Kommen alle Leute ins Fegefeuer?

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16 Antworten

Bei all meinen bisherigen Bibellektüren (Evangelien, Mosesbücher, Apostelgeschichte, ect.) habe ich niemals die Beschreibung von etwas feststellen können, das auch nur entfernt an die katholische Darstellung vom "Fegefeuer" erinnert. Ist ja auch kein Wunder: das Fegefeuer ist eine Erfindung der Kirche, sozusagen eine Art "Mini-Hölle", aus der man auch nach seinem Tod befreit werden konnte - gegen eine "kleine Investition", versteht sich.

Die Lehre vom Fegefeuer widerspricht sogar der Darstellung der Bibel: wenn Jesus am Kreuz angeblich für unsere Sünden starb, warum sollen wir dann nach unserem Tod trotzdem noch "geläutert" werden? Dann wäre Jesus' Opfer doch völlig bedeutungslos gewesen.

Das ist ein Problem der römisch-katholischen Kirche. Ihrer eigenen Lehre nach hat wohl (so gut wie) jeder seine Zeit dort abzusitzen - wegen mangelnder Bußbereitschaft. Das Gute ist: wer im Fegefeuer ist darf sich freuen, denn die nächste Station heißt Himmel.

Es gibt so etwas wie Ablass, den man käuflich oder durch Werke (bestimmte Übungen, Teilnahme an best. Veranstaltungen ...) an manchen Orten erwerben kann, aber viele Geistliche (zumindest in Deutschland) sind (heute) dagegen.

Ablass war letztlich auch eines der Themen, die vor 500 Jahren die Reformation in Gang gesetzt hat (und deren Gedenken wir 2017 feiern). 

Das Fegefeuer war und ist eine Disziplinarmaßnahme und wurde ein paar Jahrhunderte nach der Veröffentlichung der Evangelien erfunden. Alle kommen ins Fegefeuer, von der Lebensführung - und dem fleißigen Beten der Hinterbliebenen - hängt dann ab, wie lange man dort verbringt. Hoffentlich habe ich dir eine gute Nachricht gegeben!

Das Fegefeuer ist eine Erfindung von Katholiken für Katholiken. Nur Katholiken kommen ins Fegefeuer, alle anderen brauchen sich nicht drum zu kümmern.

Es kommt niemand ins Fegefeuer, weil es das gar nicht gibt. Das ist ein mittelalterliches Ammenmärchen um zwei widersprüchliche Aspekte in der katholischen Lehre unter einen Hut zu bringen:

  • die Verantwortung des Einzelnen für seine Taten
  • die größenwahnsinnige Behauptung der RKK damals, dass niemand, der die Sterbesakramente empfängt, in die Hölle kommt.

Da hat man dann halt das 'Fegefeuer' erfunden. Die Vorstellung wurde im 6. Jahrhundert formuliert und geht auf gnostische Vorstellungen des 3. Jahrhunderts zurück.

Die Bibel lehrt aber eindeutig, dass es nur einen Himmel oder eine Hölle für Verstorbene gibt - was auch immer das bedeuten mag.


natürlich, denn:

Da hilft nur erkenntnis!

---wenn du stirbst, ist doch nur dein physischer körper weg.
du bist noch da mit all einen gelüsten, neigungen, trieben, süchten usw., die sich nur mit irdischen dingen befriedigen lassen.

---da du aber keinen körper mehr hast, mit dem du diese "negativen" seelenbedürfnisse befriedigen kannst, mußt du sie dir abgewöhnen, bevor du als ein reiner mensch in deine geistige heimat aufgenommen werden kannst.

---das tut immer sehr weh, denn es ist einer entziehungskur gleich.

---jeder, der sich das rauchen abgewöhnt hat, kann davon ein lied singen.

---diese sphäre, wo man sich die schlechten erdengewohnheiten abgewöhnt, nennen alle unwissenden menschen „HÖLLE“.

Anschließend geht es für alle menschen ab in ihre geistige heimat, den himmel.

