Körperverletzung und anzeige gegen mich

11 Antworten

Du hast Dich nur gewehrt,das ist Notwehr.Wenn es zu einer Anzeige kommen sollte,passiert Dir nichts.Ein Gericht kostet Geld,ein Anwalt noch mehr.Es würde dann Aussage gegen Aussage stehen.

Du hast keine sichtbaren Verletzungen , dein Gegner hat eine und die auch noch vom Arzt diagnostiziert ... Den Richter wird es wenig interessieren wer wen geschubst hat, dein Gegner ist in dem Falle der Geschädigte .erfahrungswert: du wirst im befall mit ein paar Arbeitsstunden und einem Schmerzensgeld von min 500€ davonkommen, das Schmerzensgeld darfst du natürlich auch auf Raten abstottern;) Sollte dein Gegner kein deutscher Staatsbürger sein kommst du evtl nur mit Arbeitsstunden davon:D

aber wenn er mich schubst und es mir in der brust weh tut ?

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@DinoSahar

Wenn du immer wieder auf ihn zugehst darf er dich wegschubsen. Und das er dich mit Erfolg wegschubsen konnte zeigt das du eindeutig zu nah warst.

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Hallo DinoSahar,

genau dazu gibt es den § 32 StGB = NOTWEHR

Du must nicht erst geschlagen werden um Dich zur Wehr zu setzen. Auch das provozieren, insbesondere wenn es auch noch mit Beleidigungen erfolgt und auch das schubsen und das Drohen mit der erhobenen Faust brauchst Du nicht einfach hinzunehmen und darfst Dich auch angemessen wehren.

Allerdings könnte Dein Gegner dennoch eine Strafanzeige gegen Dich stellen und wenn's hart auf hart kommt, müsste ein Richter klären, ob das nun Notwehr war oder nicht.

Grundsätzlich ist der Grundsatz der Notwehr : "Recht muss nicht dem Unrecht weichen" Das bedeutet, dass Du Dich gehen einen rechtswidrigen Angriff durchaus das Recht hast Dich zu wehr zu setzen. Du hast dabei aber das geringste Mittel zu wählen, dass Dir zur Verfügung steht. Ich persönlich sehe in der von Dir geschilderten Situation den Schlag mit der Faust um weitere Provokationen und vor allem um weiteres schubsen zu unterbinden als durchaus legitim an.

Im übrigen sollte sich Dein Gegner eher Gedanken machen, ob Du nicht wegen des schubsens Strafantrag wegen Körperverletzung stellst. Körperverletzung ist nicht nur Körperverletzung wenn Du im eigentlichen Sinne wirklich verletzt wirst, sondern schon dann, wenn die Tat Dein körperliches Wohlbefinden nicht unerheblich beeinträchtigt.

Schöne Grüße
TheGrow

Körperliche Misshandlung im Sinne des § 223 StGB ist jede üble unangemessene Behandlung, die das körperliche Wohlbefinden oder die körperliche Unversehrtheit mehr als nur unerheblich beeinträchtigt. Schubsen scheitert an der Erheblichkeit und stellt demnach keine Körperverletzung dar.

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@Haglaz

Das ist so nicht ganz richtig. Ob das körperliche Wohlbefinden mehr als nur unerheblich beeinträchtigt ist, hängt einzig und alleine davon ab, wie das der Geschädigte selbst empfindet.

Und wenn er wie er schreibt:

aber wenn er mich schubst und es mir in der brust weh tut ?>

dann ist das sehr wohl mehr als "das körperliche Wohlbefinden mehr als nur unerheblich beeinträchtigt"

Selbst das blose bespucken (gut ist hier nicht Bestandteil der Frage, möchte ich aber dennoch gerne mit anführen) kann schon eine Körperverletzung dar stellen, dazu ist nicht einmal ein direkter Körperlicher Kontakt notwendig

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@TheGrow

Ich glaube, Du verdrehst hier Täter und Opfer....^^ Wenn das Opfer den Täter wegschubst, weil der immer wieder näher kommt, als Drohgebärde dann auch noch mit Der Faust droht und der Täter das als Anlaß nimmt, um zuzuschlagen - das ist dann ne ganz schön klare Körperverletzung und mitnichten eine Notwehrhandlung.

