kombinationstherapie aus risperdal, seroquel, solian und johanniskrut bei akuter psychose?

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5 Antworten

Achtung: Möglichkeit gefährlicher Wechselwirkungen!

  • Risperidon (Risperdal) und Quetiapin (Seroquel) dürfen NICHT miteinander kombiniert werden ohne ausdrücklichen ärztlichen Rat unter Berücksichtigung der kardiologischen Gesamtsituation. Beide Mittel verlängern das QT-Intervall und können jedes für sich Herzrhythmusstörungen verursachen, in Kombination kann sich die Nebenwirkung gefährlich verstärken. Gleich gilt für Solian.
  • Johanniskraut neben Risperidon und Quetiapin ist ebenfalls kontraindiziert und nicht empfehlenswert.

Ja, es ist erlaubt, aber man kann sich nur schwer ein Szenario vorstellen bei dem es nötig ist 3 Neuroleptika miteinander zu kombinieren. Es kann in akuten starken psychotischen Schüben sinnvoll sein, aber das ist nur schwer abzuschätzen.

Du solltest dir verschiedene Zweitmeinungen einholen, und versuchen auf lange Sicht alternative Lösungen, Behandlungsmöglichkeiten oder Umgang mit der Psychose den Neuroleptika vorzuziehen. Die langfristigen Nebenwirkungen sind wirklich nicht ohne, von der erhöhten Sterblichkeit ganz zu schweigen.

Eine solche Kombination kann für die Dauer der Akutphase angeraten sein, aber sie ist nicht ohne Risiko. Alle 4 Medikamente wirken auf den Stoffwechsel verschiederner Botenstoffe in den Nervenzellen, manche davon beeinflussen dieselben Rezeptoren, das kann entweder keinen zusätzlichen Effekt bringen oder, wie im Fall der Serotonin-Rezeptoren, zu gefährlichen Komplikationen führen. Es ist ziemlich abenteuerlich, was der Arzt hier veranstaltet, es verrät auch eine gewisse Hilflosigkeit. Glücklicherweise sind alle diese Medis mit einem eher günstigen Nebenwirkungsprofil beschrieben, von daher droht wenig Gefahr. Das Zusammenspiel von Risperdal, Seroquel und Johanniskraut könnte möglicherweise zu einem Serotonin-Syndrom führen, das wäre eine schwerwiegende Komplikation, eine Serotoninvergiftung, die sehr unangenehm ist. Alle drei Medis erhöhen den Serotoninspiegel, das ist nicht ohne Risiko.

Das frag mal lieber einen Arzt, klingt nach einem ganz schönen (und evtl. gefährlichen) Cocktail. Lass es lieber sein!

Was die Ärzte so alles kombinieren und keiner schaut denen auf die Finger! Hast du gewusst dass psychisch kranke Menschen, die Psychopharmaka in Mengen verschrieben bekommen, so im Durchschnitt im Alter von vierzig bis fünfzig Jahren sterben? So ist das Problem der Krankheit recht früh gelöst. Soviel zu der Heilkunst der Fachärzte für Psychiatrie!

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