Früher (so rund 15. Jhd. in der Martin Luther Zeit) wurde das mit dem Fegefeuer oft als Druckmittel verwendet, um Ablassbriefe zu kaufen..

Man kam halt ins Fegefeuer, wenn man (meist) antichristlich handelte..

Gott und den Papst in Frage stellte etc.  Halt Ketzerei, falls dir dieser Begriff etwas sagt.. Wenn halt der 
vorgegebene Glaube der Kirche, mit deinem widersprach...

Und die, die immer brav den Ablass bezahlten, Gott treu blieben und alles taten, was die "höher gestellten" Menschen befahlen.. kamen nach dieser Ideiologie in den Himmel..  Darauf schrieb ja der Luther auch seine 95 Thesen gegen den Papst und den Ablasshandel, worauf er so die Reformation der Kirche in Gang setzte..

Wenn du stirbst, kommst du entweder ins Fegefeuer oder in den Himmel. Das hängt von deinen Taten im Leben ab. Wenn du gute Taten getan hast (Beten, nicht sünden, etc.), bist du in den Himmel gekommen, was die katholische Kirche ja dann auch ausgenutzt hat, indem sie die Leute dazu "zwang" Geld zu zahlen. Die Menschen haben natürlich schön bezahlt. Sie wollten ja nicht ins Fegefeuer. Den Rest weißt du wahrscheinlich

Das Fegefeuer war vor allem im Mittelalter gefürchtet:

Trotz der Erwartung einer besseren Welt im Jenseits fürchtete man die Zeit der Buße im Fegefeuer und hatte Angst, in der Hölle zu "schmoren" und auf ewig verdammt zu sein. Diese Strafe ließ sich umgehen, indem man sich im Diesseits nichts zuschulden kommen ließ bzw. seine Schuld bereute und büßte. 

https://www.planet-schule.de/wissenspool/die-stadt-im-spaeten-mittelalter/inhalt/hintergrund/hoellenangst-und-seelenheil.html

Hm...
Das ist eine Erfindung der römisch-katholischen Kirche. Um die Leute an der Stange zu halten.

Demgemäß käme jeder Mensch zuerst mal in's Fegefeuer, weil der Kirche nach jeder Mensch Fehler (Sünden) begangen häbe, auch wenn er sich nicht solches bewusst ist.

Schon mal keinen Fehler begangen zu haben, scheint denen ein großer Fehler zu sein. Schon mal einfach, anderer Meinung zu sein.
Und was ich hier schreibe, ist ihnen größte Sünde, Häretik, und werde sofort in die Hölle gesteckt werden, ohne Zwischenstation Fegefeuer.

Sag' das aber nicht deinem Reli-Lehrer,
vielleicht/wahrscheinlich mag der solche Ansichtsweisen nicht. Setzen, sechs :-(

Nein, niemand kommt ins Fegefeuer, denn das ist wie der Himmel und die Hölle nur ein fiktiver Ort, den sich Menschen ausgedacht haben.

Hallo svenjaaussor,

wenn du es ganz offiziell haben willst, wie der derzeitige Stand in der katholischen Kirche ist, dann hier der vollständige Text aus dem Katechismus:

http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P2T.HTM

Weder noch. da es beides nicht gibt.

Das sind alles erfindungen von Menschen.

Ich weiß, ich möchte aber wissen, wie die Kirche das im Mittelalter sah.

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Frage: was ist das ?

Satan (2.Kor.11,14; Offb.12,9) kommt in die "Hölle" mit ewige brennendem Feuer (Offb.20,10), die Menschen, welche unserem ewigen Gott immer noch nicht gehorchen wollen, verbrennen ganz einfach in diesem Feuer (Offb.20,15).

Der "Gott dieser Welt" (Offb.17,1-6) erzählt viel Lügen... 

Es gibt kein Fegefeuer und keine Feuerhölle, Irrlehren aus heidnischen Religionen.

cheerio

eine Hölle wird es geben....oder glaubst Du, der Herr Jesus hat die Unwahrheit gesagt?

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@KaeteK

Er hat z.B. behauptet, das Senfkorn wäre der kleinste Samen auf Erden. Inzwischen hat die Wissenschaft aber nachgewiesen, dass Orchideensamen noch viel kleiner sein können.

