Kolonialismus - Wie erwarb man eine Kolonie?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Tansania gab es damals noch gar nicht. Dieser Name ist erst 1962entstanden, aus "Tanganjika + Sansibar". Die Deustchen nannten das Gebiet "Deutsch-Ostafrika".In der Regel begann die Kolonisierung mit Handelsniederlassungen, und später schickte man das Militär zu Sicherung des besetzten Gebietes. Widerstand gab es zumindest anfangs selten, weil die Einheimischen nicht gut bewaffnet waren und außerdem oft in verfeindete Stämme und Volksgruppen zerfallen waren.

Es gab verschiedene Wege. Einer, vor allem bei den Deutschen häufig, war, dass zuerst ein Privatmann, ein Kaufmann, eine Handelsniederlassung in einem afrikanischen Gebiet aufgemacht hat. Dann hat er gesagt, ich brauche Schutz, liebes deutsches Kaiserreich, hilf mir doch, und so wurde das Gebiet rund um diese Handelsniederlassung (meistens seeehr großzügig berechnet) zum Schutzgebiet erklärt. Das war meistens der Anfang.

Es gab auch Kolonien, die einfach gepachtet wurden (Tsingtao oder Hongkong).

-- Als Kolonie bezeichnet man Länder oder Gebiete, die gewaltsam besetzt und von nicht einheimischen Regierungen verwaltet wurden. Die erste Phase der Kolonialisierung begann im 15. Jahrhundert. Im späten 19. Jahrhundert wuchs das Interesse der europäischen Großmächte an Eroberungen afrikanischer Länder erneut. Viele Staaten Europas wollten ihre Macht ausbauen, ihr Gebiet "erweitern" und die Rohstoffe anderer Länder für sich beschlagnahmen. Die dortigen Einheimischen wurden ausgebeutet, entrechtet, versklavt oder umgebracht.

-- In der ersten Phase des Kolonialismus wurden immer mehr afrikanische Gebiete durch europäische Großmächte beschlagnahmt und ausgebeutet.

-- Da die europäischen Kolonialmächte fortschrittlichere Waffen und große Armeen besaßen, schlugen sie Aufstände der Einheimischen blutig nieder. Oft wurden auch Verträge mit den Einheimischen geschlossen, in denen die europäischen Besatzer den dortigen Völkern Schutz vor anderen Kolonialherren zusagten. Im Gegenzug mussten die Einheimischen die Fremdherrschaft durch die jeweiligen europäischen Kolonialisten anerkennen.

Ausführlich unter: http://www.helles-koepfchen.de/kolonialismusversklavungundausbeutungafrikas.html

Früher ist man da einfach hingegangen und hat Handelsniederlassungen eröffnet, fertig. Da es in den Ländern keine wirkliche Regierung gab, mehr eine Stammeswirtschaft, war der Schritt zur Kolonie dann nur noch ein Kleiner. Da das Deutsche Kaiserreich die Kolonien sehr gut behandelt hat, waren sie als Kolonialherren auch gerne gesehen. Mit den Deutschen kam Ordnung und der Fortschritt ins Land.Es gibt auch unfreiwillige Kolonien, Bayern zum Beispiel. Die hat man 1949 mit ins Grundgesetzt und ins Staatsgebiet aufgenommen, die Eingeborenen finden das gar nicht gut. :-) (den letzten Satz nicht soooo ernst nehmen bitte)

LG Bujan

Im großen und ganzen stimmt es, dass die Deutschen gern gesehen waren, aber Dinge wie den Hereroaufstand (wer auch immer daran Schuld war) und die deutsche Vorgehensweise dabei sollte man nicht vergessen.

0

Du verbreitest und wiederholst eine Uraltlegende aus der Zeit nach dem Versailler Vertrag . Die Deutschen verhielten sich , vor allem in Deutsch-Südwestafrika (heute: Namibia) keineswegs besser als die anderen Kolonialmächte. Die brutale Unterwerfung der Herrero, Buschmänner und Nama ("Hottentotten") kam einem Völkermord gleich. Auch in China war die deutsche Kolonialpolitk unter Kaiser Wilhelm absolut rücksichtslos.

0
@Bswss

In Tansania auch nicht...

