Komische Schlaferlebnisse?

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3 Antworten

Der Umstieg von wach auf Schlaf und von Schlaf auf wach geschieht nicht in einem Schritt, sondern in mehreren: Gewisse Gehirnmodule fahren runter, andere werden aktiviert, so dass es in diesen Übergangsphasen häufig der Fall ist, dass sowohl Schlafmechanismen als auch für den Wachzustand normale Gehirnvorgänge parallel laufen. In der Aufwachphase können z.B. noch viele Eindrücke aus dem Traummechanismus gesetzt werden, die Verarbeitung kann dann aber schon im wachen Gehirn erfolgt werden. Das führt dann dazu, dass Traumbilder und Traumgeräusche in der reellen Umgebung wahrgenommen werden. Man hört dann Geräusche, die zum Traum gehören, in der wirklichen Umgebung. Dann durchmischen sich Eindrücke aus dem Traum und Eindrücke aus der reellen Wahrnehmung, beides kommt in das Seh- und Gehörzentrum im Gehirn, welches diese Eindrücke - aus verschiedenen Quellen - zu einem Gesamtkompositum zusammensetzt, was dann dazu führt, dass man meint, die Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit wären fließend.

Rot flackern: Ich denke, das ist so etwas, dass Signale aus dem Traummechanismus (also nicht aus dem Auge) in das Sehzentrum gelangen, welches aber schon mit Reizen aus dem Auge versorgt wird, so dass hier eine Mischung stattfindet: Reelle Wahrnehmung mit Traumwahrnehmungen.

Hat sich alles gedreht: Vielleicht hat das Gehirn noch diese Wahrnehmung aus dem Traum "schwindelig" gespeichert, als es aufgewacht ist. Dieser Eindruck im Gehirn verschwindet ja nicht notwendig deswegen, weil Dein Gehirn am Aufwachen ist.

Ein Beispiel von einem meiner Träume: Ich träumte, jemand würde mich erschießen. Beim Aufwachen spürte ich die zwei Einschusslöcher, dieses Gespür verblasste dann immer mehr beim Aufwachen, bis ich wach war und gar nichts mehr spürte. Dennoch sieht man hier den Übergang von Schlaf auf wach.

Was auch häufig passiert, passt jetzt nicht zu Deinem Fall, gehört aber in eine ähnliche Kategorie: Man hört z.B. reelle Geräusche viel zu laut beim Aufwachen. Das liegt daran, dass die Lautstärkeneinstellungen beim Aufwachen noch nicht angepasst sind. In dieser Phase des Aufwachens können viele interessante Wahrnehmungsanpassungen stattfinden, allzu große Sorgen würde ich mir jetzt nicht machen, wenn es nicht allzu belastend oder einschränkend ist. Angst vor dem Schlafengehen muss man nicht haben.

Dann mal guten Schlaf ...

Wenn man Aufgeklärt ist, kann man das besser verarbeiten.
Danke.

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Meinst du du hast vlt eine Schlafparalyse durchlebt? Konntest du aus deiner eigenen echten Perspektive sehen und dich nicht wehren bzw. wach reißen? Denn dann denke ich könnte es eine gewesen sein; informiere dich mal über diese Form des Albtraums; vlt hilfreiches Wissen für ein hoffentlich nicht nächstes Mal...

Ja, ich konnte mich halt nicht bewegen und mich auch nicht dagegen wehren.
Ich informiere mich mal.
Danke für deine Antwort

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Sicher dass du nicht einfach noch im Halbschlaf bist und noch weiter träumst? Ist mir mal mit einem Traum passiert, wo jemand geschrien hat, ich darauf aufgewacht bin und den Schrei immer noch gehört habe, obwohl niemand geschrieen hat. Ansonsten würde ich dir empfehlen einen Therapeuten aufzusuchen. Das sind Leute mit Fachwissen und können einen weiterhelfen :)

Kann gut sein, ich wache nämlich nach einer Stunde auf und nicht im Tiefschlaf.
Danke für den Tipp :)

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