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@KaeteK

Kaete,  meinst du Lukas 16:19-31?

Von Jesus Christus wird gesagt: „Alle diese Dinge redete Jesus durch Gleichnisse zu den Volksmengen. Ja, ohne ein Gleichnis redete er nicht zu ihnen“ (Mat 13:34; Mar 4:33, 34).

Die Jerusalemer Bibel gibt in einer Fußnote zu, daß es sich um „eine Beispielerzählung ohne irgendeinen geschichtlichen Bezug“ handelt. 

Was bedeutet das Gleichnis? Der „Reiche“ stellte die Pharisäer dar (siehe Vers 14). Der Bettler Lazarus stellte die einfachen Leute des jüdischen Volkes dar, die von den Pharisäern verachtet wurden, die aber bereuten und Jesus nachfolgten. (Siehe Lukas 18:11; Johannes 7:49; Matthäus 21:31, 32.) Auch ihr Tod ist symbolisch zu verstehen; er bedeutet eine Veränderung ihrer Umstände. Die vorher Verachteten gelangten in eine Stellung göttlicher Gunst; die früher anscheinend Begünstigten wurden von Gott verworfen (denke an 70 n.Chr,) und von den Gerichtsbotschaften gequält, die diejenigen verkündigten, die von ihnen verachtet worden waren (Apg. 5:33; 7:54).

Meintest du dieses Gleichnis, Kaete? Denn schau mal: Röm. 6:7: „Wer gestorben ist, ist von seiner Sünde freigesprochen.“ Da brauchen wir doch keine Hölle!    Aber ob den Pharisäern ihre Schuld vergeben wird? Jesus erzählte deswegen gleich anschließend noch ein weiteres Gleichnis, das mit dem Mühlstein aus Luk.17:2.

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@KaeteK

Der HERR JESUS hat NIE von einer Hölle gesprochen, wie Sie in babylonischen Religionen und der Katholischen und anderen Kirchen gelehrt wird.

Das weißt du doch, oder nicht?

cheerio

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@Hamburger02

So ist, das , wenn man nicht genau hinguckt:

Über den Samen von Orchideen heißt es:

Die Samen der Orchideen besitzen kein "Nährgewebe" und sind daher zur Keimung auf Symbiosepilze angewiesen.
Orchideensamen sind so klein, dass pro Samenkapsel 1 Million Samen gebildet werden können.

Aussäen allein führt nicht zum Wachstum neuer Orchideen.

DAMIT IST DIESER SAMEN NICHT MIT HERKÖMMLICHEN SAMEN DER LANDWIRTSCHAFT VERGLEICHBAR, DIE IM GEGENSATZ ZUM ORCHIDEENSAMEN EIN ERWÄHNTE NÄHRGEWEBE HABEN UND SELBST KEIMEN KÖNNEN.

Somit hat Jesus nicht gelogen, denn in der Landwirtschaft gibt es keinen kleineren Samen. Und Jesus kam es nur auf das Gleichnis an.

cheerio

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@stine2412

@stine2412:

Hallo, stine, was KaeteK meint, das soll sie mal selbst erläutern......ich bin gespannt.

cheerio

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@KaeteK

@KaeteK:

Der HERR JESUS hat NIE von einer Hölle gesprochen, wie Sie in babylonischen Religionen und der Katholischen und anderen Kirchen gelehrt wird.

Das weißt du doch, oder nicht?

cheerio

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@stine2412

Kaete, hierzu fällt mir noch das Gleichnis Jesu aus Matth.5:29 ein, "Wenn dein rechtes Auge dich straucheln macht, reiß es aus!" Wenn Jesus das buchstäblich gemeint hätte, wäre die Welt voller Blinder.

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Es gibt kein Fegefeuer

Ich weiß, ich möchte aber wissen, wie die Kirche das im Mittelalter sah.

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@svenjaausor

Im Mittelalter wurde dies als Druckmittel eingesetzt und der Aberglaube von der KIrche gezielt ausgenutzt.

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