Kommt die rechtsschutzversicherung hierfür auf?

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11 Antworten

Selbst während eines "Schnupper"arbeitsverhältnisses dürfte bei einem Arbeitsunfall die BG zuständig sein.

Ja, die RS sollte einspringen. Der Rechtsverstoß ergibt sich aus verschiedenen Gründen.

PS: die BG ist trotz fehlen des schriftlichen Arbeitsvertrages zuständig.

Hallo,

wenn 3 Monate vor der mündlichen Vertragszusage des Arbeitgebers die Rechtsschutzversicherung Arbeits- und Sozialrecht (Wartezeit) schon bestand, ja. Lediglich eine vereinbarte Selbstbeteiligung ist beim Anwalt sofort zu hinterlegen, wenn er beauftragt wird.

Beste Grüße

Dickie59


Probearbeit ist problematisch. 

Hier sehen das alle BG'en so, dass diese nicht versichert ist. Der Hintergrund ist ein Urteil, meine vom BSG - mag aber nicht suchen. Wenn echte Probearbeit vorliegt, also dem "Meister" zusehen und einige einfache Handgriffe machen vorliegt, besteht dafür kein Versicherungsschutz. 

Allerdings gibt es genug Arbeitgeber, die Probearbeit missbrauchen oder Schwarzarbeit als Probearbeit deklarieren um später gut da zu stehen. Eventuell muss man bei drei Tagen davon ausgehen, dass hier die Grenze der Interessenslage überschritten war. Außerdem kommt es darauf an, welche Tätigkeiten genau ausgeübt wurden. 

Wenn Du hier einen Anwalt einschalten willst, nimm auf jeden Fall einen Fachanwalt für Sozialrecht (notfalls aus der nächsten größeren Stadt). Alle anderen Anwälte kannst Du bei dem Sachverhalt komplett vergessen. 

Du hast offenbar eher ein Beweisproblem als ein rechtliches Problem. 

Du hast für jemanden gearbeitet und dir ist dabei ein Unfall passiert. Dürfte m.E. ein Arbeitsunfall sein.

Lies dir dies einmal durch:

http://www.vdk.de/rheinland-pfalz/pages/arbeitsunfall/67517/unfall_waehrend_der_probearbeit

Ob deine Rechtsschutzversicherung für eine Auseinandersetzung eintritt, kann nur dein Versicherungsvertrag beantworten.

Hoi.

Leider kommt es sehr genau auf die tatsächlichen Verhältnisse während dieser Probearbeit an - wenn dann der Chef "komische Sachen" der BG erzählt.....muss man andere Zeugen finden...

 

"Beim Probearbeiten übernimmt der Bewerber auf Anweisung des Chefs betrieblich notwendige Arbeiten. Und damit handelt es sich um ein meldepflichtiges Arbeitsverhältnis, aus dem auch Anspruch auf Bezahlung entsteht. Bei einem Einfühlungsverhältnis weist der Arbeitgeber dem Schnupperkandidaten keine betrieblich notwendigen Arbeiten zu, die er alleine und selbstständig erledigt. Seine Arbeitsleistung ist rein freiwillig und er muss keine bestimmten Arbeitszeiten einhalten. Auch auf Bezahlung hat er keinen Anspruch.

Mehr als geschnuppert? Schwarzarbeit!

Immer wieder wird vor Gericht gestritten, ob die vereinbarten Schnuppertage auch tatsächlich welche waren. Eine schriftliche Vereinbarung im Vorfeld kann hier hilfreich sein. Darin sollte der Zeitraum des Einfühlungsverhältnisseseindeutig festgelegt sein. Außerdem sollte sie den Passus enthalten, dass keine Verpflichtung zur Arbeitsleistung besteht und auch kein Lohnanspruch.

Im Streitfall entscheidend ist aber, dass sich alle an das in der Vereinbarung Festgeschriebene halten, also was tatsächlich getan wird und was nicht. Das gilt übrigens auch, wenn der Schnupperkandidat im Betrieb einen Unfall hat. Stellt sich heraus, dass er nicht nur geschnuppert, sondern auch auf Anweisung des Arbeitgebers gearbeitet hat, ist er gesetzlich unfallversichert. Der Arbeitgeber muss dann allerdings mit Regressforderungen der Berufsgenossenschaft rechnen, weil er das Arbeitsverhältnis nicht gemeldet und den Arbeitnehmer schwarz beschäftigt hat."

https://www.bgn.de/10641/46872/1

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Ja, dafür müsste die Rechtschutzversicherung aufkommen.
Nimm dir aber einen guten Anwalt.

Es gab noch keinen schriftlichen Arbeitsvertrag, dennoch war mündlich abgemacht dass ich fest anfange, es war der dritte Probetag

Sorry - aber weshalb soll denn dann die Probearbeit sein, wenn mündlich fest vereinbart wird, dass man eingestellt wird.

Darin sehe ich einen Widerspruch.

Das kommt darauf an, was du bei deiner Rechtschutzversicherung versichert hast! Schau mal in deinen Vertrag!

Das bezweifle ich. So wie ich das sehe, hast du mangels Beweise nicht die geringste Chance, und die Versicherung wird Ausnahmeklauseln für solche Fälle vorgesehen haben.

da du in dem Unternehmen tätig warst(und wen es nur eine Probezeit ist) ist das ganze als Arbeitsunfall zu werten.

Die Frage ist , ob die Verletzung zu vermeiden war , das interessiert die Berufsgenossenschaft.

Die zweite Frage ist ob deine Versicherung auch solche Fälle abdeckt......

 

Egal ob Deine Rechtschutz das übernimmt oder  icht. Den Job bekommst Du nicht. Verschwende keine Energie damit.

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