Kommt ein bedingsloses Grundeinkommen?

16 Antworten

Grundsätzlich würde ich sagen ja, aber es muss sich noch einiges in der Politik ändern z. B. dass der Wille des Volkes, der sich über Volksentscheide o.ä. äußert, auch tatsächlich bindend ist. Man müsste erstmal schauen, welche Gesetzesblockaden und -lücken es noch gibt, die das verhindern.

Aufgrund der Pandemie haben u. a. viele Künstler finanzielle Sorgen. Viele Jobs, die man nebenbei machen kann z. B. in der Gastronomie, wenn man von der Tätigkeit die man liebt nicht leben kann, sind weggefallen. Es gibt im Moment keine Planungssicherheit. Wir brauchen Kunst!

Wenn man dann nicht mehr den Stress hat, der Geldmangel mit sich bringt und man nicht mehr irgendetwas um des Geldeswillen macht, sondern aus Freude, haben wir entspanntere Menschen.

Wenn große Mengen an Geld auf wenige verteilt ist, davon ein großer Teil auf Bankkonten liegt, selbst wenn es Zinsen dafür gibt, ist dass mMn. Ressourcenverschwendung.

In absehbarer Zeit sehe ich das nicht.

Das ein Grundeinkommen irgendwann mal die hergebrachten Sozialsysteme ersetzen könnte, kann ich mir schon vorstellen, die Sache mit der Bedingungslosigkeit, da würde ich ein Fragezeichen drann machen wollen, das kann ich mir wiederum schwer vorstellen.

Alleine schon durch die immer noch anhaltende Corona-Pandemie mit ihren wirtschaftlichen ( Langzeit-) Folgen sehe ich selbst für einen Diskussionsversuch der Ausarbeitung eines BGE - Regel-/ und Finanzierungsversuches auf unbestimmte Zeit erst mal keinerlei Spielraum .

Zudem denke ich mal , daß ernsthafte Diskussionen über eine deutliche Reduzierung von Sanktionsmöglichkeiten im ALG II bis gar hin zu einem BGE derzeit höchstens bei B90-Grüne und Die Linke Parteiprogramm werden könnten . Scholz ( sPD ) erteilte solchen Gedankenwegen eine klare Absage , und mit Schwarz / Gelb / Blau ist da erst recht nicht zu machen .

Blieben im theoretischen Bestfall auf Bundesebene damit derzeit ggf. mal gerade etwa 30 bis 35 % Zuspruch , wenn wir einige Befürworter aus den Reihen der SPD da mal fiktiv mit einbeziehen .

Kommt, wenn es nicht von Vorteil sein wird. Z.B. weil Sozi höher ist, oder weil Arbeit so hoch bezahlt und einfach zu finden wird, dass es sich nicht mehr lohnt.

Naja. Es gibt eine Theorie, die von vielen geteilt wird: Nämlich, dass mit wachsender Digitalisierung und immer weiter benötigter Bildung immer mehr Menschen keinen Job mehr finden. Gäbe es diesen Umstand irgendwann mal wirklich, dann könnte ich mir vorstellen, dass ein BGE eigentlich unausweichlich ist.

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