Kokain überdosis Herzinfakt 20 minuten ToT besteht die möglichkeit noch weiter zu leben?

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7 Antworten

Moin,

selbst für einen Arzt, der sich auf der Intensivstation mit deinem Angehörigen auseinandersetzt ist es schwer, eine Prognose zu stellen. Um eine eingetretene Hirnschädigung zu bestätigen, könnte die NSE (neuronenspezifische Enolase) abgenommen werden. Hohe Werte sprechen mit hoher Wahrscheinlichkeit für einen ausgedehnten Schaden, niedrige Werte haben soweit keine gute Aussagekraft. Auch bildgebende Verfahren wie ein CT können helfen, den Grad der Schädigung abzuschätzen. In erster Linie muss versucht werden, ihn so bald wie möglich von der Beatmung wegzubekommen, damit er in medikamentfreiem Zustand neurologisch untersucht werden kann. Dies ist mitunter ein sehr schwieriger Prozess.

Ein künstliches Koma gibt es übrigens nicht. Ein Koma ist ein nicht kontrollierter Bewusstseinsverlust, verursacht durch Krankheit, Unfall oder. Man spricht, da dieser Zustand auf einer Intensivstation zumeist bewusst und medikamentös eingeleitet und aufrechterhalten wird, eher von Analgosedierung oder Langzeitnarkose. Patienten werden für gewöhnlich nach erfolgreicher Reanimation (und 20 Minuten klinischer Tod ist schon nicht wenig) auf etwa 32-34° C abgekühlt und einige Zeit so belassen, bis sie sehr langsam schrittweise wieder erwärmt werden, um das Hirn vor weiterer Schädigung zu schützen. Unter anderem um Körperreaktionen auf diese sogenannte protektive Hypothermie zu unterdrücken, wird der Patient medikamentös gedämpft. Dass er beim ersten Extubationsversuch (zumindest klingt es so, als wäre dies einer gewesen) atmete, bedeutet, dass der Hirnstamm (nicht das Kleinhirn wie unten angeführt) soweit Funktion hat. Der Hirnstamm (genauer in diesem Fall die Medulla oblongata, das verlängerte Rückenmark) enthält wesentliche, für das Überleben notwendige Körperfunktionen. Hier jedoch abzuschätzen, wie die Prognose deines Angehörigen aussieht, ist reine Spekulation.

So frustrierend und unbefriedigend das jetzt leider klingt, aber ihr müsst leider abwarten, was geschehen wird. Ist ansonsten noch etwas unklar geblieben? Dann frag natürlich gern weiter...

Alles Gute und lieben Gruß!

Bildgebendes Verfahren des Gehirn gemacht?

Was sagen die Neurologen?

20 Minuten war er mit Sicherheit nicht tot, sonst hätte er wohl nicht mehr reanimiert werden können. Am ehesten wurde das Gehirn 20 Minuten minderdurchblutet, was zu erheblichen Schäden führen kann.

Werden weiterhin Aufwachversuche unternommen?

Welche Medikamente bekommt er?

Ist er beatmet? Hat er schon eine Tracheotomie bekommen?

Wie alt ist er?

Sind weitere Organe geschädigt?

???

Was heist weiter zu leben? Komplett gesunden, als Pflegefall, ....

Eine Ferndiagnose kann niemand machen. Am besten einen anderen Arzt hinzuziehen (Neurologe) der den Fall/Situation beurteilen kann.

Ansonsten sind die Ärzte nicht immer einer Meinung.

24 Jahre alt ist er. Aufwachversuche werden gemacht bisher ohne erfolg.Über die Medis weis ich nichts genaueres. Tracheotomie haben die gestern rangemacht. Er wird nicht beatmet dass macht er selbst. Seine Organe haben keinen schaden genommen. Nach dem Herzstillstand wurde er sofort wieder reanimiert dass hat 20 minuten gedauert aber er war schon paar minuten vorher tot und der artz kann nicht sagen wie lange genau

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@caplagi

Das er selbst atmet ist ein gutes Zeichen (wird vom Kleinhirn gesteuert).

Krankengymnastik (Gelenke bewegen etc. um Versteifungen zu verhindern), Zuspruch, Reize sind wichtig. Musik die er gerne hört....

Manche reagieren dann nicht richtig, aber der Blutdruck steigt, der Puls beschleunigt sich (bei Aufregung/Stress, oder umgekehrt bei Beruhigung).. Das wären Zeichen, das zumindest etwas "Oben" ankommt.

Sobald er doch ein wenig wach/wacher wird, ist eine Frührehabilitation wichtig, ....

Kann sein, das Schäden irreversibel vorhanden sind. Wahrscheinlich wird er nie mehr der gleiche sein. Tatsächlich kann das aber niemand vorhersehen... Auf alle Fälle wird es ein sehr langer Weg werden.....

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Und wieder ein unnötiges Drogenopfer, schmerzt sehr obwohl ich ihn nicht kenne.

Schwer zu sagen, ich kannte ein Fall auch mit Kokain, auch Herzinfarkt und war auch ein paar Minuten tot. Er hatte auch ein Hirnschaden bekommen, aber nur ein 'leichten'. Er hat es überlebt, aber seit jeher ist er nicht mehr 'normal'. Er kann sich kaum Sachen merken, hat meistens Verwirrtheit und so weiter.

20 Minuten lang ist schon eine lange Zeit, hofft einfach, dass er wieder aufwachen wird. Er war für 8 oder 9 Tage im Koma, bei euch erst 5. Gebt dir Hoffnung nicht auf und Finger weg von harten Drogen.

Viel Glück.

Das klingt nicht gut.

Das ist traurig

Ich schätze 1-500

Deine geschätzten Hirnzellen?

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Doppelpost ausversehen, GF Staff löscht bitte danke.

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