Kollege hat - während der Arbeit - versehentlich meine Brille kaputt gemacht tritt dafür die Privathapftpflicht ein?

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7 Antworten

Dein Kollege ist m.E. nicht haftbar, weil er den Tisch - im Gegensatz zu Dir - bestimmungsgemäß benutzt hat. Er musste kaum damit rechnen, dass Du Deine Brille dort ablegst, wo eigentlich die Ausschussteile hingehören.

Und: Selbst, wenn er haftbar wäre, würde seine Privathaftpflichtversicherung den Schaden nicht regulieren können, da der Schaden nicht im privaten Lebensbereich entstanden ist.

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Kommentar von RubberDuck1972
06.09.2016, 22:48

Okay, das ist die andere Frage. - Wer haftet?

Könnte ich meinen Arbeitgeber haftbar machen, weil das Jucken in den Augen evtl. durch Hitze und Staub verursacht wurde und ich nicht anders konnte, als die Brille schnell abzulegen?

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Wenn überhaupt, wäre hier die Betriebshaftpflichtversicherung zuständig, da das eben bei der Arbeit passiert ist.

Diese wird dir aber dann mitteilen, dass man eine Brille nur auf Ablagen deponieren darf, die dafür geeignet sind. Es ist also zu 98 % deine eigene Schuld.

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Grundsätzlich ist der Schaden nicht im privaten Bereich entstanden, daher muss die Privathaftpflicht auch nicht leisten. Es gibt aber Gesellschaften, die "Schäden die dem Arbeitskollegen zugefügt werden" in den Bedingungen mitversichert haben. Dein Kollege muss die Bedingungen lesen, oder seine Haftpflichtversicherung anrufen und sich informieren.

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Kommentar von Apolon
07.09.2016, 17:43

Die PHV würde aber nur dann leisten, wenn der Arbeitskollege für den Schaden verantwortlich ist, was ich hier aber nicht erkennen kann.

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einfach zu beantworten,

 weder den Arbeitgeber noch den Kollegen trifft eine Schuld.

Die Schuld trifft dich selbst, bedeutet, wenn deine Krankenversicherung hier nicht leistet, darfst du dir selbst eine neue Brille kaufen.

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Kommentar von RubberDuck1972
07.09.2016, 17:39

Danke für deine Antwort.

Das Bisschen, was die Krankenkasse dazu gibt, bezahle ich aus der Portokasse.

Die neue Brille ist schon bestellt; ich bekomme sogar 50% Rabatt auf das 190,- € Gestell, weil es ein Auslaufmodell ist. :)

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Der Rand ist doch beleuchtet. Ich bin kein Versicherungsrechtsanwalt, sondern habe ein anderes Rechtsgebiet, aber m.E. ist Fahrlässigkeit dann zu bejahen und nach den Versicherungsbedingungen, die anzuschauen wären, müsste das versichert sein - die Frage ist natürlich, ob Dein Kollege das zugibt, denn es kann sein, dass dadurch sein Beitrag sgteigt. Versuchen!

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Kommentar von RubberDuck1972
06.09.2016, 22:07

Mein Kollege ist ein sehr anständiger Mensch. Er hat mir selbst (sofort/Sekunden nach Schadeneintritt) angeboten, den Fall seiner Privat-Haftpflicht-Versicherung zu melden; und wahrscheinlich garnicht daran gedacht, dass sein Beitrag steigen könnte.

Probieren kann man´s; aber wenn sein Beitrag dadurch steigen würde, würde ich die Sache nicht weiter verfolgen.

Die Brille hat zwar 2014 mal rund 270,- € gekostet (relativ viel Geld für einen Normalverdiener), ist aber inzwischen schon so abgenudelt, dass ich mir schon vor Wochen überlegt hatte, eine neue zu kaufen.

Auf jeden Fall Danke für deine Antwort und Einschätzung.

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Kommentar von AalFred2
07.09.2016, 10:04

Inwiefern sollte das Verhalten des Kollegen fahrlässig gewesen sein?

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Kommentar von DerHans
07.09.2016, 14:58

Das ist kompletter Unsinn. Du bist auch GAR KEIN Anwalt, sonst dürftest du dich hierzu gar nicht äußern.

Die Fahrlässigkeit liegt hier einzig beim Fragesteller.

Der Kollege könnte hier also nur eine Falschaussage treffen, um einen Schaden zu konstruieren.

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Kommentar von flareb
07.09.2016, 18:21

In der Privathaftpflicht steigen die Beiträge nicht nach einem Schaden. Es mag sein das es vereinzelt solche Verträge gibt, das wäre aber die Ausnahme. Der Kollege ist ganz klar haftbar für den verursachten Schaden und das auch unabhängig davon, ob der Fragesteller seine Brille besser hätte woanders lagern sollen. Wer zerstört muss zahlen. Er soll einfach mit seiner Versicherung reden und dies klären. Falls er einen Selbstbehalt in seinem Vertrag hat, dann kann er sich das natürlich gleich schenken. Wegen solcher Bagatellen klagt man natürlich auch nicht. Da kauft man sich eine neue Brille, lässt sich vom Kollegen zu 3 Bier einladen und gut ist. Erschreckend finde ich, wie viele Falschaussagen hierzu auch von Versicherungen kommen.

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Ob fahrlässig oder nicht, die Versicherung Deines Kollegen wird es bezahlen. Die meisten Schäden entstehen ja fahrlässig und ungewollt.

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Kommentar von AalFred2
07.09.2016, 10:03

Ohne jede schudlhafte Pflichtverletzung zahlt auch keine Versicherung.

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Kommentar von FordPrefect
07.09.2016, 13:12

Unsinn. Ohne Schuld keine Haftung. Der OP kann sich nur an die eigene Nase fassen, denn keinen Dritten trifft hier irgendein Verschulden.

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... und warum sollte er haften? Ich sehe da keine Möglichkeit. Viel Glück und bedenke, wenn es neue Werte gibt, ist das alte Stück ja wertlos und es gibt sowieso nichts, lese ich immer.

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Kommentar von RubberDuck1972
06.09.2016, 22:29

Was meinst du mit "neue Werte"?

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