Togo und Kamerun waren wegen der überzogenen Prügelei auch als 25er-Land (25 Schläge mit dem Kiboko - Flusspferdschwanz) bekannt.

0

Doch, im Prinzip schon.

Zuerst wurde eine Handelsstation errichtet und die Eingeborenen über den Tisch gezogen.

Wenn die dann i-wann die Schnauze voll hatten und die Station überfielen, hatte das Mutterland der Händler einen Grund militärisch einzugreifen.

Beliebt war auch den Eingeborenen ganze Landstriche gegen ein paar Glasperlen und etwas rotes Tuch abzuschwatzen und dann ging es nach dem gleichen Schema weiter.

So hat England seine Kolonien in Amerika erworben, in China und sonstwo. Und die Deutsch haben es genauso gemacht.

Nur die Spanier und Portugiesen, sind gleich mit ner Streitmacht aufgekreuzt. Deren Ausrede war, das sie die armen Heiden christianiseren wollten.Und wenn die Heiden das nicht einsahen wurden ihnen eben die Köpfe eingehauen und die Konquistadores machten sich mit ihrem Gold davon.

Die Briten hatten außer Hongkong keine offizielle Kolonie in China, und das hatten sie gepachtet. Glasperlen waren in Afrika und Amerika begehrt, und hatten für die Leute dort auch einen hohen Wert.

0
@stonedog

Hongkong war keineswegs gepachtet. Du verwechselst das mit den New Territories.

Auszug aus Wiki:

Als die Briten begannen, Opium nach China einzuführen, führte dies zum ersten Opiumkrieg und schließlich zur Besetzung Hongkongs durch die Briten 1841. Ein Jahr später wurde das Gebiet mit dem Vertrag von Nanking offiziell von China an die Besatzer abgetreten, wodurch der Weg Hongkongs zur britischen Kronkolonie im Jahr 1843 geebnet wurde. 1860 folgte die Abtretung Kowloons und am 9. Juni 1898 wurde das Gebiet nördlich Kowloons bis zum Shenzhen-Fluss (die New Territories) sowie weitere 235 Inseln auf 99 Jahre gepachtet, um die Versorgung der Kronkolonie mit Wasser und Nahrungsmitteln zu gewährleisten und um das Gebiet militärisch abzusichern

0
@erweh

Die Kolonie Hongkong ist im Vergleich zum Rest des Empires winzig, deswegen ist es Erbsenzählerei. Das, was mich an Deiner Originalantwort stört, ist, dass sie zu pauschal ist und alle Europäer über einen Kamm schert und verurteilt. Ich lege es nicht auf einen Streit mit Dir an.

0

Stimmt im Prinzip, aber dass alle Spanier und Portugiesen solche Teufel waren, und die Einheimischen die wahren snaften Guten, ist auch nur eine Legende. Lies mal nach, wie die süd- und mittelamerikanischen Herrschersysteme mit ihren Untertanen umgingen, lies mal nach über Menschen-/Jungfrauenopfer, über Sklvenhaltung.... Lies mal nach über deren Regierungssystem, dann relativiert sich Dein Bild vom bösen Conquistador und dem lieben Inka-/Maya-, Aztekenkönig doch ein bisschen.

0
@Bswss

Da braucht sich nix zu relativieren, daß das aus unserer Sicht schlimme Finger waren, hat aber nichts mit der erzwungenen Christianisierung zu tun. Soviel besser waren ja die Europäer auch nicht, denke mal an die Inquisition. Okay die Atzteken vor allem hatte quantitativ mehr Leute umgebracht aber, das finde ich hier ziemlich egal

Und mglw kenne ich mich mit den ollen Azteken sogar ein wenig besser aus als Du.Also belehre mich bitte nicht, über Dinge die ich gar nicht gewertet habe.

0
@erweh

Mit Christianisierung kennst du dich offenbar nicht so gut aus, denn eine erzwungene Christianisierung war schon immer nicht zulässig. Dass das oft gemacht wurde, ist klar, aber rechtlich gültig war es eigentlich nie.

0
@stonedog

Ach, wenn hats gejuckt damals? Willst Du mit Gewalt Streit mit mir bekommen?

Denn das ist jetzt Deineseits Erbsenzählerei.

0

Man bot sich als Schutzmacht an.. google doch mal selbst..

Was möchtest Du wissen?