414047.pdf?\_ba.sid=L6019022DSTBAI414050

Wenn er dort angibt, dass er Dich weiter beschäftigt hätte, wird Dir das Amt natürlich einen Strick draus drehen. 

Ganz davon abgesehen glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass du sofort eine Bewilligung einer Weiterbildung bekommen wirst. 

Ich würde mir das gut überlegen, am Ende hast Du keinen Job und kein Geld vom Amt (wenns dumm läuft). Vielleicht melden sich hier ja noch User die sich damit besser auskennen.



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Kommentar von DonAtom83
07.02.2017, 16:54

Vielen Dank für die Antwort! Hast mir wirklich sehr geholfen. Ich habe mir das schon gedacht, dass dies wahrscheinlich nicht geht. Diese Regelung ist aber nicht gerade sinnvoll. In meinem Fall werde ich dadurch quasi gezwungen einen Arbeitsvertrag nicht anzunehmen, damit ich in einem Jahr nicht ohne Geld da stehe. Es handelt sich nämlich um eine Postdoc Stelle (nach TVÖD), die mir angeboten wurde und zunächst 1 Jahr befristet ist. Mein Plan wäre gewesen nach dem Jahr in die Industrie zu wechseln, denn solche Stellen können maximal 6 Jahre ausgeübt werden und dann ist ein Wechsel viel schwieriger. Dann muss ich eben diese Weiterbildung gleich machen und sofort in die Industrie wechseln. 

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