Kommasetzung! Der Bürgermeister gestattet es, die Dächer des Schulgebäudes, der Sporthalle und des Anbaus, zu reparieren?

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9 Antworten

Der Bürgermeister gestattet es, die Dächer des Schulgebäudes, der Sporthalle und des Anbaus zu reparieren.

Es greifen die Regeln K116 und K117 des Dudens: http://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/komma#K116

Ein verkürzter Satz wäre folgender:

Der Bürgermeister gestattet es, die Dächer zu reparieren.

Hier trennt das Komma den erweiterten Infinitiv ab. Es darf nach den neuen Regeln auch weggelassen werden, wenn keine Missverständnisse auftreten können. Die Mehrheit der Linguisten empfiehlt das Komma aber an dieser Stelle, weil es den Lesefluss unterstützt und die Sprechpause an dieser Position wiedergibt.

Die weiteren Kommas sind Teile der Aufzählung "des Schulgebäude, der Sporthalle und des Anbaus" und müssen stehen.

Das letzte Komma der Titelfrage "des Anbaus, zu reparieren" ist falsch und darf nicht stehen. Der erweiterte Infinitiv wurde ja bereits durch das erste Komma abgetrennt und die Aufzählung ist mit dem "und des Anbaus" abgeschlossen. 

Hier darf er nicht weggelassen werden!

Es steht ein Korrelativ (es). Das heißt die Infinitivphrase ist ein Einschub und muss nach allen Regeln der Kommasetzung deshalb in paarigen Kommas stehen.

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@Deponentiavogel

Was genau soll denn der Einschub sein? Welcher Teil ist deiner Meinung nach eingeschoben? Welche Kommas sind "paarig"?

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@Kajjo

Der Bürger hatte es immer gestattet, die Dächer zu reparieren, und war stolz darauf.

Der Bürgermeister hatte es immer gewusst, dass er klug war, und war stolz darauf.

Das ist dasselbe Prinzip.

Es steht ein Satz: Der Bürgermeister hatte es immer gewusst und war stolz darauf.

Jetzt schiebt man eine weitere Aussage ein, die nicht zur normalen Abfolge der Satzglieder passt und daher in paarigen Kommas steht. Das gleiche geschieht hier:

Der Bürgermeister Hans ging nach Hause.

Der kluge, großzügige Bürgermeister ging nach Hause.

--> Hans, der Bürgermeister, ging nach Hause.

--> Der Bürgermeister, klug und großzügig, ging nach Hause.

Das zweite Komma fällt natürlich weg, wenn es am Satzende auf einen Punkt trifft.

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@Deponentiavogel

Alles korrekt, aber der Titelsatz enthält eben keinen solchen Einschub. Falls deiner Meinung nach doch, dann bitte klar kennzeichnen! Sieht einfach ein, dass du hier falsch liegst und mach es uns nicht noch schwerer.

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Der Gesamtsatz besteht aus dem Hauptsatz und einer Infinitivgruppe. Es gibt keinen Grund, vor "zu reparieren" ein Komma zu setzen, es muss also weg.

Die übrigen Kommas sind richtig gesetzt. Das Komma hinter "es" muss nach der neuen Rechtschreibordnung  gesetzt werden, weil im Hauptsatz das Verweiswort "es" auf die Infinitivgruppe hinweist.

Vor "zu reparieren" kommt kein Komma.

Ein Komma wird bei einem erweiterten Infinitiv gesetzt. Also z B. , schnellstens zu reparieren. Bei einem "nackten" Infinitiv nicht.

Di anderen Kommas (Kommata) sind in Ordnung.

Nach alter Rechtschreibung ist das so, ja. 

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Also in meiner Sicht, gehört in dem Satz die zwei Kommas vor: Schulgebäude und Anbaus  weg ^^

,,Der Bürgermeister gestattet es, die Dächer des Schulgebäudes der Sporthalle und des Anbaus zu reparieren"

Lg Cat :3


Der Bürgermeister gestattet es, die Dächer des Schulgebäudes, der Sporthalle und des Anbaus zu reparieren.

In klassischer und neuer Rechtschreibung werden so die Kommas gesetzt.

Jetzt die Erklärung für Streber.

Der Bürgermeister gestattet es ist unser Hauptsatz. 

Die Dächer des Schulgebäudes, der Sporthalle und des Anbaus zu reparieren ist eine parenthetische Infinitivkonstruktion. Hier werden verschiedene Glieder des Genitivattributs aufgezählt, daher stehen Kommas.

Es ist das Objekt im Hauptsatz und zudem ein Korrelativ, das jetzt durch eine Infinitivkonstruktion mit einem Inhalt gefüllt wird. 

