Komme ich mit 1500 € im Monat aus?

23 Antworten

Dein Einkommen wird sicher reichen, doch deine Berechnungsgrundlage solltest du ein wenig ändern.

Leider wird oft folgende Rechnung aufgestellt:

Kaltmiete + Nebenkosten = Warmmiete

Das ist leider falsch. Richtig dagegen ist:

Bei den mtl. Nebenkosten handelt es sich lediglich um eine Abschlagzahlung, also eine Vorauszahlung auf die Jahresendabrechnung.

In der Jahresendabrechnung wird folgende Formel gerechnet:

Tatsächliche Verbrauchs/Betriebskosten - Nebenkosten-Vorauszahlung = Guthaben, bzw. Nachzahlung.

Der Vermieter kann überhaupt nicht die anfallenden Nebenkosten zuverlässig voraussagen. Deshalb wird er sie dir auch nicht garantieren.

Ein längerer Winter z.B. sorgt dafür das länger geheizt werden muss. Das wiederum bedeutet einen höheren Energieverbrauch in Form von Gas oder ÖL.

Die Öl- und Gaspreise können steigen oder unerwartete Betriebsausgaben fallen an. Der Vermieter wäre also dumm wenn er sich da verbindlich festlegen würde.

Eine nützliche Hilfe wären die letzten zwei oder drei Endabrechnungen des Vormieters oder der Auskunft der Nachbarn zu den Nebenkosten.

Denn manche Vermieter eben die Nebenkosten extra niedrig an um den Interessenten die Wohnung durch einen günstigen Mietpreis "schmackhaft zu machen". Verboten ist dies nämlich nicht.

Nicht umsonst spricht man bei den Mietnebenkosten auch gerne von der 2. Miete.

Als Faustformel kann man: Kaltmiete + 30 % Nebenkosten als Warmmiete rechnen.

Somit dürfte deine Wohnung nur 350,- € Kaltmiete kosten. Auf jeden Fall sollte man die Möglichkeit einer Nachzahlung mit einkalkulieren.

Die Haushaltskosten bestehen ebenfalls nicht nur aus Essen & Trinken. Manchmal muss man auch etwas Klopapier kaufen (Scherz). Aber im Erst. Du brauchst Wasch- und Putzmittelmittel, Seife, Toilettenartikel u.s.w.

Wahrscheinlich auch einen Internetanschluss und natürlich auch Geld für die Rundfunkgebühren und was ist mit Versicherungen, von denen man in der Regel ja auch eine oder zwei hat. Hast du irgendwelche Vertäge zur Altersversorgung o.ä. die mtl. abgebucht werden?

Mit 1500,-€ kannst du dir problemlos einen eigenen Haushalt leisten. Nur wird am Monatsende sicher nicht so viel übrig bleiben wie du dir vielleicht wünscht.

Tipp:

Leg dir ein Haushaltsbuch an wo du wirklich alle Ausgaben dokumentierst, wirklich jeden Cent.

Hört sich doof an aber es gibt dir tatsächlich  einen guten Überblick über deine Ausgaben und die Möglichkeit eventuell nach Bedarf Kosten einzusparen, wenn du sie aus unnötig empfindest.

Viel Erfolg in den Start in einen neuen Lebensabschnitt

ICh denke man kommt mit dem Geld gut aus, eventuell musst du den Lebensstiel etwaqs zurückfahren den du bei deinen Eltern gewohnt warst aber das geht schon.

Essen und trinken wurde ja mehrfach gesagt wohl deutlich zu wenig.

Auto hast du neben den "Tankkosten" auch Versicherung+ Steuer + Insektion + Reifen usw gerechnet (Neuanschaffung lassen wir außen vor) das Summiert sich auch ganz schön hoch. 

Kosten wie Handy, Gez (oder wie sichs aktuell schimpft) ggf Versicherungen, Abfall, Kleidung würden mir noch einfallen. ABer in Summe alles nichts was man nicht mit 1.500€ /Monat aushalten kann.

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Ja Ihr schimpft alle wegen dem essen aber ich brauch nicht viel :D Also nur abends nen Happen Mittags gibbet was auf der arbeit

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@Lukaes123

Joa aber man unterschätzt das schnell mal. Du rechnest grade mit ca 3€ pro Tag das ist nicht grade viel. Ich habe z.b. für 6l Hohes C etwas über 10€ zahlen dürfen, wenn man frisches Obst kauft kostet das auch schnell mehr und Fleisch im allgemeinen auch. Natürlich kenne ich deine Kaufgewohnheiten nicht ich persönlich hasse es z.b. bei Lebensmitteln zu sparen und hauptsache das billigste zu kaufen.

Klar kann man auch günstiger leben, (wie gesagt ich gehe stark davon aus das du mit deinem Geld gut auskommen wirst) aber Kosten können ganz schnell mal wachsen und Kleinbetärge summieren sich hoch. Unterschätze es einfach nur nicht und sei für den Anfang lieber etwas pessimistischer dann kann nix schief gehen.

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ich hatte ganz früher mal 1300€ Netto und musste Wohnung, Auto und Eigenverpflegung stämmen und das ging auch. Kommt immer auf jeden selbst drauf an wie man mit Geld umgehen kann.

Bei mir war z.B. die Situation so:

410€ Kaltmiete, 40€ Nebenkostenvorauszahlung, Autobenzin im Monat etwa 200€, Verpflegung 200€ und Versicherung bzw. andere Standardkosten wie Telefon/Internet nochmal so 200€.

Da waren es dann noch so 250€ zu freien Verfügung. Für manche viel zu wenig, für mich hat eigentlich gelangt.

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Danke fürs beispiel :)

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