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@TheGrow

Das stimmt leider überhaupt nicht und ist auch nicht mit der herrschenden Meinung und der gängigen Rechtssprechung vereinbar. Bloßes Bespucken scheitert definitiv an der Bagatellgrenze, hier liegt meistens eine Beleidigung mittels einer Tätlichkeit nach § 185 StGB vor. (vgl. http://www.strafrecht-online.org/index.php?dl_init=1&id=3403)

Auch reines Schmerzenpfinden reicht nicht für eine körperliche Misshandlung aus, vielmehr kommt es hierbei auf die Schmerzintensität und -dauer an. Ein leichtes, vorübergehendes "Wehtun" genügt hierfür nicht.

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@Khazi

Eine Notwehrlage kann ich hier nicht einfach so verneinen.

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@skyfly71

Du hast recht, hatte den Text nicht korrekt gelesen.

Ich hab nur gelesen, dass er immer wieder geschubst wurde, habe dabei aber überlesen, dass "ER" sich dem anderen immer wieder erneut genähert hat und deshalb immer wieder weg geschubst wurde.

Allerdings muss man sich auch nicht ununterbrochen provozieren lassen. Aber möchte jetzt hier auch keine strafbaren Handlungen, wie provozieren mit Beleidigungen und so reininterpretieren, denn davon steht im Sachverhalt nichts

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@Haglaz

Wenn ich immer und immer wieder auf einen anderen zugehe und dem schon nix anderes bleibt als mich wegzuschubsen, kann ich mich nicht auf Notwehr berufen wenn der irgendwann die Faust hebt.

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@Haglaz

Also gibt z.B. ein Urteil vom Amtsgericht Münster (AZ: - 8 S 210/02 - ) Dort wurde das reine Bespucken eines Polizisten durchaus als Körperverletzung gewertet und dem Polizisten wurde sogar ein Schmerzensgeld in Höhe von 250,- Euro zugesprochen.

Mir ist durchaus bekannt, dass es auch anderslautende Urteile gibt. Hier ist die Rechtsprechung halt sehr unterschiedlich, weil es eine Auslegungssache ist und vor allem weil im Einzelfall geprüft werden muss, inwieweit sich die Bespuckte Person in der Gesundheit geschädigt fühlte

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@Khazi

Aus der gegebenen Schilderung kann ich dazu nichts weiter sagen, weder ob sie vorliegt, oder nicht.

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@TheGrow

Das ist ein Zivilrechtsfall, dort geht es um eine Zivilrechtsklage auf Schadensersatzanspruch aus dem Deliktsrecht. Im Strafrecht wird dies viel enger ausgelegt, dort geht es schließlich auch um eine strafrechtliche Verfolgung einer strafbaren Handlung.

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@Khazi

Sehe ich auch so. Hatte in meiner Antwort vorhin schlichtweg überlesen, dass der Fragesteller immer wieder erneut auf den Provokateur zuging.

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@Haglaz

In dem stellte das Gericht folgendes Fest:

Das Landgericht Münster stellte fest, dass der Mann durch das Spucken eine Körperverletzung begangen habe.>

Wäre es keine Körperverletzung gewesen, hätte die Zivilklage gar keine Aussicht auf Erfolg gehabt.

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@TheGrow

Aber wie ich schon geschrieben habe: Gibt zahlreiche Urteile, wo das Bespucken als Köperverletzung gewertet wurde und gibt sicherlich auch genügen Urteile, wo die Körperverletzung in dem Fall verneint wurde.

Im übrigen spielt das für diesen Fall hier auch eine untergeordnete Rolle, denn der Fragesteller wurde ja nicht bespuckt. War nur ein Beispiel um aufzuzeigen, dass man nicht zwangsläufig im eigentlichen Sinne verletzt (z.B. Messerstich) werden muss, damit die Tat als Körperverletzung gewertet werden kann.

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@TheGrow

Das Gericht berief sich seinerzeit darauf, dass es sich nicht um eine Bagatelle handelte, mir ist der Sachverhalt des Urteils nicht weiter bekannt, aber dennoch ist das nicht mit dem Wortlaut des Gesetzes vereinbar und wäre bestimmt bei der nächsten Revision gekippt worden. Auch wird Bespucken lex specialis durch § 185 StGB abgedeckt.

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