Man kann das Korrelativ auch weglassen, dann hat man eine Infinitivphrase als Objektsatz:

Der Bürgermeister gestattet [ , ] die Dächer des Schulgebäudes, der Sporthalle und des Anbaus zu reparieren.

Dieses Komma darf nur nach alter Rechtschreibung stehen.

Dieses Komma darf nur nach alter Rechtschreibung stehen.

Diese Aussage ist falsch. Richtig ist vielmehr, dass dieses Komma nur nach alter Rechtschreibung stehen muss und nach neuer Rechtschreibung stehen darf

Geregelt ist dies in Regel 116 und 117 des Dudens.

http://www.duden.de/sprachwissen/rechtschreibregeln/komma#K116


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@Kajjo

Der Duden ist ein Privatverlag mit privater Meinung, wann verstehen das die Leute endlich?

Studier doch mal bitte das amtliche Regelwerk, dann reden wir weiter.

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@Deponentiavogel

Das amtliche Regelwerk widerspricht an dieser Stelle nicht dem Duden. Das Komma darf stehen.

Dies ist geregelt in §75(3) E2: "In den Fällen, die nicht durch § 75(1) bis (3) geregelt sind, kann ein Komma gesetzt werden, um die Gliederung deutlich zu machen bzw. um Missverständnisse auszuschließen."

Ich empfinde deinen Umgangston als unangemessen. Wir sind alle hier, um zu helfen. Bitte sei freundlicher! Dein beleidigender Kommentar in der anderen Frage ging eindeutig zu weit.

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@Kajjo

Wen habe ich beleidigt? Scharfer Ton darf doch wohl sein, wenn Unsinn verbreitet wird.

Zum Regelwerk: Es steht, wie du so schön zitiert hast, in der Erläuterung, die der allgemeinen Regel hierarchisch untergeordnet ist. Die Erläuterung selber hält sich zurück: um die Gliederung deutlich zu machen bzw. um Missverständnisse auszuschließen.

Der Bürgermeister gestattet die Dächer des Schulgebäudes, der Sporthalle und des Anbaus zu reparieren.

Ist das missverständlich? Im schlimmsten Fall ungewöhnlich, weil sich keiner um die korrekte Kommasetzung bei Infinitivphrasen schert. Ich mich übrigens auch nicht.

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@Deponentiavogel

Natürlich ist dieser Vorschlag richtig. Das Komma darf stehen oder weggelassen werden. Nichts anderes habe ich behauptet.

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@Kajjo

Es darf eben nicht stehen, weil es dem gesamten Dogma der neuen Kommasetzung widerspricht und deshalb auch nur erlaubt wird, wenn Missverständnisse auftreten könnten. 

Aber bitte, Erleuchtung kann man nicht einprügeln.

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Wie interesant, jetzt bekommen wir hier sogar noch Deutschunterricht mit Erklärung der Rechtschreibung. Ich bin kein Korinthenkacker, mich würde eine falsche Kommasetzung nicht stören, wichtig ist doch ein allgemeinverständlicher Inhalt der Aussage. Entschuldigung, ich leg halt mehr Wert auf die eigentliche Information des Geschriebenen.

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@dfllothar

Dieser Kommentar ist hier fehl am Platz. Wenn hier explizit danach gefragt wird, ob das Komma richtig oder falsch ist, dann werde ich nicht einfach darauf antworten: Hey, ist doch egal, was scheren dich eigentlich Kommas? Arbeiten wir lieber am Weltfrieden!

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@Deponentiavogel

Ja, Du hast Recht. Verzeihung! Ich hab das nur geschrieben, weil`s mich genervt hat, die sehr unterschiedlichen Antworten zu lesen. Komma hin, Komma her. Für mich gibt`s Wichtigeres, so wie Du zuletzt bemerkt hast: Arbeiten wir lieber am Weltfrieden. Grüße Dich!

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Mittlerweile ist hier so ziemlich jede falsche Kombination geantwortet worden. Armer Fragensteller

Ändere diesen Zustand, "armer Antwortender."

Liebe Grüße

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@ngdplogistik

,,Der Bürgermeister gestattet es, die Dächer des Schulgebäudes, der Sporthalle und des Anbaus zu reparieren."

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nein, da kommt kein komma

1.Die Frage lautet: 

Komma vor reparieren?

Die Antwort darauf: "NEIN".

2.W e n n "JA",welche Regel greift hier?

Da ein "NEIN" den 1.Teil der Frage beantwortet, erübrigt sich der 2.Teil der Frage.

Liebe Grüße

Nach "gestattet es" und vor"zu reparieren" muss kein Komma hin, da kein Nebensatz vorliegt!

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