komfort odee kaltschaum?

...komplette Frage anzeigen

1 Antwort

Es gibt keine generelle Matratzenart, die allgemein "besser" ist. Was auf der einen Seite Vorteile hat, kann auf der anderen Seite Nachteile haben. Und die werden von jedem Menschen anders wahrgenommen und bewertet.

Kaltschaummatratzen werden heutzutage oft als eierlegende Wollmilchsau gehandelt, weil sie viele Eigenschaften auf sich vereinen, die die meisten Menschen von einer Matratze erwarten. Aber je nachdem, wie der Mensch nun so liegt und schläft, kann es sein, daß die für ihn optimale Matratze womöglich in einem anderen Bereich zu finden ist.

Und das findet man leider nur beim probeliegen in einem Matratzengeschäft heraus.

Dabei ist es sehr hilfreich, sich vorher ein paar Gedanken zu machen, was für einen selbst wichtig ist, und wie man denn so schläft.

Jemand, der z.B. beim schlafen viel schwitzt, braucht vor allem eine atmungsaktivere Matratze, die genug Luft zirkulieren läßt.

Ein "gewichtiger" Mann, der hauptsächlich auf dem Rücken schläft, braucht eine Matratze, die vor allem im Bereich des Beckens und des unteren Rückens adäquat stützt.

Ein Kaltschläfer, der auch in Wintertagen die Heizung aus und das Fenster offen hat, sollte eher Abstand von einer Viscoschaummatratze halten, denn die wird bei Kälte zu einem regelrechten "Brett".

Jemand, der im Schlaf auf seiner bisherigen Matratze keine Ruhe findet, weil er sich ständig hin und her rollt auf der Suche nach der optimalen Schlafposition, könnte allerdings in einer Viscoschaummatratze endlich seine Ruhe finden.

Selbst diese Beispiele sind alle noch sehr klischeehaft gehalten. Sie geben nur eine ungefähre Orientierung.

Wenn Du Dich auf die Suche nach eienr Matratze begibst, solltest Du wissen:

a) wieviel Kilo Deine Matratze aushalten soll (damit sie nicht nach 3 Jahren durchgelegen ist)

b) in welcher Position Du am meisten bzw. am liebsten schläfst

c) wie gut Du mit Deiner bisherigen Matratze so klar gekommen bist, und was für eine Art Matratze das war

d) ob es ein diagnostiziertes Rückenleiden gibt, zu dem Dir Dein Arzt etwas bestimmtes empfohlen oder untersagt hat

e) was für Dimensionen die Matratze haben sollte (Du hast oben ja schon die 140x200 angeführt, aber die Dicke der Matratze könnte z.B. ja auch eine Rolle spielen)

f) auf was für einen Lattenrost die Matratze gelegt werden soll (viele Matratzen benötigen einen engen Abstand zwischen den Latten um lange genug durchzuhalten. Außerdem können verschlissene Latten den Schlafkomfort mindern)

g) wie groß Du bist (bei bestimmten Körpergrößen ist so manch eine 7-Zonen-Einteilung der Matratzen für die Katz')

Zum probeliegen würde ich ebenfalls beachten, eher ausgeschlafen an einem Vormittag hinzugehen, als abends (wenn Deinem Körper fast JEDES Bett zur Ruhe recht wäre). Auch solltest Du mit dem Fachmann all die aufgezählten Punkte abklären (ein guter Fachverkäufer befragt Dich eh dazu), bevor er Dich auf die erste Matratze losläßt. Mehr als 3 Matratzen vom Liegegefühl her miteinander zu vergleichen, hat wenig Sinn.

Falls es Dir einfach nur um den Unterschied zwischen "Kaltschaum" und "Komfortschaum" geht, habe ich da noch einen Link für Dich:

http://www.bettenriese.de/matratzenlexikon/komfortschaum

Allerdings bleibt es dabei: besser oder schlechter läßt sich nur aufgrund dessen noch lange nicht bestimmen... ;o)

Was möchtest Du wissen?